30 Okt 2010, Geschrieben von Peter Rudolph in Rezension,Tests, 49 Kommentare
Photoshop Secrets 2 – Die Rezension
Nach rund 14 Monaten Wartezeit haben Olaf Giermann und Calvin Hollywood nun den zweiten Teil ihres Bestsellers „Photoshop Secrets“ herausgegeben. Bereits lange vor dem Erscheinungstermin führte die DVD die Ranglisten bei Amazon an. Seit dem 27.10. ist der zweite Teil nun endlich verfügbar. Wir haben uns das Training nicht nur gründlich angeschaut, sondern hatten auch die Gelegenheit, den beiden Machern einige Fragen zu ihrer Person und ihrem aktuellen „Baby“ zu stellen. Viel Spaß!
Die Macher im Interview
(Das Interview mit Calvin Hollywood und Olaf Giermann führten wir vor einigen Tagen schriftlich. Wer am Interview kein Interesse hat, kann auch direkt zur Rezension scrollen.)
Hi Calvin, Hi Olaf — danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt. Woher kennt ihr euch eigentlich, wann, wo und wie habt ihr euch kennengelernt?
Olaf: Calvin und ich waren und sind viel in Communities rund um Photoshop und Fotografie unterwegs. Da kannste dreimal raten, woher wir uns kennen! ;) Das waren fast kleine Battles zwischen uns, wer die schnellste und beste Antwort auf eine bestimmte Frage in Foren geben kann. Das muss so 2007 gewesen sein. In echt haben wir uns dann zum ersten Mal in echt auf der Photokina getroffen. Das war vor 2 Jahren in Köln.
Calvin: Wo wir uns kennengelernt haben? In Communities. Da ist Olaf mir zum ersten mal aufgefallen, und zwar immer dann, wenn er mir die Fragen weggeschnappt hat, die ich schon beantworten wollte, seis im DSLR-Forum, bei PSD-Tutorials oder in der Fotocommunity, wo er immer die Fragen vor mir beantwortet hat wenn jemand was über Photoshop wissen wollte… da habe ich Olaf zum ersten Mal kennen gelernt.
Wie seid ihr zur Bildbearbeitung gekommen und was genau habt ihr heute mit dem Programm Photoshop zu tun?
Olaf: Ich hab als Kind/Jugendlicher quasi rund um die Uhr gezeichnet und „rumgetuscht“. Also Bilder an sich waren mir schon immer wichtig. Ich war auch kurz mal im Fotoclub, aber das Rumgepansche mit Entwickler & Co war nicht so meins. Schon rein motivtechnisch ist man bei der Fotografie doch ziemlich eingeschränkt. Ich mag Science-Fiction, Fantasy und schräge Sachen. Interessant wurde es dann wieder mit den ersten erschwinglichen Digitalkameras und als ich die ersten Manipulationen am Computer machen konnte. Damals noch mit Picture Publisher. Ich hab gerade meine allererste Bildmanipulation aus dem Jahr 2001 auf einer alten CD gefunden. Aber bis 2005 hab ich Fotografie und Bildbearbeitung ziemlich schleifen lassen — da hatte ich andere Prioritäten ;) Photoshop hab ich bis dahin fast nur benutzt um Abbildungen für Vorträge innerhalb meines Studium aufzuhübschen. Heute zeige ich anderen Leuten in Videotrainings und Coachings wie man mit Photoshop arbeiten kann und ich führe auch Auftragsretuschen und Bildbearbeitungen durch. Viel Spaß macht mir da das Entwerfen von Covers für Metalbands. Aber gerade da musste ich bisher leider viele Anfragen aus Zeitmangel (studienbedingt) ablehnen.
Calvin: Ich bin mittlerweile eigentlich Vollzeit-„Calvin Hollywood“, also Trainer, Fotograf und Bildbearbeiter. Ich bin 2005 über einen Freund zu Photoshop gekommen, der hat mir das gezeigt und ich habe mich quasi sofort in das Programm verliebt. Tja und seitdem geht‘s voran, und seit 2010 mach ich das ganze hauptberuflich.
An welche Zielgruppe richtet sich eure neue DVD Photoshop Secrets 2, können auch Anfänger etwas damit anfangen oder sollte man gewisse Grundkenntnisse bereits mitbringen? Wer sollte sich die DVD auf keinen Fall kaufen?
Olaf: Als Anfänger kann man sich das anschauen, so richtig Freude kommt dann aber nicht auf. In manchen Videos werden Auswahlen aus Kanälen geladen und es wird auch erklärt wie man das macht. Es wird aber nicht erklärt, was so ein Alphakanal ist oder wie man überhaupt die Kanalpalette findet. Also die Grundbegriffe und Grundbedienung sollte man schon beherrschen. Auf keinen Fall sollte sich die DVD kaufen, wer mit dem, was er kann und weiß absolut zufrieden ist. ;)
Calvin: Ein Anfänger kann damit sicherlich auch etwas anfangen, die Grundkenntnisse wie Ebenen, Masken etc sollte man allerdings mitbringen, ansonsten kann man die DVD eigentlich vergessen. Daher würde ich sagen, das ist eher etwas für die Fortgeschrittenen, für die Kreativen, die ein bisschen auf all diejenigen Sachen stehen, die man nicht in jedem Lehrbuch findet. Man muss allerdings sagen, wir haben auf der DVD auch sehr viele grundlegende Prinzipien vermittelt, mit denen auch der Anfänger etwas anfangen kann.
In einem Satz: Was zeichnet eure DVD aus, wie lässt sich ihr Inhalt zusammenfassen?
Olaf: Tipps, Tricks und Effekte, die oft nachgefragt werden und/oder nicht vielen Leuten bekannt sind. ;)
Calvin: Es sind viele Anwendungsbeispiele, kreative Effekte, ich denke sie zeichnet sich dadurch aus, dass wir Wege aufzeigen, die man eben wie gesagt nicht in jedem Buch findet, und es geht um viele Funktionen in der Bildbearbeitung mit Photoshop, die oft in Vergessenheit geraten, von denen man gar nicht weiß, wie toll sie eigentlich sind, und dass sie überhaupt da sind.
Welches Thema des jeweils anderen (!) findet ihr besonders gelungen und sehenswert?
Olaf: Auf jeden Fall das allererste Video anschauen („Ein kleiner Zaubertrick“). Da erklärt Calvin im Prinzip DAS wichtigste in Sachen Photoshop. Find ich überaus gelungen.
Calvin: Eigentlich das gesamte Kapitel von Olaf, alles was Kreation angeht und Effekte, da sind ein paar super Sachen dabei! Am besten hat mir seine selbt gebaute Belichtungswarnung in Photoshop gefallen.
Wer eure Angebote im Netz kennt und auch auf der PS Secrets Tour live dabei war — findet der noch etwas neues auf der DVD?
Olaf: Auf der Tour haben wir sehr viel aus dem Programm gezeigt, aber bei weitem nicht alles. Ich zumindest. Also da gibt es dennoch genug zu entdecken. Andererseits ist ein Videotraining mehr als nur ‚ne neue Trickkiste. Es ist immer auch eine Gedächtnisstütze.
Calvin: Wer auf der Tour live dabei war, findet nur noch wenig neues, weil es eigentlich schon das selbe Programm ist. Es sind sicherlich noch ein paar Kniffe dazu gekommen, aber im Großen und Ganzen ist es schon das selbe Programm. Wer jetzt andere DVDs von uns hat, der wird auf der Secrets 2 schon neues finden, wir haben schon darauf geachtet, dass wir neue Techniken drauf packen.
Es gibt schon unzählige Photoshop-DVDs sowohl für Einsteiger als auch für fortgeschrittene. Warum würdet ihr eure DVD trotzdem als Must-have für Photoshoper bezeichnen?
Olaf: Einsteiger– und Fortgeschrittenen-DVDs sind meist sehr technisch und erklären Photoshopfunktionen an sich. Auf der „Secrets 2″ gibt es zwar auch einige grundlegende Dinge, die kurioserweise aber weitgehend unbekannt sind (Zoomify? Adobe Connect? Dateien ohne Ebenen oder RAW-Dialog öffnen?), es werden eine Reihe Effekte gezeigt, aber es werden auch Dinge angesprochen, die zunächst mal gar nix mit Photoshop zu tun haben. Worauf muss man achten? Warum funktioniert die Technik manchmal nicht? Warum male ich mir „Nupsies“ nicht einfach ins Bild, sondern mache es mir noch einfacher? ;) Diese Dinge würden die DVD für mich persönlich zu einem Must-have machen, wenn ich nicht Co-Autor wäre. ;)
Calvin: Must have? Weil eben mal ganz andere Wege aufgezeigt werden, weil es wirklich mal ein bisschen kreativer zugeht, all die Dinge, die man auf anderen DVDs eher weniger findet, mit Sicherheit auch, aber… naja. Du kannst da eigentlich auch schreiben: Weil sie GEHEIM ist — was das besondere daran ist, ist TOP SECRET ;)
Ist schon eine PS Secrets 3 in Planung? Habt ihr noch neue Tipps in Petto?
Olaf: „Secrets 2″ ist doch gerade erst raus ;) Also so schnell schießen die Preußen nicht (um mal für mich zu sprechen, Calvin kommt ja aus ’ner anderen Ecke :D). Aktuell ist jedenfalls noch nix geplant. Tipps und neue Tipps wird es immer geben! Schon deshalb, weil wir uns ja auch immer weiter entwickeln. Mir ist gestern gerade einer meiner Workshops aus einer Zeitschrift von vor einem Jahr in die Hände gefallen. Da würde ich heute — sowohl auf das Bild als auch auf die Photoshoptechnik bezogen — über die Hälfte anders und einfacher machen. Außerdem gibt es ja ab und an eine neue Photoshopversion, die zum einen manche „Killer-Technik“ überflüssig macht und zum anderen ganz, ganz neue Möglichkeiten bietet. Also ja, Tipps & Tricks gibt es noch zur Genüge. ;)
Calvin: Wir hätten schon noch neue Sachen, aber ich denke ich bin raus bei der Photoshop Secrets 3. Ob Olaf das macht, weiß ich nicht, ich für meinen Teil würde sagen, da ist nun Platz für neue kreative Künstler. Ich denke schon, dass es weitergeht mit der Photoshop Secrets Reihe, ob es aber die selbe Besetzung sein wird — das weiß ich nicht.
Calvin, Olaf — Danke für eure Zeit! Wir sind gespannt auf die Antworten und natürlich auf die DVD :)
Olaf: Danke für das Interview. Wir sind auf jeden Fall auf euer Feedback gespannt!
Was im Interview besprochen und in diesem Trailer aufwändig angekündigt und beworben wurde, ist mittlerweile verfügbar — wir haben uns das Training zu Gemüte geführt. Es folgt unser Erfahrungsbericht.
Secrets, die zweite!
Zweite Teile haben es nie wirklich leicht, ganz gleich ob es sich um Bücher, Musikalben oder Filme handelt. Schließlich existiert mit Teil 1 bereits eine Messlatte — schafft es der Nachfolger nicht, Teil 1 zu übertreffen, gilt er automatisch als Flopp. Auch im Fall der Photoshop Secrets 2 waren die Erwartungen im Vorfeld ausgesprochen hoch, schließlich war der erste Teil eines der erfolgreichsten Videotrainings zum Thema Bildbearbeitung überhaupt. Konnten diese hohen Erwartungen erfüllt werden?
Die harten Fakten
Bevor wir beginnen, das Training auf inhaltlicher Ebene zu besprechen, ein paar Worte zu den technischen Fakten: Die Photoshop Secrets 2 erschien wie auch ihr Vorgänger bei video2brain in Zusammenarbeit mit Addison-Wesley. Das Training mit über 8 Stunden Laufzeit ist über video2brain sowohl als DVD als auch als Download oder Stream verfügbar. Wie zu den meisten V2B-Training gibt es auch zur Secrets 2 ein umfangreiches Paket mit Rohmaterial, so dass die meisten Kapitel direkt am entsprechenden Bild nachvollzogen werden können. Preislich liegt die DVD mit 49,80 € durchaus im üblichen Rahmen für ein Training dieser Laufzeit auf dem deutschsprachigen Markt. Zur technischen Umsetzung gibt es nicht viel zu sagen, wie von video2brain nicht anders gewohnt liegt hochwertig aufgezeichnetes und sauber geschnittenes Material vor, der Player funktioniert einwandfrei, Download und Stream laufen zügig und problemlos. Einziges kleines Manko: In der Online-Version gibt es noch immer keine „Alle Videos abspielen“-Option. Das ständige Klicken auf den „Nächster Film“-Button nimmt ein wenig die Freude beim Anschauen. Vielleicht gibt es hierzu ja bald eine Verbesserung seitens video2brain?
Die Inhalte
Das inhaltliche Konzept der Secrets 2 macht es naturgemäß nicht gerade leicht, den Inhalt kompakt zusammenzufassen. Schließlich gibt es kein durchgängiges Thema, kein durchgängiges didaktisches Konzept, sondern es handelt sich — siehe Interview — vielmehr um eine lose Aneinanderreihung mehr oder weniger voneinander unabhängiger Tipps und Tricks. Aussagekräftiger als eine versuchte Zusammenfassung dürfte wohl das Inhaltsverzeichnis sein:
Was aufgrund der vielen voneinander unabhängigen Themen zunächst verwirrend erscheinen mag, stellt sich doch schnell als Vorteil heraus: Man kann im Grunde an jeder Stelle des Trainings einsteigen, man benötigt nicht (wie bei vielen anderen Trainings) die ersten Kapitel, um die späteren zu verstehen. Wer sich die Secrets 2 kauft, sollte sich dessen bewusst sein, dass man hier nicht langsam an die Materie herangeführt wird und der Schwierigkeitsgrad im Verlauf des Trainings zunehmend steigt, sondern dass es sofort mit dem ersten Film ans Eingemachte geht und sowohl inhaltlich als auch von Schwierigkeitsgrad her einige Sprünge zu erwarten sind. Da das Training aber bewusst so konzipiert wurde, ist dies nicht als Nachteil zu werten, sehr wohl aber eine Erwähnung wert.
Von Niveau, Sinn und Unsinn
Aufgrund von Umfang und Konzept des Videotrainings ist es leider nicht möglich, zu jedem Kapitelthema ausführlich Stellung zu nehmen. Wir beschränken uns deshalb darauf, einige positive und negative Aspekte herauszugreifen, die uns besonders erwähnenswert erscheinen.
Schön: Generelle Herangehensweisen
Sehr lobenswert ist, dass an mehreren Stellen des Trainings Wert darauf gelegt wird, generelle Herangehensweisen im Umgang mit Photoshop zu vermitteln. Warum funktioniert eine bestimmte Technik bei mir nicht? Warum macht es oftmals keinen Sinn, einen bestimmten „Look“ nachahmen zu wollen? Wie mache ich mir bewusst, wonach ich eigentlich suche, wie „entschlüssele“ ich einen bestimmten Bildstil? Diese grundlegenden Problemlösungsfähigkeiten fehlen vielen Anwendern, die sich allzu sehr an Klick-für-Klick-Tutorials gewöhnt haben. Insofern ein großes Lob an die Macher der Secrets 2, dass dieses Thema an mehren Stellen angesprochen wird und den Anwendern Denkanstöße mit auf den Weg gegeben werden, um Bildbearbeitungsprobleme selbständig und strukturiert angehen zu können!
Auch schön: Zweispuriges Lernen
Zweispurig? Wie meinen? Ganz einfach: Neben dem eigentlichen Inhalt der einzelnen Videos lernt man hier noch auf einer zweiten Ebene, nämlich: Wie geht der Autor generell mit dem Programm um, welche Wege geht er, wie hat er sich Photoshop personalisiert und eingerichtet? Diese Dinge werden nicht direkt angesprochen, fallen aber doch ins Auge. Konkretes Beispiel: Olaf Giermann schaltet, um einen Vorher/Nachher-Vergleich zu zeigen, nicht etwa haufenweise Ebenen oder Gruppen an und aus, sondern hat sich die beiden Zustände wunderbar einfach (und vorbildlich) als Ebenenkompositionen abgelegt. Ebenenkompositionen – seltsamerweise kaum bekannt, eigentlich auch nicht Thema des Kapitels, aber dadurch, dass Giermann sie so selbstverständlich und „nebenbei“ einsetzt, lernt man (zweispurig!) gleich noch etwas zum effizienten Umgang mit dem Programm – top! Dieses Prinzip zieht sich durch weite Teile des Trainings: Shortcuts, Voreinstellungen, Arbeitsbereiche etc – was in vielen (Einsteiger-)Trainings mühsam theoretisch vermittelt wird, wird hier praktisch vorgelebt ohne lange darauf herumzureiten – ein sehr lehrreicher Blick über die Schulter des Trainers, fernab vom eigentlichen Inhalt des Kapitels.
Hoch leben die Kleinigkeiten!
Positiv zu vermerken ist auch das gesamte Kapitel „Hilfreiche Techniken für die Arbeit mit Photoshop“. Hier werden zahlreiche „Nebensächlichkeiten“ gezeigt, die mit der Bildbearbeitung selbst im Grunde wenig bis nichts zu tun haben, die im Alltag aber überaus nützlich sein können: Der eigene kostenlose Connect-Raum, Photoshop auf English umstellen, große Bilder mit Zoomify im Netz präsentieren etc pp — eine sehr hilfreiche Auflistung teilweise recht unbekannter Tipps und Tricks.
Lobenswert ist übrigens auch, dass einige Techniken von der Vorgänger-DVD wieder aufgegriffen und optimiert werden.
Das Niveau. Oder: Wer hat etwas von dieser DVD?
Der Schwierigkeitsgrad ist ein entscheidendes Kaufargument bei Lehrmaterialien aller Art. Ist das Niveau zu niedrig, gibt man gelangweilt auf, ist es zu hoch, ist der Frust vorprogrammiert. Für wen eignet sich also die Photoshop Secrets 2? Wer kann hier noch neues lernen und wer wird gnadenlos überfordert sein?
Wie die beiden Macher ja auch selbst sagen (siehe Interview), ist die Photoshop Secrets 2 nur sehr bedingt für Einsteiger zu empfehlen. Zu vieles wird als bekannt vorausgesetzt, zu vieles nur am Rande erwähnt. Wer sich ohne Grundlagenwissen an diese DVD wagt, wird aller Voraussicht nach überfordert sein. Und am anderen Ende des Spektrums? Lernen auch „Profis“ noch etwas neues? Hier gibt es leider keine eindeutige Antwort. Wer die Photoshop Secrets Tour live gesehen hat, für den wird inhaltlich kaum neues zu finden sein. Trotzdem kann die Anschaffung der DVD hier als dauerhafte Gedächtnisstütze durchaus Sinn machen. Wer die Tour nicht gesehen hat und sich zu den fortgeschrittenen Anwendern zählt, der kann durchaus einiges interessantes entdecken — man sollte sich vor dem Kauf aber bewusst machen, dass das Konzept der DVD eher in die Breite als in die Tiefe zielt. Das heißt: Es wird ein wahres Füllhorn an unterschiedlichen Techniken, Tipps und kreativen Techniken ausgeschüttet (siehe Inhaltsverzeichnis). Diese werden zwar teilweise auch ausgiebiger ausgearbeitet, wer aber eine Bearbeitung von A-Z. wie beispielsweise eine komplette professionelle Hautretusche erwartet, der wird enttäuscht werden. Die Photoshop Secrets stellt vielmehr einen umfangreichen Werkzeugkasten zur Verfügung, aus dem sich jeder selbst das interessanteste herauspicken und weiter verfolgen muss. ALLES wird wohl für niemanden interessant sein, dafür sind die einzelnen Kapitel sowohl inhaltlich als auch von Niveau her zu unterschiedlich.
Und negativ?
Die Photoshop Secrets 2 ist sicherlich eine der besten DVDs, die es derzeit auf dem deutschsprachigen Markt zu haben gibt. Trotzdem gibt es von unserer Seite den einen oder anderen Ansatzpunkt für vorsichtige Kritik:
Bei einigen Videos geht es — für unseren Geschmack, wohlgemerkt! — ein wenig zu experimentell zu, ohne dass der technische Hintergrund erwähnt wird. Experimentelles und kreatives Vorgehen in Photoshop ist lobenswert und hilfreich, einige Funktionen machen aber ohne ein gewisses Hintergrundwissen nur begrenzt Sinn bzw ihre Anwendung wird immer ein großes Glücksspiel sein. So wird in einem der ersten Kapitel mit dem Befehl „Bildberechnungen“ hantiert, ohne jedoch darauf einzugehen, was hier technisch eigentlich passiert. Sicher, man kann den Befehl einfach mal aufrufen, willkürliche Werte einstellen und ausprobieren, wie das Ergebnis aussieht — effizientes und zielgerichtetes Vorgehen ist aber (kreatives experimentieren hin oder her) etwas anderes. Es ist nachvollziehbar, dass ein Befehl wie Bildberechnungen in einem 10-Minuten-Video nicht erschöpfend erklärt werden kann. Man sollte dann aber zumindest anmerken, dass damit mit entsprechendem Verständnis wesentlich präziser und zielgerichteter gearbeitet werden kann als „wir mischen mal auf gut Glück ein bisschen Kanäle“.
Bei manchen Kapiteln hat es auch den Anschein, dass man offenbar zwanghaft ein paar neue Features in CS5 zeigen wollte. Die neuen Mischpinsel zum Beipsiel sind eine geniale Erfindung — sie im Zusammenhang mit einer „Hautretusche“ zu verwenden (wofür man ebenso den guten alten Wischfinger hätte verwenden können), wird dem Werkzeug jedoch nicht ganz gerecht — dies schafft Olaf Giermanns Kapitel zum „Malen in Photoshop“ dann schon eher. Auch hier wird man aber schnell verleitet, zu viel zu erwarten — so klingt der Kapitelname doch recht vielversprechend nach Digital Painting, Concept Art etc. Leider beschränkt sich das „Malen“ dann im Grunde auf schlichtes Überpinseln einer fotografischen Vorlage. Natürlich ist auch hier nachvollziehbar, dass ein Thema nicht bis in alle Details vertieft werden kann, leider endet so manches Video allerdings genau in dem Moment, wo man sich sagt „jetzt wirds interessant“. Da die Laufzeit einer DVD naturgemäß begrenzt ist, wäre es unsere Anregung für potentiell folgende Trainings, das Themenspektrum lieber wieder etwas enger zu fassen und damit den wirklich interessanten Themen etwas mehr detaillierte Zuwendung zukommen zu lassen.
Was aus Gestaltersicht wirklich unglücklich ist, ist das Video „Kreativer Texteffekt“. Ein Film, der ankündigt „auf die Ebenenstile mal etwas näher einzugehen“, verspricht einfach zu viel, wenn im Anschluss nur der Standard Schlagschatten sowie „Abgeflachte Kante und Relief“ verwendet werden — mit einem Endergebnis, das — pardon — ein gestalterischer Griff ins Klo ist. Auch wenn es primär um die Technik und nicht um das Ergebnis geht — ein wenig Feingefühl hätte hier nicht geschadet, schließlich dürfte der Großteil der Zuschauer naturgemäßg durchaus ein Auge für Ästhetik haben. Auch dies ein Fall, wo man aus unserer Sicht lieber ein paar andere Themen gestrichen hätte und dafür gründlicher in die Möglichkeiten der Ebenenstile hätte einsteigen können. Denn Potential haben die Ebenenstile durchaus — welches aber nicht darin besteht, mit Schlagschatten und Abgeflachter Kante ein Negativklischee zu zaubern ;)
Fazit:
Auch wenn die soeben aufgezählten Kritikpunkte möglicherweise einen anderen Eindruck vermitteln: Photoshop Secrets 2 ist aktuell zweifelsohne eine der besten Photoshop DVDs auf dem deutschsprachigen Markt. Wer die Secrets Tour nicht gesehen hat, findet hier eine wirklich beeinduckende Masse an Tricks und Techniken, die den Kaufpreis in jedem Fall rechtfertigen. Wie beschrieben enthält die DVD neben den eigentlichen Inhalten noch jede Menge nützliche Randinformation zum effizienten Arbeiten mit Photoshop. Auch ist es aus Zuschauersicht überaus angenehm, zwei verschiedene Trainer auf einer DVD zu haben. Das Training ist dadurch wesentlich weniger monoton, schließlich unterscheiden sich Hollywood und Giermann nicht nur bezüglich ihrer Stimme sondern haben auch didaktisch und inhaltlich ganz unterschiedliche Schwerpunkte. Dadurch sind die 8 Stunden Material erstaunlich schnell durchgearbeitet.
Also: Ein großes Lob an Olaf Giermann und Calvin Hollywood für den gelungenen Nachfolger, da sind wieder einige Knaller dabei! Gemeinsam decken die beiden ein wirklich breites Themengebiet ab und schaffen durch ihre professionelle und doch lockere Vortragsweise eine angenehme Lernsituation. Aus unserer Warte aber die Anregung für weitere Trainings: Das Themenspektrum lieber wieder etwas eingrenzen und dafür einige Themen auch ausgiebiger behandeln. Wir hatten bei der Secrets 2 bei einigen Filmen den Eindruck, dass wirklich nur an der Oberfläche gekratzt wurde, um möglichst viele (vermeintlich) attraktive Themen auf der DVD erwähnen zu können. Aus unserer Sicht hätte man etwa 20% der Themen guten Gewissens weglassen können — zugunsten einer ausführlicheren Behandlung der wirklich spannenden Kapitel — die es ja zuhauf gibt.
Zu guter letzt unsere (Kauf-)Empfehlung in aller Kürze:
- Wer sich noch als blutigen Anfänger bezeichnet, der sollte mit dieser DVD wohl lieber noch ein wenig warten. Die Handhabung von Ebenen, Masken, Kanälen, Smartobjects etc wird vorausgesetzt. Wer hier nicht einigermaßen fit ist, der dürfte es schwer haben, den Inhalten der Secrets 2 zu folgen.
- Wer die Photoshop Secrets Tour live gesehen hat, sollte sich darüber im Klaren sein, dass die Inhalte der DVD zu einem erheblichen Teil die selben sind wie die der Tour. Sie enthält allerdings einige zusätzliche Tipps und Tricks (sowie das Rohmaterial etc) und ist natürlich als dauerhaftes Medium weitaus verlässlicher als die eigene Erinnerung an die Tour. In dieser Hinsicht also trotz inhaltlicher Überschneidungen durchaus lohnenswert.
- Alle anderen sollten sich vor dem Kauf lediglich bewusst machen, dass bei diesem Training nicht um das gewohnte Erklären von „Anfang“ bis „Ende“, von „einfach“ nach „schwer“ handelt. Vielmehr ist die Secrets 2 ein buntes Sammelsurium (was nicht negativ zu verstehen ist) von ganz unterschiedlichen Arten von Tipps. Konkrete Photoshoptechniken treffen auf Prinzipien der sinnvollen Bildbearbeitung und zügige Walkthroughs, leichte und anspruchsvolle Kapitel sind teilweise bunt vermischt. Diese Eigenheit mag ihre guten und ihre schlechten Seiten haben — wichtig ist, dass man sich ihrer vor dem Kauf bewusst ist. Inhaltlich sollte auf dieser DVD wirklich für jeden etwas dabei sein.
Übrigens: Wer immer noch unschlüssig ist, kann sich bei video2brain 7 Einzelvideos von der Secrets 2 kostenlos anschauen, einen Teil davon auch komplett ohne Anmeldung.
Wir wünschen allen, die sich die Photoshop Secrets 2 kaufen (oder schenken lassen?), jede Menge Spaß und Lernerfolg damit. Wer sich über die „Eigenheiten“ dieses Training im Klaren ist, wird mit Sicherheit so einige Tricks dazulernen. Wir sind gespannt auf euer Feedback: Wer besitzt die Secrest 2 bereits, wer hat sie schon angeschaut? Wie ist euer Urteil?





















49 Kommentare
30. Oktober 2010 18:42
Bastian @sweetspotfoto
Schöner, sachlich einwandfreier Bericht. Mir gefällt, dass vermeintlich negativ aufgefallenes gleichermaßen thematisiert wird wie lobenswerte.
So wird der Bericht glaubhaft und wirkt authentisch, was leider viele andere Berichte, genau zu diesem speziellen Thema, nicht sind.
Danke dafür!
31. Oktober 2010 16:11
CMDVisuals @CMDVisuals
Ein hervorragender Artikel. Er ist ausführlich genug, scheut keine direkte Kritik und zieht ein klares Fazit. Werde mir die DVD kaufen und ihr habt maßgeblich dazu beigetragen.
Wenn die Artikel in der Qualität kommen, dann kann ich gern mal einen Monat auf den nächsten warten ;-)
LG,
Chris
31. Oktober 2010 21:13
uniqueDns @uniqueDns
Kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, wieder mal ein gelungener Artikel. Ich besitze den 1. Teil und bin auch sehr gespannt auf die Fortsetzung, daher istder Kauf des 2. Teils generell ein Muss, auch wenn ich die Tour besucht habe.
Ich weiß nicht, mir war/ist jedenfalls klar, dass auf die Grundlagen nicht eingegangen wird und hier generelle Tipps, Tricks etc. gezeigt werden. Dafür gibts sicher ne Menge andere Trainings die sich damit mehr als ausführlich beschäftigen.
Dass es der Texteffekt auf die DVD geschafft hat finde ich persönlich nicht weiter schlimm. Hier wird zwar nicht groß auf sämtliche Ebenenstile eingegangen, aber z.B. nochmal der Punkt „Deckkraft und Fläche“ aufgegriffen. Auch dass man ins Bild klicken kann um z.B. den Schlagschatten zu verschieben (wissen sicher einige Leute auch nicht).
Ob der Effekt jetzt ein „Griff ins Klo“ ist, lasse ich mal dahingestellt. Der Einwand näher auf einige Dinge einzugehen, ist sicher ein netter Denkanstoß.
Ich freue mich schon auf die DVD! :-)
LG Dennis
1. November 2010 21:08
Calvin @87blog
Dann werde ich auch mal meine Meinung hinterlassen.
Generell muss ich klar schreiben daß ich es gut finde wenn auch negatives erwähnt wird.
Dennoch sind hier ein paar Sachen gefallen, an denen man ganz klar feststellen kann, daß ihr den „Markt“ noch nicht kennt.
Und genau DASS sollte man aber wenn man so nen Text ablässt.
Nur weil IHR etwas kennt, von einem „Griff ins Klo“ zu schreiben ist in meinen Augen nicht nur respektlos sondern schon fast ne Frechheit.
Ich mach sicherlich nicht nur gute Dinge, aber einen „Griff ins Klo“ erlaube ich mir sicherlich nicht. Nicht auf meiner 7.DVD Produktion. Wenn es nen „Griff ins Klo“ gewesen wäre, hätte das Olaf oder viele andere sicherlich auch bemerkt.
Bezüglich des Texteffekts.….und das was ich jetzt schreibe ist FAKT (ich habs nicht nur einmal getestet):
– Gebe ich einen Vortrag für 100 Teilnehmer, könnten davon keine 10 % diesen Texteffekt so schnell erstellen wie ich es gezeigt habe. Gerade mal 10 % kennen den Unterschied zwischen Deckkraft und Fläche.
Alleine deswegen hat der Effekt seine Berechtigung!
Ich finde den Effekt selbst ok.… nichts besonderes.…aber Griff ins Klo? Sorry da habt ihr keine Ahnung.
- Mischpinsel? Da hätte man auch den Wischfinger nehmen können? Sorry leider habt ihr da dann auch nicht ausreichend WISSEN. Und selbst WENN .…. gibt es nicht mehrere Wege in PS?
Generell fand ich die negative Kritik eigentlich ok (weils ja auch persönliche Meinung ist). Auch die mit dem Mischpinsel etc.
Aber „Griff ins KLO“ höre ich mir bestimmt nicht von jemand an der scheinbar überhaupt nicht weiß was der Markt will!
„Runterdenken“ auf andere Kenntnisstände ist der „Schlüssel“. Und für nen jungen Mediengestalter ist das sicherlich langweillig.…aber die meisten kennens noch nicht.
Fazit:
Lernt den „Markt“ verstehen und schreibt respektvoller!
lg Calvin
November 01 2010 23:42 pm
Peter Rudolph @87blog
Danke für die Rückmeldung Calvin – interessante Reaktion, hätte ich so ehrlich gesagt nicht erwartet (wobei... irgendwie leider doch).
Dass dir offensichtlich zwei Passagen im Text nicht ganz passen ist übrigens völlig in Ordnung – darauf gehe ich aber gleich nochmal im Detail ein.
Zunächst mal finde ich es aber ein bisschen schade und enttäuschend, dass dein komplettes Feedback sich ausschließlich auf diese beiden (für dich) negativen Punkte beschränkt. Ich hätte mich (als Autor) gefreut, vielleicht auch ein kurzes "Danke für die ehrliche Rezension" zu lesen – ganz unabhängig davon, ob du sie nun selber komplett unterschreiben würdest oder nicht. Hier hat sich jemand hingesetzt (wofür übrigens nicht nur eine Nacht geopfert wurde) und hat sich bemüht, eine möglichst sorgfältige, ehrliche und ordentlich geschriebene Rezension zu verfassen. Ganz ehrlich, es liegt mir fern, meinen eigenen Text zu beweihräuchern, aber genau das ist es, was ich bei vielen Rezensionen im Netz vermisse. Wäre ich Trainer einer DVD oder Autor eines Buches, wäre ich zunächst mal froh und dankbar, dass sich jemand überhaupt die Zeit nimmt und die Mühe macht, mein Produkt ordentlich (!) zu testen und zu bewerten (und nicht nur eine Variation des immer selben Pressetexts zu veröffentlichen, wie es anderswo oft genug der Fall ist). Das ist bei dir offenbar nicht (mehr?) der Fall – schade, Calvin!
Zu deiner Kritik generell: Wie gesagt, dass du mit den beiden Passagen nicht einverstanden bist, ist in Ordnung. Ich muss aber sagen, dass ich deine Reaktion darauf nicht wirklich nachvollziehen kann. Du findest eine Formulierung im Text nicht okay ("Griff ins Klo", damit hast du möglicherweise sogar recht) – aber ist das ein Grund, in ein solches Dauerfeuer von Abwertungen uns gegenüber zu verfallen? "Schwachsinn" (Twitter), "keine Ahnung", "keine Ahnung vom Markt", "respektlos", "Frechheit"... ich muss sagen, da hast du wenig Gutes an uns gelassen! Ist dir eigentlich aufgefallen, dass das Gesamtergebnis der Rezension durchweg positiv ausfällt?
Zu deiner Kritik im Speziellen: Du hast offenbar nicht verstanden, WAS wir als "Griff ins Klo" bezeichnet haben. Wenn du bitte nochmal nachliest: Es geht dabei NICHT um den kompletten Film, auch NICHT um dessen technischen INHALT (Deckkraft, Fläche, Stile: Finde ich zwar immer noch etwas dünn, darauf zielt die Formulierung aber nicht ab), es geht auch nicht daraum, dass wir die Technik möglicherweise schon kannten, sondern es geht ganz einfach um das ENDPRODUKT des Films (ein pseudo-plastischer Text mit Schlagschatten), das wir als gestalterisch (!) misslungen bezeichnen. Der Film ist nicht thematisch, sondern gestalterisch misslungen – und das steht auch genau so im Text! In zwei Aspekten muss ich dir im Nachhinein allerdings recht geben: Erstens: Die Formulierung ist möglicherweise etwas provokant und überzogen - "misslungen", "unglücklich", "unschön" hätte man vermutlich ebenso schreiben können. Und zweitens: Natürlich ist das Endprodukt bei vielen technischen Tutorials eher eine Nebensache. Dir ging es vermutlich vielmehr darum, die Technik zu vermitteln, als damit einen überzeugendes Bild zu erstellen. Das Problem ist, dass du dabei etwas produziert hast, was halt wirklich sowas wie ein totales Negativklischee ist: Text in Photoshop setzen, simplen 3D Effekt drauf, Standard-Schlagschatten, fertig! So was trifft bei jedem, der sich ein bisschen mit Gestaltung auseinandersetzt einen empfindlichen Nerv. Und um das zu erkennen braucht man im Übrigen auch nicht den "Markt" zu kennen – dafür reicht in meinen Augen ein ästhetisches Grundverständnis. Und genau darauf (und nur darauf) zielte unsere Kritik im Text ab. Nicht mehr – aber auch nicht weniger!
Und noch was "persönliches" zum Schluss: Ich weiß, dass du deine Kritik im persönlichen Gespräch vermutlich ganz anders rüberbringen würdest, als sie sich hier liest. Aber so, wie sich das hier liest, klingt das verdammt überheblich und abwertend gegenüber uns beiden. Es ist vermutlich schon allein aufgrund des Altersunterschieds richtig, dass du eine längere Erfahrung am "Markt" hast. Mag auch sein, dass du aufgrund deiner Workshoperfahrung besser einschätzen kannst, was die Leute wissen und sehen wollen. Deshalb haben wir doch aber bitte trotzdem das Recht, ein Produkt so zu beurteilen, wie wir es für richtig halten? Eine Rezension ist eben KEIN kopierter Pressetext, es ist die persönliche Beurteilung des Autors. Ich muss dir ehrlich sagen, dass ich die Art wie du uns hier "runtermachst" nicht in Ordnung finde. Ich bin deswegen nicht angegriffen oder beleidigt... ich wollte es dich nur wissen lassen. Das ist meiner Meinung nach im Übrigen ein Problem vieler deiner Texte im Netz, mit denen du immer wieder bewusst oder unbewusst aneckst. Das aber nur am Rande – und vielleicht als Denkanstoß, falls du dich darauf einlassen magst.
In diesem Sinne: Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, deine harsche Twitter-Kritik ein bisschen zu konkretisieren. Vielleicht denkst du aber auch nochmal drüber nach, ob die Art deiner Reaktion angemessen war und ob es richtig war, aufgrund einer einzigen (zugegebenermaßen möglicherweise zu) negativen Formulierung eine komplette Rezension dermaßen abzuwerten und die Autoren in einer doch ziemlich herablassend wirkenden Art niederzumachen.
PS: Im übrigen bin ich zwar jung (?), aber kein Mediengestalter. Da hast du was verwechselt.
2. November 2010 00:12
Calvin @87blog
Lese dir mal die Rezensionen von Christian Öser durch, dann wirst du sehen daß es auch welche gibt die ehrlich, positiv sowie negativ aber auch mit Respekt geschrieben sind.
Ich argumentiere echt selten, so wie hier auf diesen Post.
Wahrscheinlich nervt es mich deswegen so weil ich dich live kenne, wir im Forum zusammenarbeiten und mir eigentlich schon was an diesem Blog liegt.
„Griff ins Klo“ ist für mich absolut respektlos und hat für mich nichts mit einer vernünftigen Rezension zu tun.
Da kannst du MIR so lange Überheblichkeit vorwerfen wie du willst.
Und da wir hier nicht auf einen Nenner kommen, würde ich sagen wir belassen es bei unseren Meinungen.
P.S
Ich kann mich für keine Rezension bedanken, bei der ich mich beleidigt fühle,sorry.
Evtl. sehe ich das zu eng oder bin da etwas empfindlich.…so isses leider nun mal und ich will einfach ehrlich sein.
lg Calvin
2. November 2010 00:18
Tino Wehe @87blog
@Calvin: Jap, du siehst das zu eng. „Griff ins Klo“ ist vielleicht etwas salopp ausgedrückt, aber derart drauf rumzureiten ist zu „eng“ …
2. November 2010 00:22
Peter Rudolph @87blog
@Calvin: Lass uns bitte morgen gegen abend mal telefonieren. Habe heute keinen Nerv mehr, würde das aber ungern so stehen lassen. Okay?
2. November 2010 00:23
Calvin @87blog
Ich reite da nicht drauf rum. Ich habe meine Meinung hinterlassen (das ganze nur deshalb zwei mal weil mit Peter darum gebeten hat) und das wars.
Sache ist für mich erledigt!
lg Calvin
2. November 2010 00:30
Calvin @87blog
@Peter
Überlasse ich dir. Von meiner Seite aus ist das erledigt und ich bin auch nicht nachtragend etc.
Ich kann sowas vergessen (sehr schnell sogar), ohne daß man einer einer Meinung sein muss.
lg Calvin
November 02 2010 00:37 am
Peter Rudolph @87blog
@Calvin Ob du nachtragend bist oder nicht überlasse ich wiederum dir. Eine Diskussion aber einfach für beendet zu erklären, ohne auch nur ansatzweise auf die Argumente des anderen einzugehen ist eine Art, mit der ich absolut nicht klarkomme. Wenn man Meinungsverschiedenheiten hat, kann man darüber doch zivilisiert sprechen, ohne sich gegenseitig niederzumachen und dann nach Gutdünken zu sagen "so, keine Lust mehr". Das geht nicht. Zumindest nicht mit mir.
2. November 2010 01:03
Calvin @87blog
Wir haben eine Meinungsverschiedenheit und haben unsere Meinungen geäußert.
Ich bin auch nicht daran interessiert dich von meiner Meinung zu überzeugen. Ich wollte hier einfach nur mein ehrliches Statement hinterlassen (worum du ja mich auch gebeten hast).
Ich sehe hier übrigens auch kein „gegenseitig Niedermachen“ sondern einfach nur zwei Leute die ihre Meinung klar geäußert haben.
lg Calvin
2. November 2010 14:42
Timo Eisen @87blog
Hallo,
ich bin über twitter auf den Blog aufmerksam geworden und habe den Artikel aufmerksam gelesen, weil ich die dvd eigentlich kaufen wollte.
Nach dem Feedback von Calvin hier werde ich aber darauf verzichten. ich unterstütze keine Überheblichkeit.
Übrigens: Hochmut kommt vor dem Fall!
liebe grüße
timo
ps. bitte traut euch auch in zukunft „ungeschönte“ Artikel zu verfassen, sowas nennt man Pressefreiheit. Auch wenn es dem Urheber nicht immer gefällt.
November 02 2010 20:23 pm
Peter Rudolph @87blog
Hi Timo,
ja, an unseren Artikeln wird sich nichts ändern. Wir haben eine klare Vorstellung davon, was für uns einen guten Artikel ausmacht, und diese Linie werden wir beibehalten, auch wenn sie hin und wieder "unbequem" sein mag. Danke für die aufmunternden Worte! :)
2. November 2010 14:47
Calvin @87blog
Hallo Timo
Ich bin auch voll dafür daß man auch negative Dinge erwähnt.
So war es auch bei allen anderen Produktionen der Fall.
Es sollte nur etwas „sachlicher“ passieren.
Zudem erhebe ich keinen Anspruch darauf daß diese Formulierung geändert wird, ich habe einfach nur meine Meinung hinterlassen (worum ich vom Autor gebeten wurde).
Daß du die DVD NICHT kaufst ist denke ich wirklich die BESTE Entscheidung!
lg Calvin „der Überhebliche“ :-)
2. November 2010 17:18
David Teichert @daVset
Hallöchen,
die Rezension ist wirklich klasse, aber auch ich finde „Griff ins Klo“ ist nicht die richtige Wortwahl für das ganze, es ist echt gut das ihr die negativen Aspekte ansprecht. Das ist wichtig, vorallem für erfahrenere Photoshopper, aber wie Calvin schon sagte, es wissen nicht alle solche Unterschiede.
Somit wird auch noch einmal auf Grundlagen eingegangen, was ich persönlich wichtig finde.
Ihr habt beide eure feste Meinung und ich denke ihr werdet auch beide bei genau dieser Meinung bleiben. Somit wird die Diskussion wohl oder übel am Ende sein.
Am besten wir beziehen uns jetzt einfach alle wieder auf das wesentlich und das ist die DVD.
Ich werd sie mir die Tage bestellen, auch dank eurer Rezension.
Beste Grüße
2. November 2010 17:27
Sascha Hübner @87blog
Sag mal lieber Calvin, hebst du jetzt völlig ab?
Von jmd. der an jeder Ecke gefragt und ungefragt voller Stolz prahlt wie sehr er seinen „Erfolg“ doch in den „Communities“ und seinem SocialMediaEngagement begründet hätte ich wohl eine deutlich abgeklärtere Reaktion erwartet.
Auch deine Antwort auf Timo’s Kommentar lässt tief blicken …
Steigen da jmd die neuen Honorarsätze für 2011 schon vorzeitig zu Kopf?
Ein bisschen traurig finde ich das schon. Ich wünsch dir auf deiner Mission „Weltruhm“ wenig Kritiker, denn umgehen kannst du mit denen äußerst schlecht.
2. November 2010 17:58
Calvin @87blog
- Weil ich schreibe daß es die beste Entscheidung ist wenn Timo die DVD nicht kauft hebe ich ab?
Was ist daran „abgehoben“? Denkst du ich will Käufer haben, welche mich arrogant etc finden?
- Weil ich „Griff ins Klo“ nicht sachlich genug finde hebe ich ab?
Mit Kritik umgehen bedeutet NICHT daß ich jede Kritik annehmen muss!
http://www.calvinhollywood-blog.de/2010/02/14/kritikfahigkeit/
lg Calvin
2. November 2010 18:31
mamo @87blog
hallo zusammen
eigentlich wollte ich auf meinem blog auch eine rezension über die DVD schreiben.
aber wenn ich hier sehe was da abläuft, lasse ich das wohl sein!
irgendwie schade für jemanden wie calvin der auf jedem seiner seminare erklärt wie wichitg doch kritik ist, aber selbst nicht mit der kleinsten kritik umgehen kann!
schade!! :-(
2. November 2010 18:36
Calvin @87blog
Genau… ich kann nicht mit Kritik umgehen weil ich JEDE negative Kritik hier angenommen habe und NUR geäußert habe daß ich die Formulierung „GRIFF INS KLO“ nicht akzeptiere.
Und das alles hier übrigens NUR aufgrund der Bitte des Autoren selbst.
Normalerweise hätte ich hier gar nichts geschrieben.
Ich wurde drum gebeten HIER etwas zu schreiben. :-)
Bin raus.… hier wirds mit jeder Anmerkung schlimmer!
In diesem Sinne.…
November 02 2010 19:01 pm
Sascha @87blog
na 'tschuldigung ... du ignorierst hier völlig dass hier ein - in seinem gesamtbild - sehr positiver artikel inkl. kaufempfehlung über dein aktuelles produkt gepostet wurde.
wenn du tatsächlich der vielgerühmte PR profi bist der du gerne sein möchtest, dann sollte dir klar sein, dass so eine rezension sehr viel wert wäre. Wäre deshalb, weil du die wirkung durch deine reaktion völlig zerstört hast.
Der Calvin, der sagt kein Wort das er im SocialNet raushaut wäre unüberlegt, hängt sich hier an einer saloppen Formulierung auf und macht somit den Effekt völlig zu nichte.
Irgendwo vermisse ich da den PR-Profi.
2. November 2010 19:08
Mona M. @87blog
Die Rezension macht auf mich einen seriösen und gut recherchierten Eindruck, auch wenn mich die viel diskutierte Formulierung „Griff ins Klo“ ebenfalls stört. Aber das ist nichts im Vergleich des trotzigen Verhaltens von Calvin, der sich aufführt wie ein uneinsichtiges kleines Kind.
2. November 2010 19:40
Jens L. @87blog
Auch ich finde den Artikel und den gesamten Blog mehr als gelungen. Er hebt sich deutlich von den anderen ab, weil er nicht einfach nur irgendwas bloggen will, sondern gründlich recherchiert, und vor allem auch mal den Mut hat, seine Meinung öffentlich zu sagen! Glückwunsch dafür, der Blog wird seinen verdienten Erfolg bekommen!
Dass CALVIN allerdings sowas von überfordert mit der Situation ist, nur weil der Artikel nicht von einem Calvin-Jünger verfasst wurde, der ihn förmlich vergöttert, egal was er produziert, hätte ich NIE gedacht. Zur Belustigung habe ich natürlich auch Calvins Blog in meinem Reader und nach so vielen „ICH BIN PROFI“-Posts, hätte ich wirklich ein professionelleres Verhalten erwartet. „Griff ins Klo“, mein Gott, was ist denn daran so schlimm? Das ist eine Meinung und keine Beleidigung!!! Nur weil es mal jemanden gibt, der anscheinend wirklich Ahnung hat und kein Community-Jünger ist, der ALLES als positiv bezeichnen würde.
Noch spannender finde ich, dass Du den Autor öffentlich beleidigst, indem Du ihn damit konfrontierst, dass er keine Ahnung vom Markt/Branche hätte. Ich glaube nicht nur Robin Preston ist der Meinung, dass Du keine Ahnung von der Branche hast, weil Du noch nie drin warst, Du bist Community-Trainer, Calvin. Also schließe doch nicht von deiner mangelnden branchenkenntniss auf andere.
2. November 2010 19:45
Calvin @87blog
Ich sag ja es wird immer schlimmer und schon schlimm genug daß ich mich wieder äußere. :-)
Der Community Trainer ist in 9 von 10 Workshops für Berufsfotografen und Agenturen tätig. Soviel zum Thema „Community“!
Schon heftig was mir hier unterstellt wird.
Vor allem nach einem meiner ersten Sätze im ersten Post
„Generell muss ich klar schreiben daß ich es gut finde wenn auch negatives erwähnt wird“
lg Calvin
November 02 2010 20:15 pm
Jens L. @87blog
Ja is klar, die buchen Dich zu ihrer Weihnachtsfeier um einmal ihren Spaß zu haben! (glaubste doch wohl selbst nich, dass Dich Agenturen wie Gloss oder whatever als Trainer buchen...)
Und der Satz hier: „Generell muss ich klar schreiben daß ich es gut finde wenn auch negatives erwähnt wird“ is äußerst gelungen & spricht für Dich, allerdings zeigste davon leider nix!
2. November 2010 19:56
Neutrum @87blog
Und mit jeder weiteren Antwort beweisst Herr Hollywood, der hier deutlich zeigt, dass Herr Oftersheim besser passen würde, dass er nicht über den Dingen steht.
Ich bin enttäuscht, wirklich und ehrlich tief enttäuscht. Wäre es nicht Zeit, kurz in sich zu gehen, nur ansatzweise die Sichtweise des Gegenübers anzunehmen, um zu versuchen zu verstehen, was diese Welle der Entrüstung hier auslöst?
Aber was schreibe ich, wenn jemand Seminare über ein solches Thema anbietet, weiss er es sicherlich besser als ich kleine Wurst.
2. November 2010 20:02
Davis Tox @87blog
@Sascha Du sagst es!
2. November 2010 20:29
Sascha @87blog
Wie nannte man den Münchner Erfolgsclub, in einer Zeit wo er sich recht lächerlich gemacht hat: FC HOLLYWOOD
Die Analogie ist bestechend …
2. November 2010 20:33
David Teichert @davset
He,
also jetz mal ganz ehrlich, ich vergöttere Calvin keinen Meter, ich finde auch nicht alle arbeiten klasse. Ich seh das ganz hier absolut Objektiv. Das ganze schreibe ich extra vorweg bevor jetz nochmal meine Meinung kommt.….
Vorerst zitiere ich hier mal ein paar Auszüge aus den Kommentaren.
1. „Ja is klar, die buchen Dich zu ihrer Weihnachtsfeier um einmal ihren Spaß zu haben! (glaubste doch wohl selbst nich, dass Dich Agenturen wie Gloss oder whatever als Trainer buchen…) “
2. „Du bist Community-Trainer, Calvin. Also schließe doch nicht von deiner mangelnden branchenkenntniss auf andere.“
Sowas sehe ich als Beleidigung, anhand seiner Referenzen ist mir das oben genannte absolut nicht ersichtlich! Er wird doch nicht zur Belustigung gebucht. Das finde ich weitaus beleidigender wie die Unterstellung mangelnder Branchenkenntnis.
@Jens L. : Du sprichst davon das er hier Leute beleidigt und im Gegenzug tust du das auf eine Art und Weise die einfach peinlich ist!
Ich verstehe sowas absolut nicht und finde das unterste Gürtellinie.
Klar wird das ganze hier an dem Ausspruch „Griff ins Klo“ hochgezogen aber das war eine Meinung.…Einfach nur eine Meinung, denn der Ton macht heutzutage immer noch die Musik und diesen Ton hast du komplett verfehlt Jens.
2. November 2010 20:37
Steffen @87blog
endlich mal ein blog wo die negativen kommentare über calvin nicht gelöscht werden und jeder seine meinung sagen kann…
November 02 2010 20:42 pm
Peter Rudolph @87blog
Solange das hier nicht ausufert wird auch sicher nichts gelöscht (auf keiner Seite). Warum denn auch.
2. November 2010 20:40
Calvin @87blog
Mit „gegenseitig fertigmachen“ wird das alles sicherlich nicht besser.
Leute sehts locker.…..
Ich kenne Peter (der Autor des Blogs) und bin keiner der ihm etwas böses möchte.
Ich unterstütze diesen Blog sogar.
Wenn hier jemand etwas untereinander zu klären hat, dann habe ich das mit Peter zu tun.
Beim Rest würde ich mir wünschen und vorschlagen gerne über die Sache zu urteilen, aber ohne persönlich zu werden.
Wenn mir jemand etwas„drücken“ möchte kann er gerne anrufen und seinen Frust ablassen. Ich finds absolut ok wenn nicht jeder Hollywood „gut“ findet.
Wir ihr euch denken könnt habe auch ich meine „Macken und Fehler“.
Und wenn sich jetzt schon andere untereinander zoffen ist das sicherlich nicht gut.
lg Calvin
2. November 2010 20:46
Steffen @87blog
@calvin
wenn man aber auf deinen blog „frust“ ablässt wird der beitrag meist gelöscht weil er „beleidigend“ ist…
2. November 2010 20:47
David Teichert @87blog
Und das würde ich als gutes Schlusswort werten!!!
November 02 2010 20:55 pm
Lilalaunebär @87blog
keine angst, deinem Calvin tut keiner ernsthaft weh und mitlerweile hat er sich ja auch wieder gefasst und steht wieder über den dingen - und das ist auch gut so.
Er muss hier sicher niemandem etwas beweisen und sich auch nicht wirklich rechtfertigen. nächstes mal wird er bestimmt ein bisschen abgeklärter reagieren. Auch ein Hollywood lernt halt täglich dazu.
die welt scheint wieder in ordnung - auch wenn wir diese unspektakuläre wendung etwas langweilig finden, aber immerhin gibts heute 2 1/2 men im TV, das sollte für den Abend vorerst als Unterhaltung genügen.
2. November 2010 20:52
Calvin @87blog
@Steffen
Wenn ich etwas als beleidigend finde lösche ich wirklich.
Ich fand auch hier einige Statemets über meine Person beleidigend. Alleine schon die Spielerei mit dem Namen und der Vergleich mit der Weihnachtsfeier.
Das hat nichts mehr mit Meinung äußern zu tun.
Aber das soll jeder für sich selbst entscheiden ob man sowas schreiben möchte oder nicht bzw ob der Autor das stehen lässt.
Ich denke mir meinen Teil und werde nicht zurückschiessen:-)
lg calvin
November 02 2010 21:00 pm
Lilalaunebär @87blog
für "bin raus ..." bist du aber noch ganz schön drin! ;P
2. November 2010 21:01
Calvin @87blog
Damit meinte ich „raus aus dem Konzept“:-) *fingerkreuz*
lg calvin
2. November 2010 21:04
David Teichert @87blog
Meinem Calvin????
Ich habs einfach mal aus objektiver sicht beschrieben.…seh das also grad gelassen ;)
und ja das stimmt heut gibts 2 1/2 men ;) da geb ich dir Recht ;)
2. November 2010 22:40
Olaf Giermann @OlafGiermann
Mmmmhhh … schreib ich doch auch was dazu! ;-)
Also ich find die Rezension wirklich gelungen. Hat alles, was ich selbst gern lesen würde in einer Kritik. *daumenhoch*
Das Problem an dem Problem hier ist doch hier wieder mal das geschriebene Wort. Da fehlt einfach die Mimik und die Sprache. ICH selbst empfinde „Griff ins Klo“ nur als eine saloppe Formulierung — ein anderer (z.B. Calvin) sieht das aber ganz anders und fühlt sich auf den Fuß getreten und dann passiert sowas wie hier in den Kommentaren inklusive weiteren Missverständnissen, Nachtretern und Co. Schade um den schönen Artikel, der dadurch in den Hintergrund rückt!
An Peter: Nimm auch in Zukunft bloß kein Blatt vor den Mund! Dann aber doch vielleicht etwas weniger salopp formulieren. ;-) Da muss ich Calvin zustimmen: Der Christian Öser von den Chip it-Rezensionen, hat da den Bogen echt gut raus! Offen, ehrlich und auf den Punkt!
PS: Noch schnell meine Gedanken zu den Inhalten des Malen-Kapitels: Das enthält IMHO (fast ;)) alles, was man TECHNISCH zum Malen in Photoshop wissen muss und alles, was jemand, der nicht malen kann zu wissen braucht, um ein Foto in ein gemaltes Bild zu verwandeln. Wer schon (in echt) malen kann, braucht IMHO nicht mehr Info, um damit Painting, Concept-Art, Sketching — was auch immer — zu erstellen. Wer noch nicht malen kann, dem wäre mit zwei, drei, vier weiteren Video auch nicht geholfen. Das hätte auch nicht ins Konzept der DVD gepasst.
So, dann seid bitte wieder alle lieb! ;-)
Olaf
November 03 2010 00:19 am
Peter Rudolph @87blog
Hey Olaf, schön von dir zu lesen! Freut mich, dass die Rezension zumindest bei einem von euch so angekommen ist, wie sie beabsichtigt war :)
Blatt vor den Mund? Niemals ;) Und wenn ich es mir mit sämtlichen Autoren und Trainern verscherze... ich hab nicht vor, mich bei den Sülzschreibern einzureihen. Also keine Angst ;) Aus der "Griff ins Klo"-Formulierung habe ich jedenfalls meine Lehren gezogen. Für mich auch nur ein normaler "flapsiger" Ausdruck, aber offenbar bei einigen anderen anders konnotiert. Check.
Christian Öser werde ich mir mal in Ruhe zu Gemüte führen, danke für den Tipp!
Painting: Da haste wohl recht. Da ich ja selber grade an und mit dem Thema hantiere, war das der Bereich der Secrets 2, auf den ich mich am meisten gefreut hatte. Deshalb vermutlich auch etwas mehr erwartet, als das DVD-Konzept realistischerweise zulässt. Ich wünsch mir ja immer noch ne reine Painting DVD bei V2B (ja ich weiß... es gibt da eine recht alte). Vielleicht sollten wir die einfach zusammen produzieren und gut is ;)
3. November 2010 03:25
PerterPan @87blog
Ähm, da „kackt“ sich Celvin jetzt ernsthaft ein, nur weil in der ganzen Rezi, die überwiegend positiv gestimmt ist, über „Griff ins Klo“ ein? Es hätte nach meinem Geschmack noch martialischer klingen dürfen.
Wenn man bedenkt das der Begriff „Secrets“ dem Käufer entwas „verborgenes, verstecktes, geheimnisvolles“ suggeriert, finde ich den Umfang der DVD im Hinblick auf das gezeigt in keinem Verhältnis. Fakt ist, es ist etwas für Profis, dass man jeden Filter nicht erklären muss, ist nicht schlimm, aber solche Aussagen wie (sinngemäß) „da spielen wir mal rum“ oder „lassen wir mal so stehen“ hat dort nichts zu suchen.
Und ein Profi sollte doch den Unterschied zwischen Deckkraft und Fläche kennen. Das habe ich in der ersten Woche Photoshop erkannt was der Vorteil daran ist, bzw. sein kann.
Ich mag Celvins YouTube-Videos die mich oft zum lachen bringen, aber solche Kommentare wegen einem so banalen „Griff ins Klo“ zu schreiben, zeigt mir wie angepisst, überheblich und nicht kritikfähig du bist oder sein kannst. Vielleicht bist du einfach zu Erfolgreich.
Vielleicht zeigt die Secrets III mal etwas „verborgenes, verstecktes, geheimnisvolles“. Weniger Themen aber dafür qualitativ auf einem höheren Niveau.
Zur Rezi, ein sehr gelungener Artikel. Der Vorteil an der Aussage „Griff ins Klo“ scheint Celvin nicht zu erkennen. Es verbreitete sich im Netz wie ein Virus. Also, Werbetechnisch gelungen ;)
3. November 2010 08:56
Timo @87blog
Also der Verlauf hier ist echt krass. Calvin hat hier mal sein wahres Gesicht gezeigt. in keinster Weise kritikfähig und wenn ihm was nicht passt reagiert er denunzierend. Dabei ist er es der alles autodidaktisch gelernt hat. Insofern muss man sich mal überlegen wie anmaßend es ist die Redakteure des Blogs „als Mediengestalter die den Markt nicht kennen“ zu bezeichnen.
Calvin, bist du schonmal auf die Idee gekommen dass du vielleicht von Typografie keine Ahnung hast?
in den letzten Tagen schreibt er jedenfalls Bände (siehe Zeitmanagement Blog Beitrag auf seinem Blog). Bleibt zu hoffen dass viele Leute diesen Blogbeitrag incl. Kommentare lesen, so dass den Leuten mal die Augen geöffnet werden.
November 03 2010 09:10 am
Calvin @87blog
Hi Timo
Ich hätte mich jederzeit ausloggen können.
Mir ist wichtig daß die Leute mein wahres Gesicht kennen.
Je besser sie mich kennen umso besser können sie mich einschätzen. Dazu gehören auch solche Aktionen hier.
Mir ist es wichtiger ehrlich zu sein (auch wenn ich dafür bluten muss) wie DVDs zu verkaufen.
Von Typografie habe ich wirklich nicht so viel Ahnung (ein Jahr habe ich selbst Mediengestalter gelernt).
Ich weiß aber was die Leute, welche ich unterrichte, (leider) noch nicht kennen.
Fazit:
Je mehr Leute das hier lesen, umso besser. Das denke ich auch!
lg Calvin
3. November 2010 10:54
CMDVisuals @CMDVisuals
Eieieieieiei, hier gehts aber rund. Aber erhlich gesagt: Ich hatte das erwartet. Auch wenn die Sache jetzt eigentlich geklärt ist, würd ich gern noch meinen Senf dazu abgeben.
Auch mir ist die Formulierung „ein Griff ins Klo“ aufgefallen — nicht unbedingt negativ, denn verwenden würde ich sie gesprochen auch — sondern eher so, dass sie nicht zur Stilebene des restlichen Textes passt. Gedacht hab ich mir auch, dass man daran was aussetzen könnte.
Jedoch finde ich Calvins Reaktion darauf nicht richtig. Insbesondere die Sache mit dem Marktverständnis. Denn auch wenn der Autor sicher nicht die Zielgruppe von den Secrets II ist (naja, vielleicht am Rande), ist er ein Teil des potentiellen Marktes, auf dem diese DVD verkauft wird. Das heißt, er braucht nicht das Marktverständnis des Verkäufers, der die DVD verkaufen will, sondern er steht auf der anderen, auf der Käuferseite. Man kann nicht einem potentiellen Käufer der DVD unterstellen, dass er kein Marktverständnis hat, weil ihm etwas auf der DVD nicht gefällt, denn die DVD wurde FÜR ihn produziert. Es ist vielmehr so, dass wenn er mit seiner Meinung nicht alleine steht, die DVD am Markt vorbei produziert wurde. Das ist eine Sache.
Die andere ist die: Ich glaube, Calvin ist deswegen so erfolgreich, weil er eben meistens etwas anderes zeigt, als die üblichen Klischee-Effekte. Natürlich eignet sich dieser Schrifteffekt gut dazu, Deckkraft und Fläche zu erklären. Aber, und jetzt kommte eine ehrliche Frage, ginge das nicht auch mit etwas weniger „Abgenudeltem“?
Und dann noch etwas, und ich glaube, das ist das, was den Peter (Rudolph) am meisten gestört hat: Kritik ist erlaubt, es kommt aber auf die Form an, in der sie dargebracht wird. Ich habe Calvins Tweet dazu gesehen, da war auch von „Kopfschüttel“ und „Schwachsinn“ die Rede. So bringt man keine Kritik rüber, gerade wenn man weiß, dass der, der das geschrieben hat, eigentlich „ein ganz netter Kerl“ ist.
Und jetzt schließt sich der Kreis (und auch das hat, glaube ich, Olaf schon vorher geschrieben): Calvins Reaktion entspricht mehr oder weniger dem Niveau der Formulierung „Griff ins Klo“, die Peter vorher verwendet hat. Das soll nicht heißen, dass Peter daran Schuld ist oder den ersten Stein geworfen hat, dass das hier ausgeartet ist — Calvin hätte genauso etwas sachlicher reagieren können, schließlich war es genau diese Unsachlichkeit, die ihn beleidigt hat.
Und womit Olaf natürlich auch Recht hatte: Das ist ein Problem des geschriebenen Wortes, es fehlt eben die emotionale Ebene. Was ich aus meiner eigenen (juristischen) Erfahrung hinzufügen kann, ist, dass sich viele Leute damit schwer tun. Auch Leute, die von berufswegen viel mit geschriebener Sprache zu tun haben. Was man manchmal in Anwaltsschriftsätzen zu lesen bekommt, ist noch viel, viel heftiger als das, was hier gerade passiert ist. Ich persönlich achte penibel genau darauf, dass man etwas nicht falsch verstehen kann, bzw. dass der Ausdruck präzise ist. Ich finde aber, dass man das nicht von jedem erwarten kann (Außerdem lässt es Texte unendlich lang werden, wie man an Anwaltsschriftsätzen und auch an diesem Text sehen kann ;-))
Das Fazit daraus ist: Lasst Nachsicht walten, denn in einem Text findet sich fast immer etwas, das ein anderer falsch verstehen kann.
[Etwas off-topic in meinem Text, aber ich muss, angesichts der teilweise etwas heftigen Reaktion mancher User hier, auch eine Lanze für Calvin brechen: Ich hab zwar nicht persönlich mit ihm zu tun, finde aber dennoch nicht, dass er überheblich ist. Klar, nach seinen Kommentaren hier könnte (! — wer das Ausrufezeichen nicht versteht, darf meinen Kommentar nocheinmal von vorn lesen) man das daraus schließen. Ich habe aber ein Gegenbeispiel: Erst vor Kurzem habe ich ihm eine billige Photoshopfrage per Twitter gestellt, nämlich ab wieviel % „Rauschen hinzufügen“ man das in einer 12 MP-Datei in einem 20x30 Print sehen kann. Und siehe da, ich hatte binnen ca. einer Stunde eine Antwort. Und das, obwohl ich das sicher auch hätte googlen können. Überheblich ist für mich was anderes.]
LG,
Christopher
3. November 2010 10:55
CMDVisuals @CMDVisuals
BTW: Euer Blog ist auf Sommerzeit? Wie kann das sein?
November 03 2010 10:06 am
Peter Rudolph @87blog
Hey Christopher! Danke für den Hinweis, da war – warum auch immer – ein manueller UTC-Offset eingestellt statt der normalen deutschen Uhrzeit. Ist korrigiert, danke! :)
3. November 2010 15:49
Marcel @87blog
Ein sehr Guter Artikel. Die Diskussion finde ich aber dann noch um einen Teil spannender. Es ist wirklich mal gut zu sehen wie arrogant einige sind wenn es plötzlich mal um Kritik geht. Und damit meine ich Calvin. Bis vor kurzen kannte ich Calvin Hollywood nicht. Um ehrlich zu sein habe ich da auch nichts verpasst. Mir viel allerdings gleich auf das er einfach nur sehr unsympatisch rüberkommt. Dachte es sei nur mein Eindruck, doch wenn ich das hier lese fühle ich mich darin bestätigt. Es macht den Eindruck das keiner mal was gegen ihn sagen darf. Und anstatt mal Fehler einzusehen stellt er auf Stur. schlimm schlimm schlimm
5. November 2010 08:08
Rezension Photoshop Secrets II von Calvin Hollywood und Olaf Giermann » Magazin für Fotografie
[…] Erst nach Fertigstellung dieser Rezension wurde ich von sweetspotfotoauf Calvins Reaktion auf eine Rezension dieser DVD aufmerksam gemacht und habe mit großem Erstauen den Schlagabtausch verfolgt. Am Rande hatte ich […]
Kommentar wird gespeichert...
Falls Du "fastestfox" oder "fastestchrome" in deinem Browser installiert hast, kann es zu Problemen mit der AJAX-Funktion des Blogs geben.