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	<title>Sieben und Achtzig</title>
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		<title>Farbe für den Herbst – Das novum-Cover 11/11</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Nov 2011 10:37:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Rudolph</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer sich in der Designwelt einigermaßen auf dem Laufenden hält, ist über das Cover der Novemberausgabe der Novum vermutlich bereits an der einen oder anderen Stelle gestolpert. Unser Rezensionsexemplar ist vor einigen Tagen eingetrudelt und deshalb wollen wir es uns trotzdem nicht nehmen lassen, zu versuchen, die besondere Optik und Haptik dieser Covergestaltung in Bildern festzuhalten. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich in der Designwelt einigermaßen auf dem Laufenden hält, ist über das Cover der Novemberausgabe der <a href="http://www.novumnet.de/">Novum</a> vermutlich bereits an der einen oder anderen Stelle gestolpert. Unser Rezensionsexemplar ist vor einigen Tagen eingetrudelt und deshalb wollen wir es uns trotzdem nicht nehmen lassen, zu versuchen, die besondere Optik und Haptik dieser Covergestaltung in Bildern festzuhalten. Wer die Novum nicht ohnehin abonniert hat, sollte sich diese Ausgabe auf jeden Fall zulegen oder sie zumindest einmal in die Hand nehmen –  ein großartiges Erlebnis und wieder einmal ein eindrucksvoller Beweis dafür, was Print und Printveredelung leisten können. Bei <a href="http://www.designmadeingermany.de/2011/20847/">Design made in Germany</a> finden sich einige zusätzliche Informationen zum Produktionsprozess, einen schönen Einblick liefert auch dieses Making-Of-Video:</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/30239097?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0&amp;color=1987DD" frameborder="0" width="629" height="354"></iframe><br />
Auf <a href="http://www.novumnet.de/de/world-of-novum/cover-veredelungen.html">novumnet.de</a> findet sich übrigens eine sehenswerte Sammlung der bisher besten Novum-Cover. Viel Spaß!</p>
<p><img title="_MG_6057" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/11/MG_6057.jpg" alt="" width="630" height="420" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2616" title="_MG_6041" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/11/MG_6041.jpg" alt="" width="630" height="420" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2613" title="_MG_6040" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/11/MG_6040.jpg" alt="" width="630" height="420" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2617" title="_MG_6042" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/11/MG_6042.jpg" alt="" width="630" height="420" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2618" title="_MG_6043" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/11/MG_6043.jpg" alt="" width="630" height="420" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2619" title="_MG_6045" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/11/MG_6045.jpg" alt="" width="630" height="420" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2620" title="_MG_6046" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/11/MG_6046.jpg" alt="" width="630" height="420" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2621" title="_MG_6049" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/11/MG_6049.jpg" alt="" width="630" height="420" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2622" title="_MG_6050" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/11/MG_6050.jpg" alt="" width="630" height="420" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2623" title="_MG_6053" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/11/MG_6053.jpg" alt="" width="630" height="420" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2624" title="_MG_6054" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/11/MG_6054.jpg" alt="" width="630" height="420" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2625" title="_MG_6055" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/11/MG_6055.jpg" alt="" width="630" height="420" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2626" title="_MG_6056" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/11/MG_6056.jpg" alt="" width="630" height="420" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2628" title="_MG_6058" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/11/MG_6058.jpg" alt="" width="630" height="420" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2629" title="_MG_6059" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/11/MG_6059.jpg" alt="" width="630" height="420" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2630" title="_MG_6060" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/11/MG_6060.jpg" alt="" width="630" height="420" /></p>
<p> </p>
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		<title>Rezension: »Kreativität aushalten / Psychologie für Designer«</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 18:29:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Rudolph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchtipp]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Designersbusiness]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Berzbach]]></category>
		<category><![CDATA[Joachim Kobuss]]></category>
		<category><![CDATA[kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität aushalten]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt Bücher, die liest man einfach nur, ohne dass wirklich etwas dabei hängen bleibt. Es gibt Bücher, bei deren Lektüre einzelne Fakten hängenbleiben, bei denen man neues Wissen gewinnt. Und dann gibt es noch solche Bücher, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern die zum Nachdenken angeregen und dazu führen, dass man sich selbst beobachtet und sein eigenes Handeln hinterfragt. Das Buch "Kreativität aushalten / Psychologie für Designer" von Frank Berzbach fällt (für mich zumindest) definitiv in diese letzte Kategorie.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Bücher, die liest man einfach nur, ohne dass wirklich etwas dabei hängen bleibt. Es gibt Bücher, bei deren Lektüre einzelne Fakten hängenbleiben, bei denen man neues Wissen gewinnt. Und dann gibt es noch solche Bücher, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern die zum Nachdenken angeregen und dazu führen, dass man sich selbst beobachtet und sein eigenes Handeln hinterfragt. Das Buch <a href="http://www.amazon.de/Kreativit%C3%A4t-aushalten-Psychologie-f%C3%BCr-Designer/dp/3874397866" target="_blank">„Kreativität aushalten / Psychologie für Designer“</a> von Frank Berzbach fällt (für mich zumindest) definitiv in diese letzte Kategorie.</p>
<p><em><strong>Braucht es wirklich ein Buch, das sich mit der Psychologie von Gestaltern befasst? Wem hilft das? Mir zumindest hat dieses Buch eine ganze Menge gebracht und in einigen Aspekten die Augen geöffnet.</strong></em></p>
<p>Beim renommierten Design-Denker und –Coach Joachim Kobuss (<a href="http://www.designersbusiness.de/" target="_blank">designersbusiness</a>) kommt das Buch hingegen nicht allzu gut weg – viel mehr Mehrwert als „eine unvollständige und einseitige, aber doch informative Literaturliste“ sieht er in seiner <a href="http://www.designersbusiness.de/informationen/literatur/frank-berzbach" target="_blank">Rezension</a> aus dem Frühjahr dieses Jahres nicht darin und kommt zu dem Schluss: „Eine designferne Betrachtung der Kreativität und Psychologie – nicht auszuhalten“. Vermutlich liegt der Unterschied darin, dass Herr Kobuss schon etliche Jahre in der Branche unterwegs ist – und zudem ein Mensch ist, der sich von Haus aus intensiv auch (wenn nicht gar vorrangig) mit der theoretischen und psychologischen Seite des Designs befasst, mutmaßlich weitaus mehr, als es der durchschnittliche Designer (leider?) jemals tun wird. Der klassische Designer, insbesondere wenn noch am Anfang seiner Laufbahn oder noch in der Ausbildung, dürfte aber sehr wohl eine Menge mehr aus diesem Buch ziehen können, als nur die oben zitierte Literaturliste – so zumindest meine Einschätzung. Es ist also nicht zuletzt eine Frage der Zielgruppe, wie man dieses Buch bewertet.</p>
<p>Aber worum geht es in „Kreativität aushalten“? Frank Berzbach geht in seinem Buch auf verschiedenste Aspekte des kreativen Arbeitens ein:</p>
<p>Im ersten Kapitel „Gestalterisch tätig sein“ definiert er zunächst die Besonderheiten der Kreativarbeit in Abgrenzung zu anderen Berufsfeldern und bereitet somit den Boden für die nachfolgenden Kapitel, die sich mit den psychologischen Aspekten des „richtig-“, „allein-“, „für andere-“, „falsch-“ und „nicht“ Arbeitens befassen.</p>
<p><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/08/MG_5500.jpg" rel="lightbox[2575]" title="_MG_5500"><img class="alignnone size-full wp-image-2589" title="_MG_5500" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/08/MG_5500.jpg" alt="" width="630" height="420" /></a></p>
<p> </p>
<p>So geht es dabei beispielsweise um sinnvolle Arten der Teamarbeit und die Rollenverteilung verschiedener Charaktertypen im Team, es geht um den richtigen Umgang mit Feedback und Kritik, um die aus Produktivitätsgesichtspunkten sinnvolle Gestaltung des eigenen Arbeitsplatzes und auch um die psychologischen Aspekte bei der Kommunikation mit Kunden und Kollegen.</p>
<p>Ein ausführlich behandeltes Thema ist die Zeit beziehungsweise das Zeitmanagement: Was sind sinnvolle Arbeitszeiten, wann und wie sollten Pausen eingelegt werden, um langfristig konztentriert arbeiten zu können, welchen Einfluss hat die in der Kreativbranche so verbreitete Nachtarbeit auf Konzentration, Produktivität und Gesundheit? Berzbach gibt hier nicht nur vage Empfehlungen sondern untermauert seine Thesen beispielsweise mit Erkenntnissen aus der Schlafforschung.</p>
<p><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/08/MG_5503.jpg" rel="lightbox[2575]" title="_MG_5503"><img class="alignnone size-full wp-image-2587" title="_MG_5503" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/08/MG_5503.jpg" alt="" width="630" height="420" /></a></p>
<p>Sehr interessant ist auch das Kapitel zu dem, was Berzbach etwas hölzern als „Telearbeit“ bezeichnet. So mag es zwar schick und entspannt sein, mit dem Notebook im Cafe zu „arbeiten“ – in Sachen Konzentration und Produktivität ist das laut Berzbach aber so ziemlich die schlechteste Wahl, die man treffen kann.</p>
<p>Auch der richtige Umgang mit Stresssituationen bis hin zur Burnoutgefahr wird in einem sehr hilfreichen Kapitel behandelt.</p>
<p>Mir selbst passierte es bei der Lektüre immer wieder, dass ich Sachverhalte, die mir „irgendwie schon immer so vorkamen“, auf einmal schwarz auf weiß und mit empirischen Daten untermauert vor mir sah. Doppelt schön: Zum einen, weil man ja irgendwie von Anfang an richtig lag, zum anderen, weil man nun endlich die letzte Bestätigung hat, die nötig war, um die vermutlich längst überfälligen Konsequenzen zu ziehen. Solche Erlebnisse machen klar, dass es sich hier nicht um einen beliebigen Ratgeber aus der Diät– und Esoterikecke handelt, sondern um einen fundierten und praxisbezogenen Denkanstoß für jeden, der kreativ tätig ist.</p>
<p> </p>
<h2>Gestaltung</h2>
<p>Gestalterisch bleibt nicht viel mehr zu sagen als <a href="http://www.typografie.de/" target="_blank">„Verlag Herman Schmidt, Mainz“</a>. Ein Flexcover mit abgerundeten Ecken macht das Buch zu einem dankbaren Begleiter in Bahn oder Park (die neu erworbenen Erkenntnisse zu sinnvollen Auszeiten wurden direkt umgesetzt ;)), die Fadenheftung erlaubt ein angenehmes Bättern ohne lästiges Aufsperren.</p>
<p>Eine Besonderheit des durchgängig zweifarbig gedruckten Buches sind die „Anstreichungen“, die auf (fast) jeder Seite die Schlüsselpassage(n) markieren und am Seitenende mit einem passenden Schlagwort versehen. Das Ganze ist farblich unaufdringlich genug gelöst, um nicht zu sehr vom Lesefluss abzulenken, ist aber wirklich hilfreich, um sich nochmal einen Überblick zu verschaffen, worum es gerade ging oder um bestimmte Passagen wiederzufinden. Einmal mehr beide Daumen hoch für den Verlag Hermann Schmidt für überaus gelungene Buchgestaltung!</p>
<p><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/08/MG_5493.jpg" rel="lightbox[2575]" title="_MG_5493"><img class="alignnone size-full wp-image-2591" title="_MG_5493" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/08/MG_5493.jpg" alt="" width="630" height="420" /></a></p>
<p><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/08/MG_5504.jpg" rel="lightbox[2575]" title="_MG_5504"><img class="alignnone size-full wp-image-2586" title="_MG_5504" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/08/MG_5504.jpg" alt="" width="630" height="420" /></a></p>
<p> </p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Unter dem Strich ein Buch, das ich jedem (angehenden) Designer ans Herz legen kann, der bereit ist, einmal über das „was“ seiner Arbeit hinauszuschauen und über das „wie“ nachzudenken. Wer schon lange in der Branche tätig ist, wird naturgemäß vermutlich weniger Neues entdecken, als der Student oder Berufseinsteiger – schon allein deshalb, weil ersterer vieles von dem, wovor Berzbach warnt, vermutlich schon am eigenen Leib erlebt und die entsprechenden Lehren daraus gezogen hat. Aber ganz egal, wie viel konkretes „Wissen“ man letztendlich aus diesem Buch zieht, das Entscheidende ist, dass es zur Reflektion über die eigenen Denk– und Arbeitsweisen anregt – und das kann niemandem schaden, egal ob Student oder „alter Hase“. Absolut lesenswert!</p>

<a href='' title='100429_pr_slider_overlay'><img width="200" height="200" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/08/100429_pr_slider_overlay-200x200.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="100429_pr_slider_overlay" title="100429_pr_slider_overlay" /></a>
<a href='' title='_MG_5504'><img width="200" height="200" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/08/MG_5504-200x200.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="_MG_5504" title="_MG_5504" /></a>
<a href='' title='_MG_5503'><img width="200" height="200" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/08/MG_5503-200x200.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="_MG_5503" title="_MG_5503" /></a>
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<a href='' title='_MG_5500'><img width="200" height="200" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/08/MG_5500-200x200.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="_MG_5500" title="_MG_5500" /></a>
<a href='' title='_MG_5494'><img width="200" height="200" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/08/MG_5494-200x200.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="_MG_5494" title="_MG_5494" /></a>
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<a href='' title='_MG_5490'><img width="200" height="200" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/08/MG_5490-200x200.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="_MG_5490" title="_MG_5490" /></a>

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		<title>Im Interview: Paul Henschel (Lux und Laune)</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 00:54:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Rudolph</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Paul Henschel als Netz-Revolutionär zu bezeichnen, wäre vermutlich übertrieben, und doch hat das von ihm gegründete Forum "Lux und Laune" in den letzten Monaten für einigen Aufruhr gesorgt und in kürzester Zeit einen enormen Bekanntheitsgrad unter Fotografen und Bildbearbeitern erreicht. Aber Paul macht ganz "nebenbei" auch noch großartige Bilder – wir haben den jungen Berliner sowohl zu seinem Engagement beim "Lux" als auch zur Fotografie gelöchert. Viel Spaß mit diesem Interview!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC_3358.jpg" rel="lightbox[2524]" title="DSC_3358"><img class="alignleft size-full wp-image-2562" title="DSC_3358" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/04/DSC_3358.jpg" alt="" width="200" height="200" /></a>Paul Henschel</strong> als Netz-Revolutionär zu bezeichnen, wäre vermutlich übertrieben, und doch hat das von ihm gegründete Forum „<a href="http://www.luxundlaune.com/forum/index.php">Lux und Laune</a>“ in den letzten Monaten für einigen Aufruhr gesorgt und in kürzester Zeit einen enormen Bekanntheitsgrad unter Fotografen und Bildbearbeitern erreicht. Aber Paul macht ganz „nebenbei“ auch noch großartige Bilder – wir haben den jungen Berliner sowohl zu seinem Engagement beim „Lux“ als auch zur Fotografie gelöchert.</p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Moin Paul, danke, dass du dir die Zeit nimmst. Stell dich unseren Lesern doch kurz vor: Wer bist du und was machst du, wenn du nicht gerade Interviewfragen beantwortest?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Hi, ich heiße Paul Henschel. Ich komme aus Berlin. Fotografie ist eigentlich noch sehr neu für mich und so habe ich mich bisher auf keinen Bereich festgelegen können – ich experimentiere viel, bin sehr sprunghaft. Ich habe keinen Anspruch auf Professionalität, was auch immer das sein mag. Mein Job als Programmierer erlaubt viele Freiheiten und so käme mir nie der Gedanke an eine Karriere in den Sinn, ich nehme die Kamera in die Hand, ohne Druck und Ambition, weil es mich reizt Vorstellungen umsetzen zu können, es macht mir Spaß und ein wenig Aderlass ists obendrein. (-:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/04/4525268635_e7184eafe2_b.jpg" rel="lightbox[2524]" title="4525268635_e7184eafe2_b"><img class="alignnone size-medium wp-image-2545" title="4525268635_e7184eafe2_b" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/04/4525268635_e7184eafe2_b-630x420.jpg" alt="" width="630" height="420" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Bevor wir zu deinen eigenen fotografischen Arbeiten kommen: Du bist Gründer und Admin von „<a href="http://www.luxundlaune.com/forum/">Lux und Laune</a>“, einem Forum, das ein wenig „anders“ ist – kannst du das Forum kurz beschreiben? Was zeichnet es aus?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Severin Sadjina und ich haben das Forum begründet. Die Idee wurde aber von vielen Leuten getragen und ist schon älter. Lux wurde geboren weil wir der Meinung waren, dass die gängigen Orte nicht die fotografischen Notwendigkeiten mitbringen die da sind: Freundschaft, Inspiration, hohes Niveau, Vielfältigkeit, freier Umgang und Ansporn. Ich war und bin in etlichen Foren und die Struktur, die so ein Portal von Haus aus bietet, kann einfach nicht die oben genannten Ansprüche abdecken. Du fängst also an, dein Klientel mit Regeln und Konventionen zu gängeln, zwingst sie, einen Beitragsschnitt einzuhalten, Wissen zu teilen und du lässt alle in dein Haus, wie sie eben kommen, groß und klein, dumm und dämlich. Man bekommt einfach das Gefühl, da wurde irgendwann einmal etwas veranschlagt, man hat dran festgehalten, und nun sitzt man auf einem Sack voller Löcher — das Momentum um wirklich einen Unterschied zu machen schon lang verpasst und unwiederbringlich. Wir haben einfach angefangen über solche und andere Dinge nachzudenken und das Medium „Forum“ neu auszulegen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Worin siehst du die Schwachstellen anderer fotografisch orientierter Communities und ist „Lux &amp; Laune“ eine Art „Gegenbewegung?“</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nein, keine Gegenbewegung, eher eine Konsequenz. Es gibt weder eine Fede noch eine Freundschaft. Aber das kann sich ja in Zukunft ändern. — Damit meine ich den freundschaftlichen Aspekt natürlich! : D Was die Schwachstellen angeht, so ziehen in meinem Kopf gerade finstere Wolken auf. Gliedern wir’s ein wenig:</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 30px;"><em>Die Regeln</em></p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 30px;">Du hast einen Haufen bescheuerter Regeln die eh niemand jemals liest, du Kategoriest und schaffst x Subforen um dem Andrang Herr zu werden, verbietest Wissensaustausch da wo er aufkommt. Stellst du in der Galerie eine Frage, dort wo der Fotograf, zu dem du aufschaust, die Früchte seiner Erfahrung ausstellt, so wirst du abgeurteilt. Stell die gleiche Frage in diesen komischen Subforen, wo sich Techniker und Analysten den ganzen Tag die Köpfe einschlagen und du kriegst alles, nur keine Antwort — und in so einen Pfuhl verirrt sich nur selten ein Fotograf. — Im Lux gibt es keine Regeln und Moderatoren. Wissen kommt da auf, wo es eben aufkommt, jedes Thema ist ein Nährboden und hat das Recht zu gedeihen. Statt Zwang und Pflicht setzen wir auf gegenseitiges Vertrauen.</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 30px;"><em>Beitragsschnitt</em></p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 30px;">Die Foren, die darauf bauen um mehr „Miteinander“ zu kultivieren sind wie ein Geisterhaus. Die Mitglieder schreiben weil sie schreiben müssen und das ist die reinste Phrasenschlacht. „Danke! Ich schau es mir in einer ruhigen Minute mal richtig an!“ hallt es da durch die kalten Gänge. Und wieder, es wird versucht etwas herbeizuzwingen, was von allein nicht so recht entstehen will. — Lux kümmern keine großen Benutzerzahlen und es spielt überhaupt keine Rolle wieviele Beiträge am Tag reinkommen. Lieber die Leute sind draußen aktiv und wenn sie eine freie Minute haben kommen sie und teilen ihre Erfahrungen mit.</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 30px;"><em>Offen für alle</em></p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 30px;">Eine persönliche Athmosphäre wird einfach nicht aufkommen, wenn du Leute ohne Hinsicht auf die Gemeinde hineinlässt. Es bricht einfach das Miteinander weg, der gegenseitige Respekt. Stell dir vor du packst Kleinkinder, Vorschüler, Gymnasiasten und Studenten zusammen. Das wird eine Mordssause, aber es kommt einfach nichts zustande. Man erlebt es eigentlich jeden Tag, einer stellt eine ernst gemeinte Frage „Wie geht dieses und jedes“ und jeder fühlt sich berufen, Antwort zu geben. Am Ende haun sie sich virtuell tot weil es keine Übereinkunft gibt. In jedem großen Fotoforum hast du ein paar kreative Köpfe, und dann hast du Techniker, Markenfetischisten, Analysten, Couchpotatoes mit Objektivsammlung in der Vitrine, etc., wie willst du die friedlich zusammenbringen? Du brauchst garnicht erst drüber nachzudenken, es geht einfach nicht, und deshalb baust du auf Regel und Zwang, die Mods schwingen die Keule und die Verwarnpunkte prasseln. Das ist das gleiche wenn du eine Metropole in der jegliche Zwischenmenschlichkeit weggebrochen ist mit einem Dorf vergleichst. In einem kleinen Dorf kennt man sich, man ist befreundet, man hilft einander, etc. — Lux sortiert nun aus. Ja, das klingt hart, aber wir tun es aus gutem Grund. Jeder der schon einmal in Habakuks Forum war oder bei Twys weiß wie groß der Unterschied ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/04/5038376821_110a064044_b.jpg" rel="lightbox[2524]" title="5038376821_110a064044_b"><img class="alignnone size-medium wp-image-2543" title="5038376821_110a064044_b" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/04/5038376821_110a064044_b-630x418.jpg" alt="" width="630" height="418" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Zu eurem Forenkonzept gehört auch, dass eine Jury über die Aufnahme von neuen Mitgliedern im Forum entscheidet. Manch einer würde das als elitäres Gehabe bezeichnen – was antwortest du auf solche Vorwürfe? </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Garnichts mehr. Ich habs versucht und ich gebe auf. Sorry aber wer den Sinn einer solchen Maßnahme nicht sieht und rennt im Leben von Schicht zu Schicht, von Kaste zu Kaste, von Stufe zu Stufe, von Position zu Position, von Clique zu Clique, von Interessengemeinschaft zu Interessengemeinschaft — der soll halt den Elite-Hammer schwingen aber ehrlich gesagt mir ist’s gleich. Jedesmal wenn dieses Thema aufkommt und du versuchst dich irgendwie zu rechtfertigen, bricht ein Donnerwetter los und mir tut es jetzt schon leid für die Drohschreiben die ihr bald im Briefkasten habt : D</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Man darf also auch Geheimnisse haben? Widerspricht das nicht dem Grundgedanken eines „demokratischen“ Internets, wo jeder jedem hilft?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich hatte es schon geschrieben, ich glaube nicht, dass Zwang irgendjemandem hilft. Egal in welch schöne Worte du’s stopfst. Du zwingst dann wenn die Dinge nicht von selbst entstehen und genau darin liegt ja das Problem. Wenn du es schaffst, die Umstände so zu kultivieren, dass etwas natürlich wachsen kann, nenn es Freundschaft, nenn es Respekt, nenn es wie du willst, dann musst du dir über harte Maßnahmen keine Gedanken mehr machen denn alles läuft und reguliert von selbst. Wer helfen möchte der hilft und irgendwann weicht auch der härteste Klotz auf und gibt, nachdem er soviel genommen hat. Zumal „Hilfe“ ein sehr schwammiger Begriff ist. Ich weiss ja, viele verstehen darunter PSD’s frei Haus, alles auf dem Silbertablett serviert, eine DVD für jeden Humbug. Hilfe kann aber auch sein: Inpiration, ein gutes Bild, ein netter Wink in die richtige Richtung, Ansporn, etc. Warum will ich zB. einen professionellen Fotografen, der seine Familie mit dem Wissen ernährt, das niemand hat außer er, nötigen, etwas auf Biegen und Brechen preiszugeben? Und lernst du am Ende wirklich wenn du keine eigene Anstrengung unternehmen musstest? Die Frage muss man sich stellen, denke ich. Und wenn du mich fragst, ich glaube nicht. Setz dich mal eine Woche lang hin und versuch einen Stil selbst zu knacken mit allen Techniken und Mitteln, die dir zur Verfügung stehen, das macht einen gewaltigen Unterschied als wenn du „Wissen“ mit dem Breiflöffel reingeschoben bekommst. Dieser Workshop-Charakter wird im Lux auch aktiv unterstützt. Da werden echte Fotos geschossen, man achtet auf das Ausgangsmaterial, da wird Licht gesetzt, die RAW’s werden allen bereitgestellt, man zeigt seine Ergebnisse, teilt seine Erfahrungen (ja, und auch PSD’s wenn’s sein muss) und der nächste baut drauf auf. Stück für Stück kommen so zum Teil verblüffende Ergebnisse zutage und jeder nimmt etwas dabei mit. Ich kenne bis heute keinen Ort, an dem Informationen so frei und locker fließen wie im Lux.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/04/5468109362_9fd6817c42_b.jpg" rel="lightbox[2524]" title="5468109362_9fd6817c42_b"><img class="alignnone size-medium wp-image-2550" title="5468109362_9fd6817c42_b" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/04/5468109362_9fd6817c42_b-630x418.jpg" alt="" width="630" height="418" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wie stehst du zu Kritik und gibt es bei Lux &amp; Laune wirklich konstruktive Bildbesprechungen?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zwiespältig. Wir haben zwei Galerien, eine offene und den Bereich Work-In-Progress. Im besten Fall wird in der offenen nicht kritisiert sondern <em>inspiriert</em> und das ist ein gewaltiger Unterschied. Wenn du in eine echte Ausstellung gehst, dann ist das immer ein Grund zum Feiern und da kommt einfach niemand und pinselt auf den Bildern rot an oder spricht herabwürdigend als wüsste er alles besser. Ich finde es wichtig, dass so ein Bereich in einem Fotoforum existiert. Ich will nicht hundert olle Bilder wegklicken bis ich eines sehe das mir gefällt, ich will bewundern und staunen. In die andere Galerie kommen die unfertigeren Sachen, die trotzdem oft recht gut sind. Dort kann dann nach Herzenslust zerpflückt werden, da wird an den RAW’s rumgemacht, da werden neue Wege in der Bearbeitung besprochen, etc. Solange die Fairness da ist sich auch einmal Schwächen einzugestehen macht das wirklich Spaß.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/04/5108107955_67baf88b16_b.jpg" rel="lightbox[2524]" title="5108107955_67baf88b16_b"><img class="alignnone size-medium wp-image-2549" title="5108107955_67baf88b16_b" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/04/5108107955_67baf88b16_b-630x387.jpg" alt="" width="630" height="387" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wie lang gibt es euer Forum nun schon? Bist du mit der bisherigen Entwicklung zufrieden? Was waren bisher die größten Herausforderungen?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Seit ca. einem halben Jahr und ja, ich bin sehr zufrieden. Herausforderungen gab es einige, angefangen mit den technischen Aspekten. Ich bin zwar Programmierer aber C++ und Maschinensprache nützen einen Kericht, wenn du an Web-Applikationen rumtüftelst. Wir wollten kein stinknormales Forum aufziehen und haben von Anfang an über Verbesserungen gebrütet. So hat es viele Nettigkeiten, die alles irgendwie leichter machen. Zum Glück helfen immer ein paar Leute mit, so haben wir das meiste recht fix realisiert. Eine weitere Herausforderung war natürlich, an gute Leute zu kommen, aber das ging eigentlich recht gut. Die Idee und das Manifest klangen natürlich vielversprechend für viele. Die haben dann irgendwann angefangen ihre Freunde einzuladen und nach und nach wuchs eine kleine aber feine Gemeinde zusammen, die man ins Herz schließen kann. Zur Zeit suchen wir Mittel und Wege auf einen eigenen Server umzuziehen, weil uns das Shared-Hosting doch manchmal den Gar aus macht. Wir haben nun von <a href="http://www.manitu.de/">manitu</a> ein 100% Sponsoring für einen eigenen Root-Server bekommen und sind sehr sehr glücklich darüber. Wenn wir den Umzug hinter uns haben, sind viele Ideen in der Schublade, viele zukünftige Herausforderungen: RAW &amp; PSD Pool, Webpage/Blog Hosting für unsere Mitglieder, ein eigener Posterdienst, ein Shop, eine Agentur die konkrete Aufträge an kleine Teams verteilt, etc. Wir sind da recht flexibel und gute Ideen kommen häufig auf.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/04/4919479135_b700c4e65c_b.jpg" rel="lightbox[2524]" title="4919479135_b700c4e65c_b"><img class="alignnone size-medium wp-image-2548" title="4919479135_b700c4e65c_b" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/04/4919479135_b700c4e65c_b-630x355.jpg" alt="" width="630" height="355" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Woher nimmst du die Motivation, viele Stunden Arbeit, Nerven und vermutlich auch Geld in ein Forum zu investieren? Welchen Nutzen ziehst du selbst daraus?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich seh‘ es nicht so wild. Ich habe zu dem Ort die gleiche Beziehung wie jeder andere auch, ich sehe es weder als mein Eigentum noch schreibe ich mir irgendeine hohe Position zu. Das gleiche gilt für Severin. Viele dort wissen nicht einmal, wer oder was dort überhaupt „leitet“ weil es a.) nicht unbedingt ersichtlich ist und b.) Leitung nicht nötig ist — ich hatte das Thema Selbstregulierung ja bereits angesprochen. Das wirklich Tolle ist, da ist viel Elan und Hilfsbereitschaft. Viele haben sich gemdeldet und helfen mit wo sie können, basteln am PHP, entwerfen Grafiken, verfassen Texte, kümmern sich um Sponsoren, stimmen über Neubewerber ab, etc. Da will ich einfach nicht von den paar Kröten sprechen die ich investiert habe, verstehst du was ich meine? Ich stehe dort im Kontakt zu vielen netten Menschen und darin besteht mein persönlicher Nutzen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/04/4866419499_a5dd643405_b.jpg" rel="lightbox[2524]" title="4866419499_a5dd643405_b"><img class="alignnone size-medium wp-image-2547" title="4866419499_a5dd643405_b" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/04/4866419499_a5dd643405_b-630x408.jpg" alt="" width="630" height="408" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Welche Voraussetzungen sollte jemand mitbringen, der in eurem Forum aufgenommen werden möchte? Was wünscht ihr euch und was für Typen wollt ihr auf keinen Fall dabeihaben?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der Ort ist ausschließlich kreativen und aktiven Köpfen vorbehalten. Natürlich wollen wir Bilder sehen und die müssen herausstechen. Papierrolle runter, Profoto angeknipst, Haarlicht auf 1/16 und technisch perfekte Bilder am Fließband, sorry aber nicht bei uns. Neben den Bildern zählt auch das Miteinander. Einmal im Monat ein Bild in die Galerie pfeffern ist einfach nicht cool. Wer auf eine persönliche(re) Komponente keine Lust hat der sucht sich eben einen anderen Platz. Grundsätzlich gibt es keine definitiven Konditionen oder Bedingungen — unsere Mitglieder stimmen nach Bauchgefühl ab und dann geht es eben gut aus oder nicht. Wir benutzen dabei einen Schnitt, den wir geheim halten und der sich auch hin und wieder ändert; am Anfang war es eher leicht hineinzukommen, zur Zeit ist es zugegeben extrem schwer. Wir versuchen eine ausgewogene Mischung zusammenzubekommen — wenn du ein paar wissbegierige Anfänger unter Erfahrenen hast kann das Impulse freisetzen von denen alle profitieren. Der Anfänger lernt im Nu dazu, weil er Tipps von Leuten bekommt, die weit über ihm sind und der Erfahrene, der vielleicht glaubt schon alles zu wissen, der fängt wieder an zu tüfteln wie früher einmal und auch er kommt weiter. Es wäre zu hart über „Ausschlußkriterien“ zu sprechen, wer genügend Selbstvertrauen hat und das <a href="http://www.luxundlaune.com/about/">Missionstatement</a> versteht und unterstützt, der soll einfach sein Glück versuchen, kann ja nur in die Hose gehen. ;-)</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/04/4691543532_a1881ab512_b.jpg" rel="lightbox[2524]" title="4691543532_a1881ab512_b"><img class="alignnone size-medium wp-image-2546" title="4691543532_a1881ab512_b" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/04/4691543532_a1881ab512_b-630x418.jpg" alt="" width="630" height="418" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Foren und Online-Communities sind gut und schön, aber es gibt ja auch noch ein Leben außerhalb des Internets (so wird zumindest gemunkelt). In welchem Verhältnis stehen bei dir Online– und Offline-Aktivitäten, gerade auch hinsichtlich Networking mit anderen Fotografen und Bildbearbeitern?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich genieße es, mit anderen rauszugehen und durch das alles ist es natürlich leichter geworden. Es kommt jetzt öfters vor, dass man sich trifft und Projekte zusammen aufzieht oder einfach nur mit der Kamera rausgeht. Bei Facebook haben wir eine eine Gruppe und da legt man schnell eine Nachricht ab „hey, hat jemand Lust in die Ausstellung XY zugehen“ oder „Die Sonne scheint, Architektursession in drei Stunden?“ Viele benutzen auch Skype, was den Kontakt extrem erleichtert. Im Lux selbst gibt es ein Forum für gemeinsame Projekte, die Idee dazu kam vom <a href="http://www.stilpirat.de/">Stilpiraten</a> Steffen Böttcher. Das ist noch recht klein, aber der Geist dahinter ist, dass man etwas zu konkreten Projekten beisteuert: Ideen, Assistenz, Equipment, Modelle, Requisiten, Bretzel und Bier, etc. Schauen wir, wie sich das noch entwickelt.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/04/Untitled-1-6.jpg" rel="lightbox[2524]" title="Untitled-1 (6)"><img class="alignnone size-medium wp-image-2544" title="Untitled-1 (6)" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/04/Untitled-1-6-630x354.jpg" alt="" width="630" height="354" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Zu deinen fotografischen Arbeiten: Seit wann fotografierst du? Welchen Stellenwert nimmt die Fotografie in deinem Leben ein?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Seit ungefär Anfang 2009, zwei Jahre und ein halbes circa. In der Einleitung hatte ich schon erwähnt, dass ich mir keinen Druck gebe. Ich habe aus irgendeinem Grund das Glück, einen guten Beruf zu haben und da drängt es mich nicht sehr, Optionen zu erwägen. Wenn ich durch die Gegend stöbere und Ausschau halte nach guten Möglichkeiten, dann fühlt sich das einfach gut an. Ich mag es, wie ruhig alles um mich herum wird, wenn ich durch den Sucher schaue. Fotografie hat somit einen großen Stellenwert in meinem Leben und die Bildbearbeitung natürlich auch, denn diesen Aspekt würde ich einfach nicht missen wollen. Fotografie und Bilbearbeitung gehen für mich Hand in Hand.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/04/Untitled-18888.jpg" rel="lightbox[2524]" title="Untitled-18888"><img title="Untitled-18888" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/04/Untitled-18888-630x470.jpg" alt="" width="630" height="470" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Deine Bilder sind teilweise recht stark bearbeitet. Würdest du ein Bild wie das aus dem Deutsche Historischen Museum (s. oben, links) noch als „Fotografie“ bezeichnen? Wo ist hier für dich die Grenze? Gibt es überhaupt eine?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ach mich kümmern Bezeichnungen und Begrifflichtkeiten nicht so. Die Leute sind auch irgendwo Phrasendrescher, dieses „nur echt wenn—“ hörst du ja öfter und in allen möglichen Belangen. Ich mache viele verschiedene Dinge, von knallbunt-kitschig bis unangetastet-roh, ich könnte mir zumindest nicht vorstellen, mich an etwas Bestimmtes ketten zu müssen. Photoshop macht einfach nur Spaß wenn du damit einigermaßen souverän umgehen kannst, aber ich versuche dabei die Fotografie nicht aus den Augen zu lassen und suche auch nach Mitteln und Wegen, um zu den Grundlagen zurückzufinden. Der Umgang mit dem Licht hat mir zB. geholfen neue Wege zu gehen und lustigerweise wirkt es sich auch auf meine Bildbearbeitung aus.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/04/Untitled-1_new.jpg" rel="lightbox[2524]" title="Untitled-1_new"><img class="alignnone size-medium wp-image-2541" title="Untitled-1_new" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/04/Untitled-1_new-630x297.jpg" alt="" width="630" height="297" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ganz spontan: 3 Fotografen die dich inspirieren oder die du bewunderst?</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.papkefoto.de/cont/">Papke</a>, <a href="http://www.grenzbild.de/">Möhle</a>, *. Das muss jetzt echt blöd klingen, weil die beiden im Lux sind aber ich sehe die Dinge pragmatisch und kenne mich sonst nicht wirklich aus. Mich inspiriert sicher vieles aber es wäre jetzt irgendwie daneben, Namen hinzuklatschen und ich habe vielleicht ein, zwei Bilder im Internet bewundert. Die beiden spreche ich hin und wieder, verfolge mit Begeisterung jedes neue Bild und natürlich hatten und haben die einen Einfluss. Ohne Andreas‘ Ansporn wäre das Unterfangen Fotografie und Bildbearbeitung nur ein sehr kurzlebiges Hobby geworden, wegen Luisa geh ich auch mal ohne Blitze vor die Türe. Den dritten Platz nehme ich als Platzhalter, da es etliche Leute gibt. Ich habe es probiert, aber in meinem Kopf kommt einfach kein klarer Dritter auf, da kommen viele Eindrücke — zu vernebelt, um einen über die anderen zu stellen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/04/Untitled-2.jpg" rel="lightbox[2524]" title="Untitled-2"><img class="alignnone size-medium wp-image-2540" title="Untitled-2" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/04/Untitled-2-630x387.jpg" alt="" width="630" height="387" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Welche Bedeutung hat deiner Meinung nach die technische Ausrüstung? Man sagt zwar immer, nicht die Kamera mache das Bild, sondern der Fotograf – trotzdem sind viele Bilder ohne entsprechende Ausrüstung schlichtweg nicht umsetzbar. Wie stehst du zu diesem Thema, welchen Teil deiner Ausrüstung hältst du für (un)verzichtbar?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ach ich benutze eben was ich habe und wenn mir etwas fehlt, dann finde ich Wege drumherum. Ich kann mit dem ganzen „geht nicht, will nicht, soll nicht, wird nicht, kann nicht, etc.“ dass du in den Foren tagtäglich hörst, nicht so viel anfangen. Ich habe HDR’s aus der Hand geschossen, ich habe Panoramen ohne Nodalpunktadapter gemacht, Polfilter digital imitiert (DIE Todsünde :D ), ich habe mit kleinen Blitzen Studiolicht emuliert, bald werde ich wohl ein Rigshot ohne Rig machen, etc. Unverzichtbar … es wäre jetzt irgendwie hohl zu sagen „Kamera,“ ich meine ich will keinen Hehl draus machen, Equipment ist wichtig und nötig — aber wichtiger noch ist für mich, dass eine Idee vorhanden ist, der Rest ist optional.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/04/4927174581_e1bb1c8685_b.jpg" rel="lightbox[2524]" title="4927174581_e1bb1c8685_b"><img class="alignnone size-medium wp-image-2542" title="4927174581_e1bb1c8685_b" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/04/4927174581_e1bb1c8685_b-630x418.jpg" alt="" width="630" height="418" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Paul, vielen Dank für deine offenen Antworten! Weiterhin viel Erfolg mit dem Lux und natürlich auch beim Fotografieren! </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe zu danken – bis dann! :)</p>
<p style="text-align: justify;">
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<p style="text-align: justify;">Weitere Bilder findet ihr in Pauls <a href="http://500px.com/molesarecoming">Foto-Portfolio</a>.</p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Wie steht ihr zu Pauls Haltung zu Online-Communities? Könnt ihr seine Meinung nachvollziehen? Wie beurteilt ihr seine Arbeiten? Statements dazu gerne in den Kommentaren!</strong></em></p>
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		<item>
		<title>Rezension - Mut zum Skizzenbuch</title>
		<link>http://www.sieben-und-achtzig.de/2011/03/28/rezension-mut-zum-skizzenbuch/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Mar 2011 13:09:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Haas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchtipp]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein leeres Blatt, weiß, unangetastet. Wer kennt das nicht? Wir sitzen vor unserem neuen Skizzenbuch und wollen keine Fehler machen, nicht die erste Seite mit einem hässlichen Gekrakel versauen. Felix Scheinberger, der Autor von "Mut zum Skizzenbuch" weiß Rat und empfiehlt, auf Seite 17 anzufangen. Dieser und andere hilfreiche Tipps zum Umgang mit seinem Skizzenbuch finden sich in seinem Buch wieder. Wir haben uns das 160 Seiten umfassende Werk aus dem Hause Verlag Hermann-Schmidt Mainz einmal genauer angesehen und berichten!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Ein leeres Blatt, weiß, unangetastet. Wer kennt das nicht? Wir sitzen vor unserem neuen Skizzenbuch und wollen keine Fehler machen, nicht die erste Seite mit einem hässlichen Gekrakel versauen. <a href="http://www.felixscheinberger.de/" target="_blank">Felix Scheinberger</a>, der Autor von „<a href="http://www.amazon.de/Mut-zum-Skizzenbuch-Skizzieren-unterwegs/dp/3874397823/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1300366833&amp;sr=8-1" target="_blank">Mut zum Skizzenbuch</a>“ weiß Rat und empfiehlt, auf Seite 17 anzufangen. Dieser und andere hilfreiche Tipps zum Umgang mit seinem Skizzenbuch finden sich in seinem Buch wieder. Wir haben uns das 160 Seiten umfassende Werk aus dem Hause <a href="http://www.typografie.de" target="_blank">Verlag Hermann-Schmidt Mainz</a> einmal genauer angesehen und berichten!</strong></p>
<h2 style="text-align: justify;">Vorwort</h2>
<p style="text-align: justify;">Zum Anfang meiner Ausbildung wurde mir die Verwendung eines Skizzenbuches nahe gelegt. Ehe ich mich versah, hatte ich selbiges auch schon in der Hand. Hier beginnt eigentlich auch schon das Dilemma. Ich sah das leere Blatt der ersten Seite vor mir und hatte Hemmungen, etwas zu zeichnen. Immerhin ist es die erste Seite eines neuen, fehlerfreien Buchs. Scheinbar bin ich nicht der einzige dem es so ergeht und vielleicht hat genau das, Felix Scheinberger dazu angeregt, ein Buch mit dem Namen „Mut zum Skizzenbuch“ zu verfassen. Eines kann ich auf alle Fälle bestätigen: „Es macht MUT!“</p>
<h2 style="text-align: justify;">Über den Autor</h2>
<p style="text-align: justify;">Felix Scheinberger wurde 1969 in Frankfurt am Main geboren und studierte Kommunikationsdesign an der FH für Gestaltung in Hamburg. Seit 1995 ist er Hauptberuflich als Illustrator tätig und kann auf einige Publikationen und Preise, wie den „Robert Binder Award 2010″, zurückschauen. Des Weiteren war er von 2007 – 2008 als Vertretungsprofessor an der FH Mainz, anschließend Gastdozent für Zeichnen und Illustration an der „Bezalel Academy of Arts and Design“ in Jerusalem tätig. Seit 2010 ist Felix Scheinberger stellvertretender Vorsitzender der „IO Illustratoren Organisation“.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/03/1.jpg" rel="lightbox[2495]" title="1"><img class="size-full wp-image-2505 alignnone" title="1" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/03/1.jpg" alt="" width="630" height="210" /></a></p>
<h2 style="text-align: justify;">Allgemeines</h2>
<p style="text-align: justify;">Der erste Eindruck zählt und bevor man auch nur einen Blick in das Buch wirft, bemerkt man die Qualität und die Liebe, mit der es produziert wurde. Metallverstärkte Ecken und ein geprägter Halbleinenband geben dem Buch das richtige „Outfit“ und machen es zu einem robusten Begleiter für den Alltag. Ab damit in die Tasche, in ein schönes Café gesetzt und das Gelesene am besten direkt ausprobiert. Für die Qualität und Verarbeitung des 160 Seiten umfassenden Werks ist der <a href="http://www.typopgrafie.de" target="_blank">Verlag Hermann-Schmidt Mainz</a> verantwortlich. „Printed in Germany with love“ ist hier nicht nur irgendeine belanglose Werbefloskel, sondern wird durchaus ernst genommen und mit aller Sorgfalt umgesetzt.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/03/2.jpg" rel="lightbox[2495]" title="2"><img class="alignnone size-full wp-image-2506" title="2" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/03/2.jpg" alt="" width="630" height="210" /></a></p>
<h2 style="text-align: justify;">Keine Zeichenschule</h2>
<p style="text-align: justify;">Im Buch selbst wird der Leser von Illustrationen des Autors durch die verschiedenen Themen geführt. Wir können dieses Buch zwar wärmstens Empfehlen, wer aber glaubt, er bekomme hier eine kompakte Zeichenschule, der fehlt. Mut zum Skizzenbuch versteht sich nach unserer Meinung eher als Motivations– und Therapiebuch vor der bekannten „Angst vor dem weißen Blatt“. Zwar werden auch Tipps zu Zeichenmaterial, Perspektive und Co. vermittelt, dennoch sehen wir die Stärken des Buches eher in Aussagen wie: „Fehler sind erwünscht!“, die vor allem dem Anfänger und den inneren Perfektionisten ins uns dazu bewegen, Fehler zuzulassen und diese als zwingend notwendig für unsere Entwicklung zu akzeptieren.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/03/3.jpg" rel="lightbox[2495]" title="3"><img class="alignnone size-full wp-image-2507" title="3" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/03/3.jpg" alt="" width="630" height="210" /></a></p>
<h2 style="text-align: justify;">Ungewöhnliche Tipps</h2>
<p style="text-align: justify;">So gut wie jeder von uns hat irgendwo ein Buch über das Thema „Zeichnen“ im Schrank und kennt grundlegende Tipps zum Zeichnen, welche von Buch zu Buch durchgekaut werden. Felix Scheinberger hat sich in „Mut zum Skizzenbuch“ für einen anderen Weg entschlossen. Anstatt Tipps zur richtigen Schraffur zu geben, empfiehlt er eher unkonventionelle Techniken wie das „Blindzeichnen“, also das Zeichnen eines Objekts, ohne dabei auf das Papier zu sehen oder das Randnotizen zu einer Skizze dazu gehören und zusammen mit der Signatur oft als stilistisches Mittel eingesetzt werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/03/4.jpg" rel="lightbox[2495]" title="4"><img class="alignnone size-full wp-image-2508" title="4" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/03/4.jpg" alt="" width="630" height="210" /></a></p>
<h2 style="text-align: justify;">Alltagstauglich?</h2>
<p style="text-align: justify;">Als Leser hat man so ein Buch gerne bei sich. Sei es, um sein Wissen nochmal aufzufrischen oder sich einfach von den Illustrationen im Buch inspirieren und ermutigen zu lassen. Nicht jedes Buch kann und will ständig in einer Tasche mit sich getragen werden. Eselsohren, verkratze und befleckte Buchdeckel sind meistens die Folge. Den Praxistest hat „Mut zum Skizzenbuch“ auf alle Fälle bestanden. Hier kommt die oben bereits erwähnte Verarbeitung zum tragen. Die metallverstärkten Ecken verhindern die Bildung von Eselsohren und das robuste Cover bekommt durch ein paar Kratzer sogar noch einen authentischeren Flair. Ob das nun im Sinne des Autors und Verlags war, können wir nicht sagen, aber den Härtetest von 5 Monaten in meiner Tasche, bei Wind und Wetter, hat es einwandfrei überstanden. Doch nicht nur der Einband ist für den alltäglichen Gebrauch gedacht, auch die Themen, die Felix Scheinberger behandelt, betreffen oft alltägliche Situationen. So scheut er nicht davor zurück, Themen wie „Zeichenverbot“ und das Zeichnen in der Öffentlichkeit anzusprechen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Fazit</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Nach unserer Meinung ist das Buch auf alle Fälle seine €29,80 wert und sollte in keinem Bücherregal fehlen, vorallem bei jenen, die noch ein leeres oder halbleeres Skizzenbuch besitzen und die Angst vor dem weißen Blatt nur zu gut kennen. Ein kleiner Wermutstropfen lässt sich aber dennoch nicht verschweigen: Sobald man richtig in den Genuss des Buches gekommen ist, ist man auch schon auf der letzten Seite angelangt und möchte am liebsten weiterlesen. Wir hoffen, dass es eventuell einen zweiten Teil des Buches geben wird, der die Materie des ersten Buches noch etwas vertiefen kann. Alles in Allem bekommt man schon während der Lektüre des Buches ein gewisses Kribbeln in den Fingern und möchte den Bleistift (den Scheinberger übrigens nur eingeschränkt für Skizzenbücher empfehlen kann) schnappen, sich nach draußen begeben und anfangen zu Skizzieren – was kann man sich von einem Buch, das Mut zum Skizzenbuch machen möchte, also mehr wünschen? Daumen hoch!</strong></p>
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		<title>How to Design – Form &amp; Format</title>
		<link>http://www.sieben-und-achtzig.de/2011/02/27/how-to-design-%e2%80%93-form-format/</link>
		<comments>http://www.sieben-und-achtzig.de/2011/02/27/how-to-design-%e2%80%93-form-format/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 27 Feb 2011 14:59:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Haas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gestaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir Menschen leben in einem vierdimensionalen Bezugssystem. Diese vier Dimensionen werden aufgegliedert in drei Raumdimensionen (Länge / Breite / Höhe) und eine, für uns als Grafikdesigner oftmals vernachlässigbare, Zeitdimension. Wir sind als Menschen daran gewöhnt, dreidimensionale Objekte zu beschreiben. So ist für uns ein Schuhkarton kein Rechteck sondern eine flache Box und ein Ball ist kein Kreis, sondern eine Kugel. Als Gestalter arbeiten wir aber die meiste Zeit auf Medien, die nur zwei Raumdimensionen zulassen, wie z.B. einem Blatt Papier oder dem Monitor.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Im letzten Artikel der Serie haben wir uns eingehend mit dem Thema der Gestaltgesetze beschäftigt. Wir haben gelernt unter welchen Umständen wir bestimmte Objekte als zusammengehörig empfinden und wann nicht. Im heutigen, zweiten Teil gehen wir nun auf die Wirkung und Aussage von Formen ein.</strong></p>
<h2 style="text-align: justify;">Vorwort</h2>
<p style="text-align: justify;">Wir Menschen leben in einem vierdimensionalen Bezugssystem. Diese vier Dimensionen werden aufgegliedert in drei Raumdimensionen (Länge / Breite / Höhe) und eine, für uns als Grafikdesigner oftmals vernachlässigbare, Zeitdimension. Wir sind als Menschen daran gewöhnt, dreidimensionale Objekte zu beschreiben. So ist für uns ein Schuhkarton kein Rechteck sondern eine flache Box und ein Ball ist kein Kreis, sondern eine Kugel. Als Gestalter arbeiten wir aber die meiste Zeit auf Medien, die nur zwei Raumdimensionen zulassen, wie z.B. einem Blatt Papier oder dem Monitor.</p>
<p style="text-align: justify;">
<h1 style="text-align: justify;">Format &amp; Grundformen</h1>
<h2 style="text-align: justify;">Das Format</h2>
<p style="text-align: justify;">Bevor wir etwas näher auf die einzelnen Grundformen, ihre Wirkung und die mit ihnen verknüpften Assoziationen eingehen werden, möchte ich mich ersteinmal dem wohl wichtigsten aller Formen beschäftigen – dem Format. Zu Beginn eines jeden Projekts steht die Frage nach dem Format, auf dem das Design später zu sehen sein wird, an erster Stelle. Was wir hier als Format wählen, ist zunächst einmal offen. Es kann von einem gewöhnlichen DIN A4 Format bis hin zu einer Häuserwand oder einer Tonscherbe, wie neulich bei einer Visitenkarte für ein griechisches Restaurant gesehen, reichen. Warum ist aber das Format einer Gestaltung so wichtig, dass wir es in diesem Artikel als erstes behandeln? Das spätere Design sollte bestmöglich mit dem uns vorgegeben Format harmonieren und vor allem funktionieren. Eine Webseite, die auf das Format DIN A4 (Hochformat) gestaltet wurde, wird einfach nicht im Web wirken können, da die meisten der heutigen Bildschirme ein Seitenverhältnis von 16:9 bzw 16:10 vorweisen. Wie wir sehen, sind wir also stets auf ein bestimmtes Format beschränkt – mal mehr, mal weniger. Das Format ist gleichzeitig die Grundfläche unserer Gestaltungsarbeiten und wie wir später im Artikel noch sehen werden, hängen einige Aspekte des Designs mit dem Verhältnis von Objekt zu seiner Grundfläche zusammen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Quadrat/Recheck</h2>
<p><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/quadrat1.jpg" rel="lightbox[2452]" title="quadrat"><img class="alignleft size-full wp-image-2476" title="quadrat" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/quadrat1.jpg" alt="" width="630" height="210" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die stabilsten und ruhigsten Grundformen, die uns begegnen, sind das Quadrat und das Rechteck. Diese ruhen auf einer ihrer Fächen und aus unserer Erfahrung können wir sagen, dass diese Formen keinerlei Bewegung darstellen. Haben wir jemals einen großen Kasten oder Karton gesehen, der einen Berg herunter rollt oder umfällt? Wohl kaum und daher ist diese Aussage wohl nachvollziehbar. Als Gestalter nutzen wir Rechtecke eigentlich schon bei jedem Produkt das wir gestalten. Schauen wir uns einmal um, erkennen wir, dass die meisten aller Medien ein rechteckiges Grundformat aufweisen. Diesen Text lesen wir gerade auf einem Rechteckigen Monitor, den Brief von Tante Inga sehr wahrscheinlich auf einem Papier im DIN A4 Format und selbst die Poster an unseren Wänden haben meist ein rechteckiges Format. Nach diesen Beispielen lässt sich auch nachvolllziehen, warum ich das Quadrat, als Sonderfall der Rechtecke, als erste Form gewählt habe. Mit dem Quadrat und dem Rechteck assoziieren wir Stabilität, Häuser, Ausgeglichenheit, Ruhe, etc.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Kreis</h2>
<p><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/kreis1.jpg" rel="lightbox[2452]" title="kreis"><img class="size-full wp-image-2469 alignnone" title="kreis" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/kreis1.jpg" alt="" width="630" height="210" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Das Nonplusultra aller Formen ist der Kreis. Eine Form ohne Anfang, ohne Ende und somit ein Symbol für die Ewigkeit. Wir Menschen sind darauf getrimmt, stets einen kausalen (Kausalität = Urasache-Wirkungs-Prinzip) Zusammenhang der Dinge zu suchen. Wen wundert es da noch, dass uns eine Form die weder ein Ende, noch einen Anfang hat, uns so sehr fasziniert? Nicht zuletzt wird diese perfekte Wirkung auch noch die stete Anwesenheit der Sonne und des Mondes unterstrichen, die scheinbar schon ewig den Himmel beherrschen und unser Dasein überhaupt erst ermöglichten. Mit dem Kreis als Grundform verbinden wir Dinge wie: Perfektion, Ruhe, Ewigkeit, Sonne, Mond, Erde, Kugeln, Bälle, etc. Auch eine frühkindliche Prägung durch die weibliche Brust wird immer wieder als Grund für unsere Affinität zu runden Formen genannt.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Dreieck</h2>
<p><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/dreieck1.jpg" rel="lightbox[2452]" title="dreieck"><img class="alignleft size-full wp-image-2471" title="dreieck" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/dreieck1.jpg" alt="" width="630" height="210" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Es weist uns die Richtung, warnt uns vor Gefahren und seine Form wurde schon im Altertum mit Spiritualität, Sexualität und Gefahr assoziiert – die Rede ist vom Dreieck. Während das Dreieck in seiner A-Form von uns als ein recht stabiles Konstrukt anerkannt wird, vebinden wir mit seiner V-Form eine gewisse Spannung, Instabilität und im Altertum wurde mit einem, auf der spitze stehenden, Dreieck der weibliche Schambereich symbolisiert. In der heutigen Zeit steht das Dreieck (A-Form) oft für eine gewisse Spiritualität. Im Mittelalter wurde in den 3 Spitzen des Dreiecks die Dreifaltigkeit gesehen und somit stand es für Geburt, Tod und Auferstehung. Ein weiterer und nicht unwichtiger Verwendungszweck des Dreiecks ist, sich seiner richtungsweisenden Wirkung zu bedienen. Ein Dreieck in A-Form wird stehts als „nach oben weisend“ verstanden, während die V-Form nach unten weist und wie eine Pfeilspitze in uns hineinzustechen droht. Wir kennen das umgedrehte Dreieck und seine warnende/aggressive Wirkung übrigens auch aus dem Straßenverkehr.</p>
<p style="text-align: justify;">
<h1 style="text-align: justify;">Sonderformen:</h1>
<h2 style="text-align: justify;">Linien</h2>
<p><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/linie.jpg" rel="lightbox[2452]" title="linie"><img class="alignleft size-full wp-image-2477" title="linie" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/linie.jpg" alt="" width="630" height="210" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Nun kommen wir, wie im Abschnitt über das Format versprochen, auf das Verhältnis von Objekt zu seiner Grundfläche (dem Format). Eine Linie ist im eigentlichen Sinne ein eindimensionales Objekt das nur eine Längenausdehnung aber keine Breite besitzt. Da wissenschaftliche Erklärungen aber nicht immer mit dem subjektiven Empfinden unserer Wahrnehmung korrelieren, versuche ich nun einmal eine gestalterische Erklärung zum Thema Linien abzugeben: „Eine Linie ist ein Rechteck mit extremen Seitenverhältnissen. Die Wirkung einer Linie wird mit dem Verhältnis, des ihre zugrunde liegenden Rechtecks, zu seiner Grundfläche wahrgenommen“. Um diese Erklärung noch etwas mehr zu veranschaulichen, bediene ich mich mal einem extremen Beispiel: Nehmen wir ein Rechteck mit den Ausmaßen 30 cm x 5 cm (L x B) und platzieren dieses Rechteck mit einem Seitenverhältnis von 6:1 nun auf ein gewöhnliches DIN A4 Format, so haben wir keine Linie sondern eher eine Fläche. Nehmen wir nun diese Fläche und setzen sie auf eine Häuserwand (Hauswand = Format), so verliert die Fläche ihre Wirkungskraft und sie wird zum Strich bzw. einer kurzen Linie.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Punkt</h2>
<p><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/punkt.jpg" rel="lightbox[2452]" title="punkt"><img class="alignleft size-full wp-image-2479" title="punkt" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/punkt.jpg" alt="" width="630" height="210" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Einen wirklichen Punkt wird es in der Gestaltung nicht geben, warum? Ein Punkt hat, streng betrachtet, keine Ausdehnung. Im Druck und auch im Webdesign haben wir aber Vorgaben, die uns die kleinste abbildbare Fläche vorgeben. Im Druck wäre das die Größe der einzelnen Druckpunkte und bei der Arbeit für Monitore die Ausdehnung der Pixel. Wie aber schon bei der Linie angesprochen, kommt es auf das Verhältnis von Ojekt zu seiner Grundfläche an. Um das beim Punkt zu visualisieren, benutze ich wieder das oben genannte Beispiel. Ein Kreis mit den Ausdehnung von 15 cm x 15 cm auf einem DIN A4 Format würde wohl niemand als Punkt bezeichnen, sondern eher als Fäche. Nehmen wir aber den Kreis und platzieren ihn nun wieder auf einer Hauswand, so wird aus der klar ersichtlichen Fläche ein winziger „Punkt“. Übrigens gehen viele bei einem Punkt immer von einer runden Fläche aus, in Wirklichkeit würden wir auch ein kleines Quadrat (siehe manche i-Punkte) und  Dreiecke als Punkte wahrnehmen, wenn das Verhältnis zur Grundfläche stimmt.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Fazit:</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wir haben in diesem Artikel einiges über die Grundflächen, das Format und die Beziehung, die beide miteinander eingehen, beschrieben. Wie man dieses Wissen nun einsetzt, ist eine Sache der Erfahrung. Wir können hier kein Patentrezept geben sondern möchten euch dazu ermutigen, mit diesen Formen zu Spielen und diese, optimalerweise mit dem Vorgängerartikel: „<a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/2010/05/16/das-fotografische-auge-i-formen/" target="_blank">Das fotografische Auge: Formen</a>“, zu kombinieren. Gute Gestaltung entsteht nicht aus dem reinen Wissen, sondern mit der Erfahrung, die man mit diesem Wissen sammelt.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Sieben und Artists: Amadeus Waltenspühl</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Feb 2011 17:01:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Rudolph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sieben und Artists]]></category>
		<category><![CDATA[amadeus]]></category>
		<category><![CDATA[design]]></category>
		<category><![CDATA[grafik]]></category>
		<category><![CDATA[illustration]]></category>
		<category><![CDATA[Live Visuals]]></category>
		<category><![CDATA[Luzern]]></category>
		<category><![CDATA[schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[waltenspühl]]></category>

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		<description><![CDATA[Die letzte "Sieben und Artists"-Ausgabe ist schon ein ganzes Weilchen her, dafür haben wir in der heutigen Folge einen wirklich beeindruckenden jungen Grafiker aus der Schweiz für euch interviewt. Viel Spaß mit den Antworten und Arbeiten von Amadeus Waltenspühl!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die letzte „Sieben und Artists“-Ausgabe ist schon ein ganzes Weilchen her, dafür haben wir in der heutigen Folge einen wirklich beeindruckenden jungen Grafiker aus der Schweiz für euch interviewt. Viel Spaß mit den Antworten und Arbeiten von <strong>Amadeus Waltenspühl</strong>!</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/profil_amadeus.jpg" rel="lightbox[2380]" title="profil_amadeus"><img class="alignleft size-full wp-image-2446" title="profil_amadeus" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/profil_amadeus.jpg" alt="" width="150" height="174" /></a><strong>Hi Amadeus, vielen Dank, dass du dir die Zeit für unser Interview genommen hast. Stell dich doch unseren Lesern kurz vor: Wer bist du, wie alt bist du, woher kommst du, und was machst du zur Zeit?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Sali Peter! Amadeus mein Name, 26 Jahre alt, sesshaft in Luzern (Schweiz), Grafiker mit der starken Tendenz zu Animation und Illustration und arbeite momentan an einem Musikvideo… unter anderem.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_3elements.jpg" rel="lightbox[2380]" title="amadeus_3elements"><img class="alignnone size-full wp-image-2384" title="amadeus_3elements" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_3elements.jpg" alt="" width="630" height="2066" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_3elements2.jpg" rel="lightbox[2380]" title="amadeus_3elements2"><img class="alignnone size-full wp-image-2385" title="amadeus_3elements2" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_3elements2.jpg" alt="" width="630" height="834" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Was und wo hast du studiert und als wie wichtig würdest du die Ausbildung für dein kreatives Schaffen beurteilen? Wärst du als Quereinsteiger heute auf dem selben Stand?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe ein Jahr lang den gestalterischen Vorkurs und drei Jahre die Fachklasse Grafik an der HSLU besucht. Dazu gehörten zwei selbstgewählte Praktika (beide in Multimedia-Agenturen). Nach meiner Ausbildung arbeitete ich zwei Jahre lang Teilzeit bei einer Multimedia-Agentur, zusätzlich als Freelancer als auch teilweise an eigenen Projekten und kleineren Aufträgen. in den letzten zwei Jahren kam ein Master-Studium (Master of Arts in Design, Animation und Illustration, HSLU) hinzu, das ich vor einigen Monaten abschliessen konnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Ob ich heute auch ohne gestalterischer Ausbildung auf dem selben Stand wäre kann ich mir nicht vorstellen. Ich denke, dass es vorallem wichtig ist seine Arbeiten kompetenter Kritik auszusetzen (und natürlich auch anzunehmen). Heute ist dies durch eine Vielzahl von kreativen Foren, Blogs und Communities im Web zu einem gewissen Grad auch ohne Studium möglich, genauso wie Tutorials, DVDs, StepbySteps, Bücher und Zeitschriften die nötigen Fachkenntnisse und technischen Aspekte abdecken können. Trotzdem ist ein zentraler Faktor, wenn man den Weg des Selbststudiums wählt, auch ein gewisses Mass an Selbstdiziplin und gesunder Selbsteinschätzung. Im Studium wird dir viel Essentielles beigebracht zu dem du eventuell im Alleingang nicht genug Motivation oder einfach nur weniger Spass hättest. Dabei ist es schwieriger dir selbst einzugestehen wo die Probleme liegen und was dich weiterbringt, als wenn ein Dozent dich darauf aufmerksam macht woran du arbeiten sollst (und dir dabei im Rahmen des Unterrichts auch das nötige Zeitfenster dazu gibt). Ich seh das bei mir selbst wenn ich routinierten Schwachsinn aus reinem Spass zeichne der mich nicht wirklich weiterbringt, hehe naja, aber das gehört irgendwie halt auch dazu, die richtige Mischung machts wohl aus.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_britcore1.jpg" rel="lightbox[2380]" title="amadeus_britcore1"><img class="alignnone size-full wp-image-2386" title="amadeus_britcore1" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_britcore1.jpg" alt="" width="630" height="887" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_britcore2.jpg" rel="lightbox[2380]" title="amadeus_britcore2"><img class="alignnone size-full wp-image-2387" title="amadeus_britcore2" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_britcore2.jpg" alt="" width="630" height="887" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Seit wann beschäftigst du dich mit dem Thema Grafikdesign und seit wann war für dich klar, dass du mit deinem Talent deinen Lebenunsterhalt verdienen möchtest?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich wurde durch meine Familie schon sehr früh mit professionellem gestalterischem Schaffen konfrontiert und habe auch immer viel gezeichnet. Trotzdem liess ich auch im gestalterischen Vorkurs an der Hochschule noch ziemlich alle Türen offen, Comics interessierten mich zu deisem Zeitpunkt wohl immer noch weit mehr als Logos. Nichts desto trotz sah ich im Grafikdesign kommerziell vielseitigere Anwendungsmöglichkeiten, es schien mir als Grund-ausbildung sinnvoller und realistischer um den Anschluss ins Berufsleben zu wagen und diese Entscheidung bereue ich auch heute keineswegs. Ich habe Typografie oder schlichtes, solides Grafikdesign längst genau so lieben gelernt wie verrückte detaillierte Comicwelten. Aktuell hat es sich zumindest was die Aufträge betrifft wieder etwas gedreht und ich zeichne und Animiere aktuell enorm viel.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_btdt4.jpg" rel="lightbox[2380]" title="amadeus_btdt4"><img class="alignnone size-full wp-image-2388" title="amadeus_btdt4" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_btdt4.jpg" alt="" width="630" height="892" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fast deine gesamte Familie ist in irgendeiner Form kreativ tätig. Wie sehr hat dich das in deinem Werdegang beeinflusst? Hast du den Arbeiten deiner Familie eher nachgeeifert, oder hast du auch versucht, dich bewusst davon abzugrenzen? Wie sehr beeinflusst dich das heute noch — macht ihr auch familienintern gemeinsame Projekte?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wenn du mit 13 ein wunderbares Alien zeichnest, stolz deinen Mitschüler präsentierst, die ebenso begeistert davon sind, zuhause aber dein Vater inhaltliche Belanglosigkeit, anatomische Mängel und die katastrophale Schraffur erwähnt, prägt das irgendwie schon. Ich würde nicht direkt sagen, dass ich meinen Eltern nachgeeifert habe, ich habe immer den Weg gesucht der für mich stimmt und liess mich dabei von allem inspirieren das mich umgibt, sei es von den Arbeiten meines Vaters oder aber dem Zeichner eines Comics usw. Familieninterne Projekte sind keine Seltenheit, wobei mein Bruder noch stärker in den elterlichen Betrieb involviert ist, als ich. Trotzdem geb ich gerne meinen Senf dazu, interner Austausch findet bei fast jedem Projekt statt. Meine Eltern nehmen somit auch heute noch viel Einfluss auf mich, man kann vielleicht gar sagen, dass sie meine grössten Fans, aber auch meine grössten Kritiker sind. Du wärst erstaunt wie oft ich zum Beispiel meine Mutter in gestalterischer Hinsicht um Rat frage und teilweise vernichtende Kritik ernte, haha.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_catillu.jpg" rel="lightbox[2380]" title="amadeus_catillu"><img class="alignnone size-full wp-image-2389" title="amadeus_catillu" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_catillu.jpg" alt="" width="630" height="969" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Du lebst, studierst und arbeitest in der Schweiz. Hat sich das für dich bisher in irgendeiner Form als Vor– oder Nachteil erwiesen? Ist es dort leichter oder schwerer, als wenn du zB in Berlin leben würdest? Willst du auch in Zukunft in der Schweiz bleiben?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Da ich bisher noch nie über einen längeren Zeitraum anderswo gearbeitet habe, kenne ich auch nur diese eine Seite und es ist relativ schwierig abzuschätzen ob ich in anderen Städten oder Länder mehr Erfolg hätte. In der heutigen Zeit verliert meiner Meinung nach der Standort selbst aber auch zunehmend an Wert zumal es als Grafiker, Animator und Illustrator praktisch kein Problem mehr ist, international tätig zu sein. Einen Teil meiner Auftraggeber habe ich nie persönlich getroffen, was mich nicht daran hindert Plakate für eine Serie in Ungarn oder ein Festival in Australien zu entwerfen. Auch ist es ein Leichtes sich im Web über das internationale Designschaffen zu informieren, welche Trends gerade vorherrschen und was wo auf der Welt gerade passiert. Zeit und Raum ist kein unüberwindbares Hindernis mehr, in meinem Fall gegebenenfalls höchstens bei Live Visuals an Events.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich könnte mir durchaus vorstellen über längere Zeit anderswo zu arbeiten, nur schon des Abenteuers und der Herausforderung wegen, trotzdem braucht es wohl erst einen triftigen Grund wie vielleicht ein äusserst verlockendes Jobangebot oder ein grosses Projekt zu diesem Entscheid?</p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignnone size-full wp-image-2390" title="amadeus_clubhardware" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_clubhardware.jpg" alt="" width="630" height="886" /></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Du hast einen unglaublichen Output. Wer deine Arbeiten verfolgt, sieht fast jeden Tag mehrere neue Arbeiten — wie zum Teufel kriegst du so viele freie Arbeiten, Beruf und früher noch Studium unter einen Hut? Schläfst du auch ab und zu?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Kaffee und Zigaretten! Zugegeben, ich bin im letzten Jahr ziemlich an meine Grenzen gestossen. Zeitgleich Studium, Job und andere Arbeiten haben mich enorm gefordert und ich geniesse die aktuelle Freiheit. Ich kann nicht abstreiten, dass ich recht vielseitig Tätig und Interessiert bin, wichtig ist dabei aber auch Prioritäten zu setzen und genau zu planen und neben Gestalterischem auch immer einen Ausgleich zu finden um Energie zu tanken.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_concepts.jpg" rel="lightbox[2380]" title="amadeus_concepts"><img class="alignnone size-full wp-image-2391" title="amadeus_concepts" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_concepts.jpg" alt="" width="630" height="790" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die klassische Frage an jeden Kreativen: Woher ziehst du deine Inspiration?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die klassische Antwort wäre womöglich: Von allen anderen favorisierten Grafiker, Designer, Illustratoren, Animatoren, Musiker.… Ja, das natürlich auch… und nicht zu knapp, aber Inspiration ist überall. Ich sehe Inspiration als ein Auswerten und Reflektieren von mir umgebenden Sachen. Je länger jemand gestalterisch und kreativ tätig ist, desto mehr kann er auch im Alltäglichsten Inspiration finden. Ich wurde im Studium beispielsweise einmal mit der noch ungewohnten Aufgabe konfrontiert, einen Stuhl zu entwerfen und in Holz umzusetzen. Durch diese differenziertere Auseinandersetzung betrachtete ich danach jeden x beliebigen Stuhl auch auf andere Weise, analysierte die Form, die Holzverbindungen, die Statik, die Proportionen, die Funktionalität, die Materialität und Struktur… vorher hingegen war es halt einfach nur ein Stuhl. Das gleiche gilt bei jeder neuen Aufgabe, jedem Auftrag und auch allem das ich zeichnerisch erfasse. Für mich hat dadurch alles seinen Reiz und es findet sich in nahezu allem Inspiration, in formaler als auch in inhaltlicher Ansicht. In der eigenwilligen Silhouette meiner Tischlampe gleichermassen wie das Legemuster meines Parkettbodens (hey, ich hab mal Webdesigns für einen Bodenleger entworfen und mich dabei mit allen erdenklichen Legemuster auseinandergesetzt…).</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="631" height="276" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=16537523&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=1&amp;color=1987DD&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="631" height="276" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=16537523&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=1&amp;color=1987DD&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_crabcycles1.jpg" rel="lightbox[2380]" title="amadeus_crabcycles1"><img class="alignnone size-full wp-image-2392" title="amadeus_crabcycles1" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_crabcycles1.jpg" alt="" width="630" height="2048" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Du machst ja auch sehr beeindruckende Livevisuals. Wie wichtig ist dir dieser Teil deiner Arbeit und worin liegt der besondere Reiz für dich?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Livevisuals sind für mich persönlich die reizvollste Vebindung von Bild, Ton und Interaktion die ich kenne. Ich war lange als Schlagzeuger in diversen Jazzbands und Human Beatbox-Artist im HipHop und Drum and Bass Bereich unterwegs und dabei relativ erfolgreich, habe dabei auch gelernt die Bühne und Improvisation zu lieben. Sachen, die durch die spätere Verschiebung zu all den Gestalterischen Tätigkeiten eher verloren gingen, mit den Visuals aber wieder zurück fanden. Bei Livevisuals kann ich wieder Improvisieren, Interagieren, direkte Stimmung vermitteln und direktes Feedback des Publikums darauf ergattern sowie auf der Bühne Aktiv sein. Ich schätze auch die Vergänglichkeit, Visuals als den reinen immerwährenden Prozess, bei jedem Auftritt neu und anders sowie die die Zusammenarbeit und der Austausch mit meinem Team (suffix) und den Mitstreiter Patrick Portmann, Tobias Bünter, Jan Van Wezemael und Simon Moser. Der Videomischer hat damit das Schlagzeug ersetzt und auch wenn ich technisch gesehen nur mit Bilder und Animationen mische, hab ich dabei öfters das Gefühl mehr Musik zu machen als der am Event vertetene DJ selbst.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="630" height="504" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=16933585&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=1&amp;color=1987DD&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="630" height="504" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=16933585&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=1&amp;color=1987DD&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="630" height="504" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=16816354&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=1&amp;color=1987DD&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="630" height="504" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=16816354&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=1&amp;color=1987DD&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="631" height="473" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=19328223&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=1&amp;color=1987DD&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="631" height="473" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=19328223&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=1&amp;color=1987DD&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_dopnoze.jpg" rel="lightbox[2380]" title="amadeus_dopnoze"><img class="alignnone size-full wp-image-2393" title="amadeus_dopnoze" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_dopnoze.jpg" alt="" width="630" height="891" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Du kannst in deinen Referenzen einige hochkarätige Kunden aufweisen. Wie kommst du an solche Kunden? Wie muss man sich so einen Projektablauf vorstellen?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Bei grösseren Kunden läuft es fast immer über mehrere Agenturen. Grosskunde beauftragt Grossagentur für ein Konzept, andere Agentur arbeitet Teilaspekte des Konzepts um und engagiert wiederum Freelancer, darunter ich… oder so ähnlich. Somit arbeite ich eher mit Agenturen als mit dem grösseren Kunden zusammen, gibt natürlich auch Ausnahmen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_flowjob.jpg" rel="lightbox[2380]" title="amadeus_flowjob"><img class="alignnone size-full wp-image-2394" title="amadeus_flowjob" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_flowjob.jpg" alt="" width="630" height="886" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wenn du dich (auf der einsamen Insel) für eines entscheiden müsstest: Skizzenbuch + Stift oder Photoshop + Tablet?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zumal ich davon ausgehe, dass es auf einer einsamen Insel keinen Strom gibt, ziehe ich das Skizzenbuch mit Stift vor ;)</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_korsettnight.jpg" rel="lightbox[2380]" title="amadeus_korsettnight"><img class="alignnone size-full wp-image-2395" title="amadeus_korsettnight" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_korsettnight.jpg" alt="" width="630" height="874" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ordne die folgenden Begriffe nach Wichtigkeit (von sehr wichtig bis unwichtig) für den beruflichen Erfolg in deiner Branche (und ergänze ggf weitere):</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> Talent, </strong><strong>Kontakte, </strong><strong>Ehrgeiz, </strong><strong>Ausbildung, </strong><strong>Zeitmanagement, </strong><strong>Technisches Equipment, </strong><strong>Fachwissen, </strong><strong>kreatives Umfeld, </strong><strong>Berufserfahrung, </strong><strong>Spaß an der Arbeit</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Sehr schwierig, ich glaub es braucht definitiv alles… ich versuchs vielleicht doch:</p>
<p style="text-align: justify;">Spaß an der Arbeit, Ehrgeiz, Kontakte, Zeitmanagement, kreatives Umfeld, Fachwissen, Ausbildung, Technisches Equipment, Berufserfahrung, Talent</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="630" height="504" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=8119221&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=1&amp;color=1987DD&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="630" height="504" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=8119221&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=1&amp;color=1987DD&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_lgb9.jpg" rel="lightbox[2380]" title="amadeus_lgb9"><img class="alignnone size-full wp-image-2396" title="amadeus_lgb9" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_lgb9.jpg" alt="" width="630" height="877" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Auf den ersten Blick bist du das geborene Multitalent. Gibt es eigentlich in gestalterischer Hinsicht auch etwas, das du gar nicht kannst? Was würdest du gerne noch lernen bzw wen bewunderst du in dieser Hinsicht?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Bekannterweise hat man nie ausgelernt, ich würde noch millionen Sachen sehr gerne ausprobieren, am liebsten alles gleichzeitig, Im Ernst, da gibt es so vieles, das mich interessiert aber ich noch nicht die Zeit fand mich intensiver damit zu beschäftigen: Von 3D Modelling und komplexere 3D Animation über analoge Malerei, den Umgang mit der Dose, durchdachte Projektions– Installations– und zugehörige Maskierungstechniken, Actionscript3, Postproduction, Environments, Vertieftes Wissen über Anatomie, Material, Licht usw… Generell sehr gerne hätte ich aber auch noch viel öfters den Mut auszubrechen und entgegen den aktuellen Erwartungshaltungen der Auftraggeber zu agieren. Eine Birne zeichnen, wenn der Kunde einen Apfel wünscht — und die Birne dabei derart schmackhaft machen, dass der gewünschte Apfel noch nie ein Thema war.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="631" height="473" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=11496387&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=1&amp;color=1987DD&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="631" height="473" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=11496387&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=1&amp;color=1987DD&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_lgb11.jpg" rel="lightbox[2380]" title="amadeus_lgb11"><img class="alignnone size-full wp-image-2397" title="amadeus_lgb11" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_lgb11.jpg" alt="" width="630" height="891" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Du bedienst unglaublich viele kreative Felder. Erstaunlicherweise kennt man aber gar keine fotografischen Arbeiten von dir — Ist die Fotografie einfach nicht dein Ding, oder gibt es andere Gründe dafür?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt durchaus fotografische Arbeiten von mir, jedoch besitzen diese kaum den selben Wiedererkennungswert meiner zeichnerischen Arbeiten. Ich bin zutiefst beeindruckt von diversen Fotografen, aber liebe den Prozess vielleicht mehr als den Moment, und den reizvollen Gedanken komplett über der Realität zu stehen und Welten zu erfinden. Ich glaube ich zeichne tatsächlich viel zu gerne, als dass ich Zeit hätte mich derart mit Fotografie auseinanderzusetzen, um diese auf ein ähnlich hohes Niveau zu bringen. Es fehlt mir an technischer Erfahrung und auch Equipment. Womöglich hat es aber auch mit der bereits angesprochenen Erwartungshaltung mir gegenüber zu tun? Aktuell kommen die Leute oft zu mir, weil sie etwas von mir gezeichnetes wollen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_monom.jpg" rel="lightbox[2380]" title="amadeus_monom"><img class="alignnone size-full wp-image-2398" title="amadeus_monom" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_monom.jpg" alt="" width="630" height="1540" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wen sollten wir deiner Meinung nach als nächstes hier interviewen, und warum?<br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;">JahGringoo aka Simon Höfer, weil er ein gottverdammt durchgeknalltes Genie ist und mindestens die Weltherrschaft verdient hat. :D</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_mzo.jpg" rel="lightbox[2380]" title="amadeus_mzo"><img class="alignnone size-full wp-image-2399" title="amadeus_mzo" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_mzo.jpg" alt="" width="630" height="895" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ganz spontan: Dein aktueller Lieblinsgkünstler (im weitesten Sinne)?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Stilistisch ganz spontan Paul Pope…</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_sedelsilvester.jpg" rel="lightbox[2380]" title="amadeus_sedelsilvester"><img class="alignnone size-full wp-image-2400" title="amadeus_sedelsilvester" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_sedelsilvester.jpg" alt="" width="630" height="886" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>3 Websites (mit gestalterischem / kreativem / inspirativen Schwerpunkt), die du regelmäßig besuchst?</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://ffffound.com/" target="_blank">ffffound.com</a> | <a href="http://motionographer.com/">motionographer.com</a> | <a href="http://thefwa.com/" target="_blank">thefwa.com</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_therapy7.jpg" rel="lightbox[2380]" title="amadeus_therapy7"><img class="alignnone size-full wp-image-2401" title="amadeus_therapy7" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_therapy7.jpg" alt="" width="630" height="886" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_therapy8.jpg" rel="lightbox[2380]" title="amadeus_therapy8"><img class="alignnone size-full wp-image-2402" title="amadeus_therapy8" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_therapy8.jpg" alt="" width="630" height="886" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_therapy9.jpg" rel="lightbox[2380]" title="amadeus_therapy9"><img class="alignnone size-full wp-image-2403" title="amadeus_therapy9" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_therapy9.jpg" alt="" width="630" height="886" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Was würdest du Leuten empfehlen, die gerade in der kreativen Branche Fuß fassen wollen? Worauf kommt es an?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Kurz gesagt einfach machen, dranbleiben und nie aufgeben. Ob man dabei mit Photoshop CS5 und Wacom A4 Intuos4 arbeitet oder aber mit einer Kreide eine Wand bearbeitet ist irrelevant meiner Meinung nach.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_uw1.jpg" rel="lightbox[2380]" title="amadeus_uw1"><img class="alignnone size-full wp-image-2404" title="amadeus_uw1" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_uw1.jpg" alt="" width="630" height="879" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_uw2.jpg" rel="lightbox[2380]" title="amadeus_uw2"><img class="alignnone size-full wp-image-2405" title="amadeus_uw2" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_uw2.jpg" alt="" width="630" height="879" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_uw3.jpg" rel="lightbox[2380]" title="amadeus_uw3"><img class="alignnone size-full wp-image-2406" title="amadeus_uw3" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_uw3.jpg" alt="" width="630" height="879" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Amadeus, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast! Weiterhin viel Erfolg und viele Grüße in die Schweiz — du hast das letzte Wort!</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Herzlichen Dank für das Interesse und die Anfrage und lieben Gruss zurück nach Berlin (ich komm dich übrigens vorraussichtlich ende April mit ner Ausstellung besuchen)</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_vip8.jpg" rel="lightbox[2380]" title="amadeus_vip8"><img class="alignnone size-full wp-image-2407" title="amadeus_vip8" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2011/02/amadeus_vip8.jpg" alt="" width="630" height="886" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Amadeus im Netz:</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.suffix.tv" target="_blank">suffix.tv</a> | <a href="http://www.monom.ch" target="_blank">monom.ch</a> | <a href="http://www.videokultur.ch" target="_blank">videokultur.ch</a> | <a href="http://www.videopong.net" target="_blank">videopong.net</a> | <a href="http://www.facebook.com/amadeus.waltenspuehl" target="_blank">facebook</a></p>
<p><strong>
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<p><strong>Amadeus freut sich über euer Feedback! Was haltet ihr von seinen Arbeiten? </strong></p>
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		<title>Schönheit vs. Ästhetik: Eine subjektive Betrachtung</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 13:41:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Haas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Mal ehrlich, wer denkt nicht sofort an etwas "schönes", wenn er das Wort Ästhetik hört und umgekehrt?! Zugegebener maßen habe ich für eine ganze Weile die gleiche Ansicht gehabt. Etwas das ich für ästhetisch empfand war also auch gleich etwas schönes. Durch gewisse Dinge die in der letzter Zeit in meinem Leben passiert sind, kam ich unter anderem auf das Thema zurück und habe mir, zum ersten mal, wirklich Gedanken über die Bedeutung (subjektiv) der beiden Wörter gemacht. Dieser Artikel hat also in erster Linie nichts mit Gestaltung, Design oder Fotografie zu tun, aber ich denke das ein erweitertes Verständnis und vorallem die Ausseinandersetzung mit diesem Thema, einem bei der Arbeit helfen kann – mir erging es jedenfalls so.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Mal ehrlich – wer denkt nicht sofort an etwas „schönes“, wenn er das Wort „Ästhetik“ hört – und umgekehrt?! Zugegebener</strong><strong>maßen habe ich für eine ganze Weile die gleiche Ansicht gehabt. Etwas, das ich als „ästhetisch“ empfand, war also auch zugleich etwas „schönes“. Durch verschiedene Ereignisse, die in der letzter Zeit in meinem Leben passiert sind, kam ich unter anderem auf das Thema zurück und habe mir zum ersten mal wirklich Gedanken über die (subjektive) Bedeutung der beiden Wörter gemacht. Dieser Artikel hat also in erster Linie nichts mit Gestaltung, Design oder Fotografie zu tun, aber ich denke, dass ein erweitertes Verständnis und vor allem die Auseinandersetzung mit diesem Thema, so manchem Gestalter bei der Arbeit helfen kann – mir erging es jedenfalls so.</strong></p>
<h2 style="text-align: justify;">Prolog</h2>
<p style="text-align: justify;">Theoretisch hatte ich mir vorgenommen, hier keine Dinge aus meinem Privatleben zu posten, aber bei einer subjektiven und damit zwangsläufig persönlichen Stellungnahme ist es wohl unumgänglich, ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern, um euch den Hintergrund meiner Überlegungen etwas klarer zu machen. Wen allerdings die Vorgeschichte nicht interessiert, der kann diesen Abschnitt gerne überspringen.</p>
<p style="text-align: justify;">Alles begann kurz vor Weihnachten und damit, dass meine letzte Beziehung zerbrochen ist. Jeder wird dieses Gefühl kennen, wenn man über sich selbst, seine Fehler, seine Angewohnheiten etc nachdenkt und sich innerlich einen Spiegel vorhält. Ich habe also in letzter Zeit viel über mich selbst nachgedacht und immer wieder kam in mir der Satz auf: „Eigentlich war die Beziehung doch ganz <em>schön</em>, also warum …?“. Da haben wir es, eines der Wörter, um die es sich in diesem Artikel drehen wird, ein Wort, das mehr bedeutet als nur ein flüchtiges Gefühl oder einen kurzen aber guten Moment. Natürlich muss man in einer solchen Situation sein Leben weiter leben und so fuhr ich zum <a href="http://www.facebook.com/BPSTreff" target="_blank">4. Berliner Photoshop Treff</a>, um neue Leute kennen zu lernen, um alte Gesichter wieder zu sehen und um Andere, die ich bisher nur aus dem Netz kannte, persönlich kennen zu lernen. Genau hier kam ich dann in die Situation, die diesen Post heute inspiriert hat: Peter und ich saßen im Starbucks am Alexanderplatz, wo wir uns mit einer Bekannten verabredet hatten und genossen unseren Caramell Machiatto. Kurze Zeit später fanden wir beide uns mit Sina und ihrem Lebensgefährten in einer Diskussion über Fotografen und ihre Bildstile wieder und mir fiel, was eigentlich nur selten vorkommt, mal kein schlüssiges Argument ein, warum ich einen gewissen Bildstil nicht als „schön“ bezeichnen würde. Mir fiel es schwer, da mir kein passendes Wort einfiel, um zu beschreiben, dass ich diesen Bildstil zwar durchaus ganz „schick“, aber eben nicht schön finde! Das Thema beschäftigte mich noch einige Tage und so kam ich zu meinem persönlichen Schluss, dass „schick“ nicht mit „schön“ gleichzusetzen ist.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Ästhetik – Das schmeichelhafte Unbekannte</h2>
<p style="text-align: justify;">Wie ich schon angesprochen habe, unterscheide ich zwischen <em>schön</em> und <em>ästhetisch</em>, doch was ist nun in meinen Augen eigentlich die Ästhetik? Vor kurzem habe ich einem bekannten mal versucht diesen Unterschied so zu veranschaulichen: „Eine hübsche, unbekannte Frau ist zum Beispiel ästhetisch“. Um genauer zu sein ist für mich Ästhetik alles, was mich optisch, akustisch oder haptisch anspricht aber mit dem ich keine direkte Verbindung eingehe bzw. erfahre. Ein weiteres guten Beispiel hierfür ist der Ausblick von meinem Balkon. Hier schaue ich auf 8 Einfamilien-Reihenhäuser, die zusammen ein grafisch interessantes Muster bilden. Dieser Anblick schmeichelt mir optisch, aber ich habe nichts weiter mit ihm zu tun, er berührt mich nicht persönlich. Weiter gesagt könnte man den Begriff der Ästhetik auch durch „leicht verdaulich“ ersetzen. Was ästhetisch anmutet, fällt meistens nicht auf, stört nicht und drängt sich nicht mit Emotionen auf.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Schönheit – Die Vernetzung aller Sinne</h2>
<p style="text-align: justify;">Nachdem ich nun kurz versucht habe meine Ansicht zum Thema Ästhetik zu verdeutlichen, möchte ich mich nun dem Begriff der Schönheit widmen. Wie bei der Ästhetik stellt sich auch hier die Frage: „Was ist eigentlich Schönheit für mich?“. Um das vorangegangene Beispiel mit der unbekannten Frau aufzugreifen: „<em>Schön</em> wird diese Frau mit der Geschichte, die sie dir erzählt!“. Anders ausgedrückt: Aus etwas <em>ästhetischem</em> wird etwas <em>schönes</em>, wenn es mit dir in Verbindung tritt. Auf die Fotografie oder Gestaltung übertragen könnte man sagen: „Es gibt Bilder, die schön anzusehen sind – aber mehr auch nicht. Diese Bilder sind meistens gut bearbeitet, gut ausgeleuchtet und auch sonst passt eigentlich alles. Aber ihr Motiv, ihre (falls überhaupt vorhandene) Aussage ist für mich nicht erkenntlich oder relevant. Wie schon bei der Ästhetik lässt sich der Begriff der Schönheit hier auch näher klassifizieren. So ist für mich die Schönheit ein komplexes Gemisch aus Stoffen der Ästhetik, Emotionen und der eigenen Erfahrung, während die Ästhetik, meiner Meinung nach, ausschließlich einen soziokulturellen Hintergrund aufweist.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Beispiele:</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ich denke es ist ziemlich schwer, diesen Unterschied rein textlich zu beschreiben, ohne ein komplettes Buch darüber zu verfassen. Deshalb möchte ich hier einige (für mich) <em>ästhetische</em> und <em>schöne</em> Bildbeispiele aufzeigen und anhand dieser Bilder mein jeweiliges Empfinden verdeutlichen.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<p><a title="Barbie von Calvin Hollywood bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/calvinhollywood/4088780719/"><img class=" alignleft" src="http://farm3.static.flickr.com/2609/4088780719_f0322a149c.jpg" alt="" width="335" height="500" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">
<h3 style="text-align: left;">Barbie — Calvin Hollywood | Ästhetik</h3>
<p style="text-align: justify;">Das Bild, das ich als erstes Beispiel gewählt habe, ist von Calvin Hollywood. An diesem Werk lässt sich meiner Meinung nach ganz gut aufzeigen, was ich meine. Wir sehen ein gutes Bild. Die Ausleuchtung ist top und an der Bildbearbeitung gibt es auch nichts zu bemängeln. Doch was verbinde ich mit diesem Bild und was will es mir sagen? Meiner Meinung nach – nichts. Auf dem Bild sehen wir eine Person vor einem Hintergrund und das ganze versehen mit einem ziemlich simplen Titel. Wird hier irgendetwas angesprochen, was mich innerlich berührt, was mich zum nachdenken oder zur Reflektion anregt? Nicht wirklich – und sofern der Fotograf eine Bildaussage in dieses Bild stecken wollte, so kommt diese nicht bei mir an. Es bleibt bei einem flüchtigen: „Sieht gut aus!“, kommt aber über diesen Status nicht hinaus. Es weckt keinerlei Emotionen in mir und lässt mich innerlich kalt.</p>
<hr style="text-align: justify;" />
<p style="text-align: justify;">
<p><a title="142/365 Passive von brandonhuang bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/brandon-huang/5370024086/"><img class=" alignright" src="http://farm6.static.flickr.com/5010/5370024086_6561f0d123.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">
<h3 style="text-align: left;">Passive — Brandon Huang | Schönheit</h3>
<p style="text-align: justify;">Das nächste Bild ist von Brandon Huang und trägt den Titel „passive“.  Dieses Bild spricht mich einfach an. Es verheimlicht, zeigt nicht alles und bringt den Betrachter somit in einen Konflikt (gewollt?). Wenn man sich dieses Werk anschaut, muss man automatisch darüber nachdenken. Mein erster Gedanke war: „Warum sitzt dieser Mensch auf dem  Waldboden? Wer ist diese Person und was hat es mit diesen Blättern auf  sich?“. Man merkt, wie ich mich mit diesem Bild, auf einer emotionalen  Ebene, auseinander setze. In dem Bild erkenne ich keine großartige  Bildbearbeitung und allgemein sieht es sehr spontan entstanden aus. Als würde hinter diesem Bild eher  ein Gefühl, als ein Konzept stehen. Darüber hinaus weckt es in mir gleich zwei Gefühle: Einmal das Gefühl von Einsamkeit, auf der anderen Seite sehe ich diesem Bild aber auch eine gewisse Hoffnung. Diese kleinen Sprösslinge, die zwischen den Blättern aufkeimen, unterstreichen dieses Gefühl ganz gut.</p>
<hr style="text-align: justify;" />
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: left;"><a title="Wed, Nov 3rd - Surprise von Sylvain_Latouche bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/sylvain_latouche/5143193111/"><img class="alignleft" src="http://farm5.static.flickr.com/4008/5143193111_fb5a3e9ef1.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<h3 style="text-align: left;">Surprise — Sylvain Latouche | Schönheit</h3>
<p style="text-align: justify;">Bei diesem Beispiel handelt es sich bewusst um KEINE Peoplefotografie sondern um ein Still von Slvain Latouche. Was wir sehen ist eigentlich nicht viel, doch was sehe ich in diesem Bild? Das erste was ich getan habe, als ich dieses Bild entdeckte, war lächeln. Es erinnert mich an eine schöne Geste und an eine bestimmtes Szenario: Ein frisch verliebtes Paar, er ist vor ihr aufgewacht und hat ihr, vielleicht zu einem besonderen Anlass, ein Sektfrühstück ans Bett gebracht. Es ist ein sonniger Tag im Herbst und die letzten Sonnenstrahlen zaubern eine warme Lichtstimmung.<br />
Genau DAS ist es, was dieses Bild für mich ausmacht – nicht mehr aber auch nicht weniger. Dieses Gefühl macht dieses Bild zu einem, für mich, außerordentlich <em>schönen</em> Werk. Simpel aber eindrucksvoll.</p>
<hr /><a title="Silence von Rene Haas bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/renehaas/3817954089/"><img class="alignright" src="http://farm4.static.flickr.com/3512/3817954089_f3b63613f0.jpg" alt="" width="281" height="500" /></a></p>
<h3 style="text-align: left;">The Silence — Rene Haas | Ästhetik</h3>
<p style="text-align: justify;">Am Ende der Beispiele möchte ich noch ein Bild von mir selbst posten. Sicherlich ist es mein Bestreben, stets eine Message in das Bild einfließen zu lassen, aber nicht immer ist diese Message für jeden ersichtlich. Für mich <em>persönlich</em> empfinde ich dieses Bild als <em>schön</em>, da ich weiß wann, wo und wie es entstanden ist, wie ich mich dafür fast in den Dreck gelegt habe und mein Canon 70–200 2.8 L USM dafür fast im See verschwunden wäre. Nun würde ich aber <em>objektiv</em> betrachtet, ohne diesen emotionalen Bezug, dieses Bild nicht als <em>schön</em>, sondern als <em>ästhetisch</em> einstufen wollen. Ein Betrachter sieht nur diese kleine Schilfplfanze die vor dem See geschossen worden ist, sieht die Linien und den Hintergund – aber wird er zum nachdenken angeregt oder weckt es in ihm eine bestimmte Emotion? Ich glaube zwar, dass die Mehrheit bei der Betrachtung des Bildes ein positives Gefühl haben wird. Immerhin strahlt dieses Bild eine gewisse Ruhe aus – aber meiner Meinung nach war es das dann auch. Es vermittelt nichts, was aus einem <em>ästhetischen</em> ein <em>schönes</em> Bild machen würde.</p>
<hr />
<h2 style="text-align: justify;">Fazit</h2>
<p style="text-align: justify;">Nach einem relativ ausführlichen Artikel möchte ich mich mit dem Abschluss zurückhalten. Ich hoffe einfach, den ein oder anderen dazu anregen zu können, etwas mehr über Schönheit, Ästhetik und Co. nachzudenken. Vielleicht habt ihr eine gänzlich andere Ansicht als ich, vielleicht sagt ihr nach wie vor: „Schönheit und Ästhetik sind für mich das selbe, der labert aber einen Stuss!“. Da dieser Beitrag natürlich keinerlei Anspruch auf Richtig– oder gar Falzifizierbarkeit hat, ist es jedem selbst überlassen, sich dieser Überlegung anzuschließen, sie abzulehnen oder eventuell weiter auszubauen. Die Kommentare stehen euch dafür offen!</p>
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		<title>Die Rezension: Icon-, Interface- und Bannerdesign in Photoshop</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Jan 2011 17:38:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Haas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Armin Böttigheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Banner]]></category>
		<category><![CDATA[Icon]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[logo]]></category>
		<category><![CDATA[Photoshop]]></category>
		<category><![CDATA[rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn wir an Photoshop denken, so denken die meisten sicher zuerst an Beautyretuschen oder Composings, aber wer denkt schon an so etwas "simples" wie die Gestaltung von Icons oder ganzer Interfaceoberflächen? Armin Böttigheimer gibt im seinen Buch "Icon- Interface- und Bannerdesign" einen Einblick hinter die Mainstreamkulisse dieses mächtigen Programms und möchte vor allem Einsteigern den Weg in dieses Feld der Gestaltung weisen. Bevor wir uns den Inhalten des Buches widmen, haben wir für euch noch ein Interview mit dem Autor auf die Beine gestellt, in dem er sich und sein Erstlingswerk vorstellt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Wenn wir an Photoshop denken, so denken die meisten sicher zuerst an Beautyretuschen oder Composings, aber wer denkt schon an so etwas „simples“ wie die Gestaltung von Icons oder ganzer Interfaceoberflächen? Armin Böttigheimer gibt im seinen Buch „Icon– Interface– und Bannerdesign“ einen Einblick hinter die Mainstreamkulisse dieses mächtigen Programms und möchte vor allem Einsteigern den Weg in dieses Feld der Gestaltung weisen. Bevor wir uns den Inhalten des Buches widmen, haben wir für euch noch ein Interview mit dem Autor auf die Beine gestellt, in dem er sich und sein Erstlingswerk vorstellt. </strong></p>
<h2 style="text-align: justify;"><strong>Das Interview</strong></h2>
<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/12/armin.jpg" rel="lightbox[2272]" title="armin"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2299" title="armin" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/12/armin-200x200.jpg" alt="" width="200" height="200" /></a><br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Hi Armin, danke dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Ein paar Worte zu deiner Person bitte :) Wer bist du, was machst du, wo kommst du her?</strong><br />
<em>„Mein Name ist Armin Böttigheimer, ich bin gelernter Mediengestalter Digital/Print in der Fachrichtung Print und komme aus Leonberg in der nähe von Stuttgart. Ich bin nebenbei auch noch seit 2006 als Blogger tätig — auf meinem <a href="http://www.colurz.de/" target="_blank">eigenen Blog</a>, wie auch für andere Unternehmen. Tja und neben einigen Dingen mehr, bin ich nun seit kurzem auch als Autor unterwegs.“</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Buch „Icon-, Interface– und Bannerdesign in Photoshop — Praxishilfe für Einsteiger“ ist dein Erstlingswerk, wie fühlt man sich als frischgebackener Autor? </strong><br />
<em>Wie fühlt man sich da eigentlich. Muss ich mal überlegen — eigentlich nicht anders als vorher auch. Aber ich muss zugeben, dass es schon toll ist, wenn man so ein Projekt durchgezogen hat. Also schlechter fühlt man sich auf jeden Fall nicht. </em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Für alle, die selbst mit dem Gedanken spielen, ein Buch zu schreiben: Was würdest du ihnen empfehlen, wie sie an das Projekt herangehen sollten? Wie tritt man an einen Verlag heran, was sind die größten Stolpersteine auf dem Weg zum veröffentlichten Buch?</strong><br />
<em>„Ein gutes Konzept, also einen guten Fahrplan für das ganze Projekt zu haben, ist mit das Wichtigste. Plant sorgfälltig, macht Euch lieber noch ein paar Gedanken mehr, wenn es um Terminplanungen oder Inhalt geht. Es zahlt sich am Ende aus. Auf jeden Fall. Ein nicht zu unterschätzender Punkt ist, dass man eine Lektorin oder einen Lektor an der Seite hat, die zusammen mit Euch weiter am Projekt feilen und immer auch mal da sind, wenn es wieder so gar nicht klappen will. Das nimmt schon sehr viel Druck raus. An dieser Stelle gleich noch mal einen lieben Gruß an meine Lektorin!<br />
An einen Verlag heranzutreten ist eigentlich nicht besonders schwer. Schaut einfach auf den Verlagsseiten nach. Dort gibt es eigentlich immer die Möglichkeit sich und seine Idee vorzustellen. Ansonsten gibt es immer auch die Möglichkeit mal auf Veranstaltungen die Leute an den Verlagsständen anzuquatschen — einfach mal wagen, allerdings schon mit einem Konzept im Kopf. Das ist auch meiner Meinung nach der größte Stolperstein. Nur ein Buch machen wollen reicht nicht aus — man muss sich schon gut was überlegen, damit es im Verlag auch Gefallen findet.“</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Was waren die stresigsten, schönsten und deprimierendsten Phasen beim Schreiben? </strong><br />
<em>„Also die schönste Phase beim schreiben war eigentlich immer das Ende eines Kapitels. Wenn man da die letzte Seite geschrieben hat, das Kapitel vollständig ist und ein weiterer Teil des Buches Gestalt annimmt. Stressigste Phase? Da müsste ich sagen, dass es die letzten Wochen mit den ganzen kurzfristigen Korrekturen und dem starken Termindruck waren. Da muss alles sitzen und es ist wenig Luft für Fehler. Deprimierend waren dann immer die Tage an denen so gar nichts lief und man einen Workshop dann auch gerne dreimal geschrieben hat.“</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Hattest du Phasen, in denen du einfach alles hinschmeißen wolltest? </strong><br />
„Ja schon. Meistens eben dann, wenn alles zusammen kam. Zeitdruck und gerne dann auch Hardwareprobleme. Da wird die Luft schon schnell sehr dünn manchmal.“</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wie zufrieden bist du im Nachhinein mit dem fertigen Buch? Gibt es Dinge, die du heute anders lösen würdest? </strong><br />
<em>„Es gibt immer Dinge, die man im Nachhinein anders machen würde. Gerade weil man jetzt ganz andere Erfahrungswerte hat. Mit dem Buch an sich bin ich aber sehr zufrieden. Es ist ein schönes Erstlingswerk geworden.“</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Bücher über das Thema Bildbearbeitung mit Photoshop gibt es wie Sand am Meer, wie bist du auf die Idee gekommen, ein weiteres zu schreiben — und warum zum Thema Icondesign? Hast du dir das Thema selbst ausgedacht oder wurde es an dich herangetragen?</strong><br />
<em>„Die Idee zu dem Buch kam komplett von mir. Mir fiel irgendwann auf, dass es genau in diesem Bereich eigentlich noch gar kein spezielles Buch gab. Das und der Wunsch einmal ein schönes Workshop-basiertes Buch zu erstellen, gaben dann den letzten Impuls dazu.“</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>An welche Zielgruppe richtet sich dein Buch? Welches Vorwissen sollte man ggf mitbringen und wer sollte sich das Buch lieber nicht kaufen?</strong><br />
<em>„Das Buch richtet sich an interessierte Photoshoper, Mediengestalter und Grafiker, die sich in den Bereich des Icondesign mit Photoshop einarbeiten wollen. Grundsätzliche Kenntnisse von Photoshop sollten schon vorhanden sein, allerdings ist das wirklich wichtigste immer die Lust auszuprobieren und zu gestalten. Das Buch ist auch gespickt mit allerhand nützlicher Tipps und Tricks, die das allgemeine Arbeiten mit Adobe Photoshop verbessern und die eigenen Arbeitsabläufe um einiges beschleunigen. Wer hier eine Photoshop Bibel erwartet, die alle Sparten des Icondesigns abdeckt, der ist hier Falsch. Ich will Lust machen auf das Gestalten von eigenen Icons und in nachvollziehbaren Schritten den Leser zu sehenswerten Ergebnissen führen. Für Fortgeschrittene Anwender gibt es vielleicht mal ein eigenes Buch — who knows?“</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Welchen Stellenwert hat das Medium (Lehr-)Buch deiner Meinung nach heute noch in unserer digitalisierten Welt? Wo siehst du seine Stärken?</strong><br />
<em>„Ein Buch ist einfach ein Buch. Für mich ist es noch immer deutlich angenehmer mit einem Buch zu arbeiten, als mit anderen Medien. Da gehen die Meinungen natürlich stark auseinander. Für mich jedenfalls hat ein Buch eine entscheidenden Vorteil — hier kann ich unkompliziert das Tempo vorgeben und „offline“ arbeiten. Kein Strom bzw. Akku notwendig, keine Workstation, kein Bildschirm. Die schlichte Information in meinen Händen. Das gefällt mir.“</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em><br />
</em></p>
<h1 style="text-align: justify;">Die Rezension<em><br />
</em></h1>
<h2 style="text-align: justify;">Du, Ich und das Icon</h2>
<p style="text-align: justify;">So witzig diese Überschrift auch klingen mag, genau dieses Gefühl übermittelt dieses Buch dem Leser. Armin versteht sich in seinem Erstlingswerk nicht als allwissender Didakt, der den Leser mit möglichst viel unnötigem Wissen vollstopfen möchte, sondern eher als der nette Grafiker von nebenan. Genau diese Schreibweise ist es, die dieses Buch vorallem für Einsteiger in die Thematik empfehlenswert macht. Natürlich kommt man in einem Einsteigerbuch nicht gänzlich um eine theoretische Erklärung herum, doch wurde das ganze hier gekonnt verpackt und bleibt somit kurz und verständlich – auch für den eher praxisorientierten Einsteiger, der lieber gestaltet als sich mit Zahlen und Fakten auseinander zu setzen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/12/seite_icons.jpg" rel="lightbox[2272]" title="seite_icons"><img class="alignnone size-full wp-image-2282" title="seite_icons" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/12/seite_icons.jpg" alt="" width="630" height="236" /></a></p>
<h2 style="text-align: justify;">Tipps, Tricks und mehr davon</h2>
<p style="text-align: justify;">So wie der Leser dieses Buch aufschlägt findet er hilfreiche Anmerkungen in Form von menschlichen Icons, die einen gerne wieder an essentiell wichtige Grundlagen erinnern, welche man gerne mal in der Hitze der Gestaltung vergisst. Das schöne dabei, trotz ihrers häufigen Auftretens, wirken diese Kurzinfos nicht störend sondern ergänzend und geben einem hin und wieder das bekannte Aha-Gefühl. Diese Tipps beschränken sich aber nicht nur auf den gestalterischen Teil des Buches, sondern man findet sie in Form von farbig hinterlegten Textboxen auch im theoretischen Teil des Buches und geben einem z.B. Tipps zur schnelleren Bedienung der Benutzeroberfläche oder bei eventuell auftretenden Problemen. Sehr nett gemacht wie wir finden – das gibt Pluspunkte.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Ebeneneffekte – Ich weiß bescheid!</h2>
<p style="text-align: justify;">Selbst wer beruflich nichts mit Icon-, Interface– oder Bannerdesign zu tun hat, wird aus diesem Buch noch lernen können. So ist es ein wahres Kompendium der Ebeneneffekte von Adobe Photoshop. Ein sehr mächtiges Tool, welches in anderen Publikationen jedoch oft nur stiefmütterlich behandelt wird. Wer dieses Buch einmal durchgearbeitet hat, wird definitiv wissen, wie man „Schlagschatten“, „Schein nach außen“ und „Kontur“ richtig (und gerne auch alternativ zu ihrem eigentlichen Verwendungszweck) gebraucht.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/12/seite_interface2.jpg" rel="lightbox[2272]" title="seite_interface2"><img class="alignnone size-full wp-image-2283" title="seite_interface2" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/12/seite_interface2.jpg" alt="" width="630" height="236" /></a></p>
<h2 style="text-align: justify;">Nicht „zu viel“ erwarten</h2>
<p style="text-align: justify;">Dieses Werk versteht sich als Buch für Einsteiger, Menschen also, die erst beginnen, sich in die Thematik der drei Kategorien (Icon-, Inteface– und Bannerdesign) einzuarbeiten. Jedes dieser Felder könnte an und für sich schon ein ganzes Buch füllen und eine ausführliche Behandlung würde den Rahmen eines einzigen Buches bei weitem sprengen.</p>
<p style="text-align: justify;">Etwas verwunderlich mutet nach der Lektüre auch das Cover an, auf welchem jede Menge plastische Icons prangen, welche allerdings gar nicht im Buch behandelt werden. Sicherlich ist es möglich, das eine odere andere der abgebildeten Icons mit dem neu erworbenen Wissen selbst zu erstellen, jedoch hätte man auf Verlegerseite bei der Covergestaltung lieber auf die Werke konzentrieren sollen, deren Erstellung man auch explizit in den Workshops lernt. Sieht schön aus, trübt aber etwas den 2. Eindruck des Buches – nicht weil der Inhalt schlechter, sondern schlicht weniger ist, als das, was so vielversprechend auf dem Cover prangt. Wer vor dem Kauf jedoch einen Blick aufs Inhaltsverzeichnis wirft und sich nicht allein auf den „Serviervorschlag“ auf dem Cover verlässt, der vermeidet die potentielle Enttäuschung.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Die kleinen Dinge</h2>
<p style="text-align: justify;">Heutzutage ist es sicherlich nichts besonderes mehr, wenn einem Buch eine CD oder DVD beiliegt, dennoch finden wir es an dieser Stelle erwähnenwert. So finden sich auf der beiliegenden DVD die Testversionen von Photoshop CS5 für PC &amp; MAC, sowie jede Menge Brushes, Rohdaten &amp; Co. Was noch ein sehr nettes Feature des Buches ist, wenn auch nicht inhaltlich sondern gestalterisch, ist die Art und Weise der Bindung. So kennt jeder das Problem, das einem Buchseiten stets wieder zurückfallen, sobald man das Buch auf dem Tisch ablegt. Genau dies wird hier durch die Bindung verhindert, was das Lesen sehr angenehm gestaltet. Wortwörtlich „abgerundet“ wird das ganze durch die abgerundeten Ecken des Buches, welche sich sehr bequem Blättern lassen und die Bildung von Eselsohren weitgehend verhindern. Die beiden letzten Faktoren sind zwar keine Neuigkeit beim Verlag Addison Wesley, doch wären wir nicht Sieben und Achtzig, wenn wir solche Details unerwähnt ließen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/12/seite_animation.jpg" rel="lightbox[2272]" title="seite_animation"><img class="alignnone size-full wp-image-2284" title="seite_animation" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/12/seite_animation.jpg" alt="" width="630" height="236" /></a></p>
<h2 style="text-align: justify;">Fazit</h2>
<p style="text-align: justify;">Alles in allem kann man das Buch wirklich wärmstens empfehlen und auch uns, als Nicht-Anfänger, konnte Armin noch den ein oder anderen Kniff beibringen. Dazu kommt die natürlich-sympatische Schreibweise, die das Lesen und vor allem das Verstehen der Inhalte wesentlich erleichtert. Wie oben schon erwähnt, lohnt sich ein vorheriger Blick ins Buch, um nicht vom opulenten Cover getäuscht zu werden, doch abgesehen von solchen Kleinigkeiten ist Armin Böttigheimer hier ein voll und ganz gelungenes Erstlingswerk gelungen, das wir jedem ans Herz legen können, der Photoshop einmal abseits der ausgetretenen Retusche– und Composingpfade verwenden will.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>How to Design – Grundlagen</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 00:20:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rene Haas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gestaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[Jeder fängt mal klein an und so ist auch noch kein kreativer vom Himmel gefallen und konnte von Anfang an das, was er heute kann. Bei dem Wort Design denken viele an die Ästhetik, eben an schöne Dinge, die "gut" aussehen. Jedoch beinhaltet die visuelle Gestaltung weitaus mehr als nur die ästhetische Umsetzung. Es sind wichtige Regeln zu beachten, wenn es an die Gestaltung geht. Im ersten Teil wollen wir jedoch nicht auf die Ideenfindung eingehen, diese wird in einem späteren Beitrag behandelt. In diesem Artikel geht es um die fundamentalen Grundlagen - um die Gestaltgesetze.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vor einiger Zeit haben wir euch darum gebeten uns mitzuteilen, welche Themen ihr bei uns gerne einmal lesen würdet und darunter waren sehr viele Anfragen zum Thema „Gestaltungsgrundlagen“. Diese kleine Serie ist daher direkt unseren Lesern gewidmet.</strong></p>
<p><strong>Jeder fängt mal klein an und so ist auch noch kein kreativer vom Himmel gefallen und konnte von Anfang an das, was er heute kann. Bei dem Wort Design denken viele an die Ästhetik, eben an schöne Dinge, die „gut“ aussehen. Jedoch beinhaltet die visuelle Gestaltung weitaus mehr als nur die ästhetische Umsetzung. Es sind wichtige Regeln zu beachten, wenn es an die Gestaltung geht. Im ersten Teil wollen wir jedoch nicht auf die Ideenfindung eingehen, diese wird in einem späteren Beitrag behandelt. In diesem Artikel geht es um die fundamentalen Grundlagen — um die Gestaltgesetze.</strong></p>
<h2>Gestaltgesetze</h2>
<p>Natürlich gibt es eine einigermaßen offizielle Erklärung darüber, was Gestaltgesetze sind, aber nachdem ich mir gerade selbst noch einmal die Erklärung durchgelesen habe, erspar ich euch das Gesülze und versuche das mal zu vereinfachen. Der Mensch möchte in Mustern denken, das heißt, unser Gehirn ist stets auf der Suche nach Zusammenhängen und Mustern. Wir versuchen Objekte zu kategorisieren, um sie entsprechend einzuordnen. Genau hier treten die Gestaltgesetze in Kraft und zeigen uns auf, wie unser Gehirn dabei vorgeht. Unten haben wir die wichtigsten Gesetze für die visuelle Gestaltung einmal anhand von Beispielen aufgezeigt. Man beachte, dass es vor allem für Bewegtbilder noch einige Ergänzungen gibt, die hier nicht aufgeführt sind. Bevor wir mit den einzelnen Gesetzen beginnen, sollte gesagt werden, dass nur sehr selten ein einzelnes Gesetz in der Gestaltung zum Tragen kommt, sondern meistens mehrere gleichzeitig bestimmt werden können.</p>
<h3>Figur-Grund-Beziehung</h3>
<p><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/12/grund.jpg" rel="lightbox[2229]" title="grund"><img class="alignnone size-full wp-image-2249" title="grund" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/12/grund.jpg" alt="" width="630" height="236" /></a></p>
<p>Die Erste, und wenn nicht sogar die wichtigste der Gestaltungsregeln ist, die Figur-Grund-Beziehung (FGB). Diese Beziehung besagt, dass Objekte sich unabhängig von ihrem Hintergrund wahrnehmen lassen und der Mensch viel mehr in „wichtig“ und „unwichtig“ differenziert. Hier spielen mehrere Faktoren eine Rolle. So werden kleinere geformte Objekte bevorzugt als Figur, große formlose Objekte hingegen als Grund, wahrgenommen. In der FGB unterscheidet man zwischen stabiler und instabiler Beziehung. Stabile Beziehungen sind in diesem Zusammenhang alle eindeutig vom Grund unterscheidbaren Objekte während instabile Beziehungen oft eine Doppeldeutigkeit in ihrer FGB aufweisen. Ein bekanntes Beispiel für eine instabile FGB ist die oben gezeigte Rubinsche Vase. Hier kann der Betrachter zwei unterschiedliche Motive wahrnehmen, jedoch nicht gleichzeitig. Zum einen eine Vase und zum anderen zwei Gesichter<br />
die sich anblicken. Ein sehr schönes fotografisches Beispiel sehr ihr hier: <a title="blue man von extranoise bei Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/extranoise/158141470/"><img src="http://farm1.static.flickr.com/46/158141470_788f09acd8.jpg" alt="blue man" width="500" height="333" /></a></p>
<h3>Das Gesetz der Nähe</h3>
<p><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/12/nähe.jpg" rel="lightbox[2229]" title="nähe"><img class="alignnone size-full wp-image-2250" title="nähe" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/12/nähe.jpg" alt="" width="630" height="236" /></a></p>
<p>Das Gesetz der Nähe beschreibt, dass Objekte mit wenig Abstand als zusammengehörig wahrgenommen und somit als Gruppierung angesehen werden. Ein nettes Beispiel ist hier das Betrachten eines großen Mehrfamilienhauses, wo alle Fenster recht nahe beieinander liegen. Hier nimmt unser Gehirn nicht jedes Fenster für sich war, sondern wir sehen diese Fenster als Gruppe.</p>
<h3>Gesetz der Geschlossenheit</h3>
<p><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/12/closed.jpg" rel="lightbox[2229]" title="closed"><img class="alignnone size-full wp-image-2251" title="closed" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/12/closed.jpg" alt="" width="630" height="236" /></a></p>
<p>Unsere Wahrnehmung nimmt Objekte, die sich in einem geschlossenen Sektor aufhalten, als zusammengehörig wahr. Dieses Gesetz ist ein recht dominantes Gestaltgesetz und übertrifft in seiner Wirkung das eher rezessive Gestaltgesetz der Nähe. So ist es nicht nötig (aber dennoch möglich), Objekte in einem geschlossenen Raum mit dem Gesetz der Nähe oder der Ähnlichkeit zu gestalten, da die dominante Wirkung der Geschlossenheit die beiden anderen Prinzipien in Ihrer Wirkung übertrifft. Wie schon beschrieben, kann man diese Gestaltgesetze dennoch zur Unterstützung der Gesamtheit einsetzen.</p>
<h3>Gesetz der Ähnlichkeit</h3>
<p><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/12/aehnlickeit.jpg" rel="lightbox[2229]" title="aehnlickeit"><img class="alignnone size-full wp-image-2252" title="aehnlickeit" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/12/aehnlickeit.jpg" alt="" width="630" height="236" /></a></p>
<p>Weisen mehrere Objekte gleiche Attribute wie Tonwert, Größe und/oder Ausrichtung auf, so werden sie als zusammengehörig angesehen. Dieses Gesetz kann vor allem mir dem vorher vorgestellten Gesetz der Nähe konkurrieren, wenn sich z.B. der Abstand zwischen den einzelnen Objekten erhöht. Andererseits kann ein geringerer Abstand dem Gesetz der Ähnlichkeit zugutekommen und unterstützend wirken. Als Beispiel soll uns auch hier wieder ein großes Mehrfamilienhaus, genauer gesagt dessen Fenster, dienen. Wir erkennen alle Fenster als zusammengehörig, da sie in den meisten Fällen dieselbe Größe und/oder dieselbe Form besitzen. Wenn wir uns aber die Fenster einmal einzeln betrachten, wird uns auffallen, dass sich die Fenster jedoch durch Querbalken, Vorhänge oder andere Details voneinander Unterscheiden — dies ändert jedoch nichts daran, dass wir sie als Gruppe wahrnehmen.</p>
<h3>Gesetz der Prägnanz</h3>
<p><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/12/praegnanz.jpg" rel="lightbox[2229]" title="praegnanz"><img class="alignnone size-full wp-image-2253" title="praegnanz" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/12/praegnanz.jpg" alt="" width="630" height="236" /></a></p>
<p>Auch bekannt unter dem Namen „Prägnanzgesetz“, bezeichnet diese Gestaltungsregel, dass Objekte, die sich von anderen in ihrer direkten Umgebung unterscheiden, bevorzugt wahrgenommen werden. So wird in einer Gruppe voller Kreise derjenige zuerst wahrgenommen, der sich am meisten von den anderen unterscheidet. Dies kann durch eine Einfärbung, eine Größenänderung oder gar durch eine gänzlich andere Form erzeugt werden. Zu unserem Beispielhaus: Hier könnte man zum Beispiel Aufmerksamkeit erzeugen, indem man in einem der Zimmer das Licht einschaltet oder knallige Vorhänge hinter den Fenstern platziert, wenn alle anderen nur weiße bzw. gar keine Vorhänge vorweisen.</p>
<h3>Gesetz der Erfahrung</h3>
<p><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/12/erfahrung.jpg" rel="lightbox[2229]" title="erfahrung"><img class="alignnone size-full wp-image-2254" title="erfahrung" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/12/erfahrung.jpg" alt="" width="630" height="236" /></a></p>
<p>Das Gesetz der Erfahrung ist eines der komplizierteren Gesetze in der Gestaltung. Hier muss man als Kreativer Vorsicht walten lassen und wissen, wo und vor allem wer die Gestaltung sieht. So erkennt der normal gebildete Europäer die oben gezeigten 3 Linien auf Anhieb als ein E — Analphabeten oder Angehörige eines anderen Kulturkreises mit anderen Schriftzeichen (kyrillische, arabische und asiatische Schriftzeichen) werden jedoch Probleme haben, da sie sich an die Grundform eines E nicht gewöhnt haben.</p>
<h3>Gesetz der durchgehenden Linien</h3>
<p><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/12/linie.jpg" rel="lightbox[2229]" title="linie"><img class="alignnone size-full wp-image-2255" title="linie" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/12/linie.jpg" alt="" width="630" height="236" /></a></p>
<p>Unsere Wahrnehmung geht bei der Erfassung von Linien grundsätzlich davon aus, dass sie einem bestimmten Weg folgen. Dieser Weg ist stets der einfachste aller Möglichkeiten. So sehen wir die zwei oben gezeigten Linien nicht als Linien an, die in einem scharfen Winkel abbiegen, sondern als zwei Linien, die einander kreuzen und ihren bisherigen Weg geradlinig fortsetzen. Dieses Gestaltgesetz wirkt auch bei einer Unterbrechung der Linien. Unser Gehirn vervollständigt fehlende Abschnitte. Besonders gerne wird dieses Gesetz angewandt, um den Betrachter in eine bestimmte Richtung zu weisen. So ist es z.B. möglich, bei einem Brief, Flyer oder ähnlichem eine Linie in der unteren Ecke anzudeuten und diese am oberen, entgegengesetzten Ende weiterzuführen und den Mittelteil der Linie wegzulassen. Unser Gehirn erkennt dieses Muster und wird die Line vervollständigen und im besten Falle die Augen des Betrachters an ihr entlang führen.</p>
<h3>Gesetz der einfachen Gestalt</h3>
<p><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/12/gestalt.jpg" rel="lightbox[2229]" title="gestalt"><img class="alignnone size-full wp-image-2256" title="gestalt" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/12/gestalt.jpg" alt="" width="630" height="236" /></a></p>
<p>Im Gesetz der einfachen Gestalt geht es nicht etwa um eine Designrichtung wie etwa dem „Minimalismus“, sondern es geht viel mehr darum, dass unsere Wahrnehmung dazu neigt, komplexe Formen in ihre Grundfiguren aufzuspalten. So sehen wir im oben genannten Beispiel kein Quadrat, das in einem bestimmten Winkel in eine Rundung übergeht, sondern ein Quadrat und einen Kreis die vor– oder hintereinanderliegen. Dieses Gestaltgesetz kann man wunderbar selbst ausprobieren, indem man einfach Objekte etwas unscharf betrachtet. Man wird bemerken, dass Dächer als Rechtecke, ein Hocker als Quadrat oder der Monitor als ein waagerecht liegendes Rechteck, das auf einem senkrecht stehenden Rechteck steht, welches wiederum auf einen Kreis ruht — das kann bei euch natürlich je nach Objektbeschaffenheit variieren.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Sicher gibt es noch einige andere Gestaltgesetze (über 100), dennoch bilden die oben genannten Prinzipien den Grundstamm und haben sich nun seit mehr als 100 Jahren etabliert (als formuliertes „Gesetz“, als Wahrnehmungprozess existieren sie natürlich schon seit grauer Vorzeit). Auch wenn wir hier von Gestaltgesetzen sprechen, solltet ihr im Hinterkopf behalten, dass diese natürlich auch gebrochen werden können. Jedoch sollte das nicht wahllos geschehen, sondern immer in der Hinsicht, dass der gewünschte Gesamtausdruck des Gestaltungsprodukts erhalten bleibt.</p>
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		<title>Photoshops Pinseleinstellungen im Detail – Teil 1</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Nov 2010 16:21:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Rudolph</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der gute alte Pinsel ist sicherlich eines der am häufigsten genutzten Werkzeuge in Photshop. Die Pinselpalette ist nicht nur die größte, sondern auch die umfangreichste Palette - und dennoch nutzen die allermeisten Anwender nur einen winzigen Teil der Möglichkeiten dieses Werkzeugs steckt. Einstellungen wie die Pinselgröße oder -härte dürften jedem vertraut sein. Auch mit dem Pinselabstand, eventuell auch der Streuung werden viele schon experimentiert haben. Was aber hat es mit all den anderen Einstellungen auf sich?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Dieser Artikel ist der erste Teil einer Serie zu den Pinseloptionen in Photoshop. Teil 1 und 2 werden sich mit den Einstellungen im Detail befassen, Teil 3 wird kreative Anwendungsbeispiele präsentieren. Teil 2 und 3 werden im Lauf der nächsten Tage erscheinen.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der gute alte Pinsel ist sicherlich eines der am häufigsten genutzten Werkzeuge in Photshop. Die Pinselpalette ist nicht nur die größte, sondern auch die umfangreichste Palette — und dennoch nutzen die allermeisten Anwender nur einen winzigen Teil der Möglichkeiten dieses Werkzeugs steckt. Einstellungen wie die Pinselgröße oder –härte dürften jedem vertraut sein. Auch mit dem Pinselabstand, eventuell auch der Streuung werden viele schon experimentiert haben. Was aber hat es mit all den anderen Einstellungen auf sich? Was bedeutet „Struktur“, was ist ein „dualer Pinsel“ und was verbirgt sich hinter den „Transfer“-Einstellungen? Wir wollen in diesem Artikel einen Einblick in die weniger bekannten Funktionen der Pinselpalette geben und versuchen, neue kreative Anwendungsmöglichkeiten vorzustellen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Ein Pinsel ist nicht nur ein Pinsel</h2>
<p style="text-align: justify;">Bevor wir uns den konkreten Einstellungsmöglichkeiten der Pinselpalette zuwenden, wollen wir kurz besprechen, auf welche Werkzeuge diese sich überhaupt auswirken. Anders als man zunächst vielleicht annehmen sollte, gelten die Einstellungen der Pinselpalette nämlich nicht nur für das eigentliche Pinselwerkzeug [B], sondern darüber hinaus auch für eine ganze Reihe weiterer Werkzeuge:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Pinselwerkzeug</li>
<li>Buntstiftwerkzeug</li>
<li>Mischpinselwerkzeug (ab CS5)</li>
<li>Kopierstempelwerkzeug</li>
<li>Musterstempelwerkzeug</li>
<li>Protokollpinselwerkzeug</li>
<li>Kunstprotokollpinsel</li>
<li>Radiergummiwerkzeug</li>
<li>Weichzeichnerwerkzeug</li>
<li>Scharfzeichnerwerkzeug</li>
<li>Wischfingerwerkzeug</li>
<li>Abwedler-Werkzeug</li>
<li>Nachbelichter-Werkzeug</li>
<li>Schwamm-Werkzeug</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">All diese Werkzeuge werden in ihrer Wirkung durch die Einstellungen in der Pinselpalette beeinflusst. Dies sollte man im Hinterkopf behalten, da ein unerwartetes Verhalten etwa des Stempelwerkzeugs fast immer auf falsche beziehungsweise unbeabsichtigte Einstellungen in der Pinselpalette zurückzuführen sind. Allerdings stehen nicht bei allen genannten Werkzeugen alle Optionen der Werkzeugpalette zur Verfügung, so bietet zum Beispiel der Radiergummi (verständlicherweise) keine Optionen bei den „Farbeinstellungen“.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Überblick über die Pinselpalette</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Pinselpalette (zu finden über „Fenster“ &gt; „Pinsel“ oder über den Shortcut „F5“) kommt optisch ziemlich vollgepackt daher — schließlich birgt sie auch einiges an Einstellungsmöglichkeiten. Um einen ersten Überblick zu schaffen, wollen wir zunächst den groben Aufbau der Palette erklären:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/09/palettenuebersicht.jpg" rel="lightbox[2025]" title="palettenuebersicht"><img class="alignnone size-full wp-image-2029" title="palettenuebersicht" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/09/palettenuebersicht.jpg" alt="" width="630" height="513" /></a></p>
<h3 style="text-align: justify;">A — Das „Menü“</h3>
<p style="text-align: justify;">In diesem Bereich lassen sich wie über eine Navigation verschiedene Unterbereiche der Ebenenpalette anspringen. Aber Vorsicht, dies birgt (wie die Pinselpalette generell) ein kleines Interface-Verständnis-Problem: Die einzelnen Punkte lassen sich nicht nur durch einen Klick auf die Checkbox am linken Rand aktivieren, sondern man erreicht durch einen Klick auf den Eintrag selbst weitere Einstellungsmöglichkeiten zum jeweiligen Unterpunkt. Aktiviert man lediglich die Checkbox, wird die jeweilige Option mit den Standard– bzw mit den zuletzt angewendeten Werten aktiviert. Weiterhin tückisch in diesem Bereich: Lediglich die Punkte „Pinselform“ bis „Transfer“ haben weitere Einstellungsmöglichkeiten. Die Eintrage unter dem (nicht wirklich deutlichen) Trennstrich („Rauschen“ bis „Struktur schützen“) bieten keine weiteren Optionen und können lediglich ein– oder ausgeschaltet werden. Beachten sollte man auch: Man kann einen Unterbereich nicht anklicken, ohne ihn dabei gleichzeitig auch zu aktivieren. Wer also lediglich mal schauen möchte, was sich hinter einem der Einträge verbirgt, muss die Option hinterher durch einen Klick auf die Checkbox wieder deaktivieren.</p>
<h3 style="text-align: justify;">B — Die Optionen</h3>
<p style="text-align: justify;">In diesem Bereich lassen sich die Einstellungen zu den Punkten „Pinselform“ bis „Transfer“ vornehmen. Richtig gelesen, auch „Pinselform“ ist anklickbar und bietet weitere Optionen. Unzählige Fragen und Forenthreads beruhen darauf, dass den Anwendern schlicht und einfach nicht klar ist, dass es sich hierbei um einen klickbaren Eintrag handelt — leider hält sich dieses Interface-Desaster hartnäckig seit unzähligen Programmversionen.</p>
<h3 style="text-align: justify;">C — Die Vorschau</h3>
<p style="text-align: justify;">Der untere Bereich der Pinselpalette bietet eine Vorschau der aktuellen Pinseleinstellungen. Aber Vorsicht, nicht alle Optionen werden dargestellt! Die „Farbeinstellungen“ beispielsweise gehen überhaupt nicht in die Vorschau mit ein. Sie ist somit zwar ein guter Anhaltspunkt, aber bei weitem keine absolut zutreffende Voransicht des realen Pinselstrichs. Hinzu kommt, dass Faktoren wie die Neigungs– und Drucksensitivität bei der Arbeit mit einem Stifttablett in der Vorschau natürlich wenn überhaupt nur stilisiert dargestellt werden können. Für eine zuverlässige Überprüfung der vorgenommenen Einstellungen ist ein „echter“ Pinselstrich also meist unerlässlich.</p>
<h1 style="text-align: justify;">Die Optionen im Detail</h1>
<p style="text-align: justify;">Nachdem wir uns nun einen Überblick über den Aufbau der Pinselpalette verschafft haben, wollen wir uns den konkreten Einstellungsmöglichkeiten und ihren Auswirkungen auf ein konkretes Beispiel zuwenden.</p>
<p style="text-align: justify;">Zunächst noch eine kurze Anmerkung: Der mit CS5 neu hinzugekommene <strong>Mischpinsel</strong> ist aus Platzgründen nicht Teil dieses Artikels. Hier soll es vorerst wirklich nur um die althergebrachten Pinseleinstellungen gehen. Zum Mischpinsel wird es in Kürze aber einen eigenen Artikel geben.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Pinselform</h2>
<p style="text-align: justify;">Der Eintrag „Pinselform“ beinhaltet auf den ersten Blick nicht viel mehr als das, was auch im normalen Pinsel-Kontextmenü (Rechtsklick bei aktivem Pinselwerkzeug) zur Verfügung steht: Auswahl einer vorgespeicherten Pinselspitze, Auswahl der Pinselgröße und Pinselhärte — all das erreicht man auch über den Rechtsklick. „Pinselform“ in der Pinselpalette birgt aber noch einige nicht zu verachtende Funktionen:</p>
<h3 style="text-align: justify;">Spiegeln</h3>
<p style="text-align: justify;">Mit den beiden Checkboxen „x-Achse spiegeln“ und „y-Achse spiegeln“ lässt sich — oh wunder — die Pinselspitze waagerecht beziehungsweise senkrecht spiegeln. Dies kann in vielen Situationen hilfreich sein, beispielsweise wenn man sich präzise beidseitig an eine Kontur „herantasten“ möchte oder wenn man allzu identische Pinselstriche vermeiden will. Dass beide Checkboxen bei einem normalen Rundpinsel keine weiteren Auswirkungen haben, braucht ja hoffentlich nicht weiter erläutert werden — eine Spiegelung macht natürlich nur dann Sinn, wenn sie den Pinselstrich auch effektiv verändert.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Winkel</h3>
<p style="text-align: justify;">Der „Winkel“ ist eine ebenso einfache wie nützliche Einstellung, die einem viel Arbeit ersparen und vor allem vor all zu wilden Verrenkungen bewahren kann. Die Funktion ist simpel: Die Pinselspitze wird schlicht dem eingestellten Winkel entsprechend gedreht. Der Winkel (positiv wie negativ) kann dabei auf drei verschiedenen Wegen eingegeben werden: Zum einen natürlich numerisch über das Eingabefeld, durch Klicken und Ziehen auf dem Wort „Winkel“ (<a href="http://digitaldailydose.wordpress.com/2008/10/29/photoshop-scrubby-sliders/" target="_blank">„Scrubby Slider“</a>, das funktioniert übrigens bei den meisten numerischen Eingabefeldern in Photoshop), oder aber durch Klicken und Ziehen in der kleinen Kreisdarstellung rechts der Eingabefelder. Die Option „Winkel“ hat seit der Programmversion CS5 allerdings einiges an Bedeutung verloren, denn seither lässt sich der selbe Effekt in den meisten Fällen wesentlich intuitiver erreichen: Statt der Pinselspitze dreht man ab CS5 einfach die komplette Arbeitsfläche (bzw. deren Ansicht). Das Drehen der Arbeitsfläche war zwar auch schon in CS4 möglich, hier drehte sich die Pinselspitze allerdings noch mit, so dass der Pinsel (relativ zur Arbeitsfläche) effektiv nicht gedreht wurde. Dies wurde in CS5 (erfreulicherweise) geändert, so dass das temporäre Drehen der Arbeitsfläche (R gedrückt halten, klicken, ziehen) in vielen Fällen der intuitivste Weg sein dürfte, um den Pinsel in den aktuell benötigten Winkel zu drehen. Für eine dauerhafte Drehung oder eine präzise numerische Gradeingabe hat die Winkel-Einstellung aber natürlich auch weiterhin ihre Berechtigung.</p>
<h3 style="text-align: justify;">Rundheit</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Wirkung des Reglers „Rundheit“ wird vornehmlich bei kreisrunden Pinselspitzen verständlich: 100% entsprechen einem perfekten Kreis, verringert sich der Wert, wird der Kreis von zwei Polen her zusammengestaucht, so dass die Pinselspitze die Form einer immer flacher werdenden Ellipse annimmt. Eingestellt wird die Rundheit wie auch der Winkel entweder durch numerische Eingabe, durch den „Scrubby Slider“ oder durch Klicken und Ziehen auf einen der beiden Punkte in der Miniaturdarstellung. Bei runden Pinselspitzen lassen sich mit entsprechend reduzierter Rundheit in Kombination mit der Einstellung „Winkel“ sehr schnell Effekte wie mit einer Kalligrafiefeder erzielen. Pinselspitzen mit komplexeren Formen werden durch reduzierte Rundheit oftmals hässlich zusammengestaucht, hin und wieder kann die Option aber auch hier Sinn machen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/10/samples1.jpg" rel="lightbox[2025]" title="samples1"><img class="alignnone size-full wp-image-2039" title="samples1" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/10/samples1.jpg" alt="" width="630" height="302" /></a></p>
<h3 style="text-align: justify;">Abstand</h3>
<p style="text-align: justify;">Die Funktionsweise des Reglers „Abstand“ lässt sich am besten begreifen, wenn man einen Pinselstrich in Photoshop nicht als zusammenhängenden Strich, sondern als Aneinanderreihung unzähliger einzelner Pinselabdrücke ansieht. „Abstand“ dient nun dazu, diese einzelnen Pinselabdrücke so weit voneinander zu entfernen, dass sie auch als solche wahrgenommen werden können. „Abstand“ wird zwar erst in Kombination mit anderen Optionen (insbesondere der Streuung) wirklich interessant, aber auch „Abstand“ allein kann äußerst nützlich sein, beispielsweise wenn es um eine regelmäßige, ornamentartige Kontur geht. Einen schnelleren Weg, als eine entsprechende Pinselspitze mit voreingestelltem Abstand, die man anschließend an einem Pfad entlanglaufen lässt, gibt es innerhalb von Photoshop kaum.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/10/abstand.jpg" rel="lightbox[2025]" title="abstand"><img class="alignnone size-full wp-image-2041" title="abstand" src="http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/uploads/2010/10/abstand.jpg" alt="" width="630" height="302" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Dies war der erste Teil unserer Serie zu den Pinseleinstellungen in Photoshop. Der zweite Teil wird sich mit den restlichen Optionen der Pinselpalette befassen und der dritte Teil wird einige Anregungen zur kreativen Anwendung des Pinselwerkzeugs geben. Für Wünsche und Anregungen für die kommenden Teile sind wir natürlich jederzeit offen. Gibt es eine Option, die ihr noch nie verstanden habt? </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wie nutzt ihr das Pinselwerkzeug? Malt ihr tatsächlich in Photoshop oder benutzt ihr das Werkzeug nur, um mal eben auf einer Maske etwas auszumalen? Erstellt ihr eigene Pinsel oder reichen euch die vorhandenen Spitzen aus? Inwiefern nutzt ihr die Optionen der Pinselpalette, um den Pinselstrich euren Wünschen entsprechend anzupassen? Wir sind gespannt auf eure Erfahrungsberichte!</strong></p>
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