http://www.sieben-und-achtzig.de/wp-content/themes/press
11 überlebenswichtige Tools für die tägliche Arbeit

23 Mai 2010, Geschrieben von Peter Rudolph in Software, 5 Kommentare

11 überlebenswichtige Tools für die tägliche Arbeit


Heut­zu­tage gibt es ja für buch­stäb­lich alles ein klei­nes, hoch­spe­zia­li­sier­tes Pro­gramm. Meist nennt man sie heute „Apps“, was aber nicht dar­über hin­weg­täu­schen kann, dass die meis­ten davon wenn nicht nutz­los dann doch eher Spie­le­rei als eine wirk­li­che Arbeits­er­leich­te­rung sind. Den­noch — es gibt ein paar Tools, die ich im All­tag wirk­lich nicht mehr mis­sen möchte, weil sie eine unglaub­li­che Arbeits­er­leich­te­rung dar­stel­len oder mir das Leben zumin­dest wesent­lich ange­neh­mer machen.

Selbst­ver­ständ­lich han­delt es sich um eine sub­jek­tive Aus­wahl ohne jeg­li­chen Anspruch auf Vollständigkeit.

Feedly

RSS-Reader sind zwar beim bes­ten Wil­len keine neue Erfin­dung, aber Feedly ist unter ihnen der geni­alste, den ich bis­lang gese­hen habe. Feedly prä­sen­tiert meine abon­nier­ten Feeds nicht nur in einer äußerst anspre­chen­den Form, son­dern sor­tiert und gewich­tet sie mir auch nach Rele­vanz und Popu­la­ri­tät, was mir bei der Fülle mei­ner Feeds wirk­lich viel Arbeit abnimmt. Zusätz­lich ist Feedly direkt mit Twit­ter ver­bun­den, so dass ich einen inter­es­san­ten Arti­kel direkt aus Feedly her­aus (oder über „Feedly Mini“ von der jewei­li­gen Web­site aus) über Twit­ter in den Äther schi­cken kann. Unbe­dingt ausprobieren!

Ever­note

Pro­gramme und Apps für Noti­zen und Book­marks gibt es sicher­lich wie Sand am Meer, für mich per­sön­lich hat sich jedoch Ever­note als geniale Arbeits­er­leich­te­rung her­aus­ge­stellt. Ever­note gibt es sowohl als eigen­stän­di­ges Pro­gramm, als Brow­ser­ad­don und als App für mobile Geräte. Schnel­les Fall­bei­spiel: Ich lese einen inter­es­san­ten Arti­kel im Netz und möchte mir eine bestimmte Stelle mer­ken. Nichts leich­ter als das, ich mar­kiere die Text­pas­sage, kli­cke den Ever­note But­ton im Brow­ser und… — nichts und, das wars schon. Der mar­kierte Text wird mit­samt einem Link zur Ori­gi­nal­seite fein säu­ber­lich abge­legt. Natür­lich sind die Web­ver­sion, das lokale Pro­gramm und die mobile App stets syn­chron. Und natür­lich habe ich die Mög­lich­keit, meine Noti­zen in ver­schie­de­nen Notiz­bü­chern zu orga­ni­sie­ren, mit Titel und Schlag­wör­tern zu ver­se­hen, ich kann hand­schrift­li­che Noti­zen anle­gen etc pp — Ever­note lässt zumin­dest für meine Bedürf­nisse abso­lut keine Wün­sche offen. Genia­ler Bonus: Noti­zen las­sen sich auch über eine pri­vate Nach­richt bei Twit­ter anle­gen. Wer also (wie ich) ohne­hin stän­dig einen Twit­ter Cli­ent offen hat, für den gibt es wohl kaum einen schnel­le­ren Weg, eine Notiz anzu­le­gen, die umge­hend an zen­tra­ler Stelle abge­legt und syn­chro­ni­siert wird.

Tweet­deck

Twit­ter ist wohl unbe­strit­ten DIE Social Web Erfin­dung der letz­ten Jahre. Ebenso unbe­strit­ten ist aber wohl auch, dass twitter.com selbst nicht gerade der kom­for­ta­belste Weg ist, sich im Twit­ter­ver­sum zu bewe­gen. Des­halb gibt es schon seit Jah­ren zahl­rei­che Desk­to­pap­pli­ka­tio­nen und mobile Apps, um Twit­ter nut­zen zu kön­nen, ohne die Web­site zu besu­chen. Tweet­deck gehört sicher­lich zu den bekann­tes­ten und hat sich auch für mich bewährt. Gerade wenn man meh­rere Twit­ter Accounts ver­wal­tet (in mei­nem Fall mei­nen per­sön­li­chen und den von Sie­ben und Acht­zig) oder inten­siv mit Lis­ten und Grup­pen arbei­tet, ist ein Pro­gramm wie Tweet­deck uner­läss­lich, um den Über­blick zu bewah­ren und Twit­ter effi­zi­ent nut­zen zu können.

Neben Twit­ter las­sen sich über Tweet­deck auch wei­tere Social Net­works wie Face­book, Google Buzz, Mys­pace, Fours­quare oder Lin­ke­dIn updaten.

Drop­box

Datei­aus­tausch ist immer so eine Sache. Bei den meis­ten Pri­vat­per­so­nen (und oft genug lei­der auch im beruf­li­chen Umfeld), pas­siert das auf einem bun­ten Blu­men­strauß von ver­schie­de­nen Wegen: Mal sen­det man eine Datei  als Anhang einer E-Mail, mal via Instant-Messenger wie Skype oder ICQ, mal ver­wen­det man einen FTP-Server, mal einen kos­ten­lo­sen Datei­hos­ter im Inter­net, mal trägt man einen USB-Stick von A nach B und hin und wie­der schickt man eine Brief­taube los. Das grau­same daran ist, dass es eine unheim­li­che Krux ist, im Nachin­ein fest­zu­stel­len wo man wel­che Datei von wem nun abge­legt hat. Dann ist man an einem ande­ren Rech­ner, und hat plötz­lich kei­nen Zugriff mehr auf seine Daten etc — das Pro­blem dürfte jedem bekannt sein. Schön, dass es mit Drop­box eine genial ein­fa­che (und kos­ten­lose) Lösung gibt.

Drop­box ist im Grunde nichts ande­res als ein Ver­zeich­nis, auf das ich von über­all her zugrei­fen kann, das ich bei Bedarf ande­ren kom­plett oder in Tei­len frei­ge­ben kann und das sich stän­dig syn­chro­ni­siert. Selbst­ver­ständ­lich platt­for­mu­nahän­gig und auch für mobile Geräte. Dro­pox ist übri­gens auch in der Sie­ben und Acht­zig Redak­tion im täg­li­chen Ein­satz und hat sich bis­lang mehr als bewährt. Wer sich noch nicht so recht vor­stel­len kann, wie Drop­box funk­tio­niert, kann sich ein­fach das Video auf der Dropbox-Website anse­hen — die Bedie­nung ist jeden­falls abso­lut intui­tiv und kin­der­leicht. Wer damit lieb­äu­gelt, Drop­box zu benut­zen, darf gern die­sen Ein­la­dungs­link benut­zen (ver­schafft unse­rem Account zusätz­li­chen Speicherplatz).

Fire­bug

Wer auch nur ansatz­weise mit Web­de­sign und Webent­wick­lung zu tun hat, für den ist Fire­bug ein Must-Have (24 Mil­lio­nen Down­loads soll­ten für sich spre­chen). Das Firefox-Addon ermög­licht es, in Win­des­eile rele­vante Stel­len im Quell­code einer Seite zu fin­den, Feh­ler auf­zu­de­cken und Ände­run­gen test­weise live vor­zu­neh­men (natür­lich ohne dabei die Seite ser­ver­sei­tig wirk­lich zu verändern).

Font­fin­der

Wer kennt das nicht: Man ist im Netz unter­wegs und fin­det plötz­lich eine Seite, wo die Typo­gra­fie sehr attrak­tiv aus­sieht. Natür­lich könnte man sich nun durch Quell­code und Style­s­heets der Seite quä­len um her­aus­zu­fin­den wel­cher Font in wel­cher Größe und Farbe, mit wel­chem Zei­len­ab­stand etc ver­wen­dent wurde, man kann aber auch ein­fach mit einem Klick sämt­li­che Infos bekom­men: Das Fire­fox Addon Font­fin­der zeigt genau das ordent­lich sor­tiert an. Genial ein­fach und unglaub­lich praktisch.

Mea­su­reIt

Wie groß war doch gleich…? Das Fire­fox Addon Mea­su­reIt misst pixel­ge­nau sämt­li­che Stre­cken im Brow­ser, was für Web­de­si­gner unglaub­lich hilf­reich ist. Nicht mehr und nicht weni­ger, aber genial ein­fach, und durch das kleine Icon in der Sta­tus­bar immer zur Hand, wenn man es braucht.

Color­zilla

Ähnlich sim­pel wie der Font­fin­der und Mea­su­reit aber ebenso genial ist Color­zilla. Wie oft fin­det man im Netz irgendwo eine Seite, wo die Far­ben ein­fach super zusam­men­pas­sen, oder ein Foto mit einem Farb­ton, den man sehr schön fin­det — nur wie kriegt man den exak­ten Farb­wert her­aus, um ihn ggf ein­mal selbst ver­wen­den zu kön­nen? Sicher, man könnte mit  Screen­shots und / oder der Pho­to­shop Pipette han­tie­ren, wesent­lich ein­fa­cher gehts mit Color­zilla: Icon in der Sta­tus­bar ankli­cken, auf die Farbe kli­cken und Farb­wert able­sen — ein­fa­cher gehts kaum. Eine schöne Alter­na­tive oder Ergän­zung zu Color­zilla ist übri­gens Rain­bow, die­ses Addon erstellt zum Bei­spiel auch ein kom­plet­tes Farb­schema basi­ernd auf den Far­ben einer Website.

Xmarks

Auch das dürfte jeder schon­mal erlebt haben: Man ent­deckt eine inter­es­sante Seite  im Netz und legt sich natür­lich sofort ein Book­mark an. Soweit so gut — aber was ist, wenn man sich gerade auf der Arbeit befin­det oder unter­wegs ist und das Book­mark auf­ru­fen will? Fehl­an­zeige, denn Book­marks wer­den vom Brow­ser stan­dard­mä­ßig lokal abge­spei­chert und ste­hen somit auch nur auf dem ent­spre­chen­den Gerät (und im jewei­li­gen Brow­ser) zur Ver­fü­gung. Wer hin­ge­gen immer und über­all Zugriff auf seine Book­marks haben will, für den ist Xmarks (frü­her Fox­marks) die ideale Lösung. Lese­zei­chen wer­den nicht (nur) lokal abge­legt, son­dern auch mit einem über­all erreich­ba­ren Account bei Xmarks syn­chro­ni­siert, so dass man anhand sei­ner Zugangs­da­ten in jedem Brow­ser, auf jedem Gerät und natür­lich auch unter­wegs vol­len Zugriff auf seine Lese­zei­chen hat. Schö­ner Zusatz­nut­zen: Ein­zelne Unter­ver­zeich­nisse der Link­samm­lung las­sen sich auf Wunsch auch für andere frei­ge­ben, die die­ses Ver­zeich­nis dann sogar per RSS abon­nie­ren kön­nen — was zum Bei­spiel für die gemein­same Recher­che­ar­beit im Team eine große Erleich­te­rung ist.

Last­pass

Wer viel im Netz unter­wegs ist, der hat fast zwangs­läu­fig auch eine Myriade ver­schie­de­ner Accounts und Zugangs­da­ten auf den ver­schie­dens­ten Sei­ten. Hier den Über­blick zu behal­ten, ist eine echte Her­aus­for­de­rung. Manch einer behilft sich, indem er über­all die sel­ben Zugangs­da­ten nutzt — das ist zwar leicht zu mer­ken, aber auch äußerst leicht­sin­nig und unsi­cher. Wie aber soll man es schaf­fen, sich für jeden Account ein indi­vi­du­el­les (und natür­lich mög­lichst kryp­ti­sches) Pass­wort zu mer­ken? Abhilfe schafft hier Last­Pass: Wer die­sen kos­ten­lo­sen Ser­vice nutzt, muss sich nur noch ein Mas­ter­pass­wort mer­ken und hat trotz­dem für jeden Account ein maxi­mal siche­res Pass­wort. Last­Pass spei­chert die indi­vi­du­el­len Zugangs­da­ten zu jedem Account und füllt diese nach Ein­gabe des Mas­ter­pass­worts auto­ma­tisch aus. Eine geniale Arbeits­er­leich­te­rung — es sei aber dazu­ge­sagt: Wie bei jedem Pro­gramm, dass mit per­sön­li­chen Zugangs­da­ten han­tiert, sollte man auch bei Last­pass in bestimm­ten Fäl­len Vor­sicht wal­ten las­sen. Ins­be­son­dere an Rech­nern, die von meh­re­ren Per­so­nen genutzt wer­den, ist die Nut­zung von Last­Pass nicht unbe­dingt zu emp­feh­len bzw man sollte die Ein­stel­lun­gen zumin­dest so vor­neh­men, dass bei jedem Zugriff das Mas­ter­pass­wort ein­ge­ge­ben wer­den muss.

FireFM

Okay zuge­ge­ben, FireFM ist nicht wirk­lich über­le­bens­wich­tig… obwohl, irgend­wie doch ;) Was es macht? Das Fire­fox Addon sitzt ganz klein und beschei­den in der Fire­fox Tool­bar und / oder Sta­tus­leiste und spielt Musik von LastFM. Natür­lich lässt sich ein Sen­der nach Inter­pret, Genre oder Benut­zer­name star­ten, außer­dem kön­nen Songs, wie auch direkt auf der LastFM Seite, geliebt, getaggt und geblockt wer­den. Der große Vor­teil ist eben, dass man nicht gezwun­gen ist, stän­dig den LastFM-Tab offen zu haben (zumal die Musik dort ja irgend­wann auf­hört, wenn man nicht aktiv rum­klickt), son­dern eine sehr klei­nen aber mäch­ti­gen Player stän­dig im Brow­ser zur Ver­fü­gung hat. Für mich der bis­lang ange­nehmste Weg, die Musik von LastFM zu genie­ßen. Läuft quasi ständig ;)

Was sind eure abso­lut über­le­bens­wich­ti­gen Tools & Apps? Nutzt ihr viele kleine Zusatz­pro­gramme oder seid ihr da eher mini­ma­lis­tisch unter­wegs? Wir sind gespannt auf eure Empfehlungen!

Diese Icons ver­lin­ken auf Book­mark Dienste bei denen Nut­zer neue Inhalte fin­den und mit ande­ren tei­len kön­nen.
  • TwitThis
  • Facebook
  • Digg
  • StumbleUpon
  • del.icio.us
  • Design Float
  • Reddit
  • Mixx
  • Technorati
  • MisterWong
  • email
  • Print

5 Kommentare

23. Mai 2010 17:35

Schnette

Und schon wie­der bin ich hier fün­dig gewor­den, voll gut :-)
Ein paar Dinge hab ich schon, und ein paar brauch ich nicht — aber warum ich noch nie geguckt hab, was genau die­ses LastFM ist, weiß ich ja auch nicht — und das Ganze auch noch im Brow­ser — supa, danke!

Was ich noch ganz prak­tisch finde, ist ‚GoogleEn­han­cer‘. Die Fav-Icons erleich­tern die Suche unge­mein (fein) :-)
Und dann hab ich noch ‚Grab and Drag‘ — zum Navi­gie­ren wie im Adobe Acrobat.

May 23 2010 18:03 pm

Sieben

Yeaah, Grab&Drag ist ja mal ne sehr feine Sache, gerade wenn man mit Tablet unterwegs ist. Nach sowas hatte ich schonmal vergeblich gesucht, klasse Tipp! Viel Spaß mit LastFM ;)

24. Mai 2010 14:16

Annett-G

„Grab and Drop“ hab ich gleich instal­liert… Super.. das hin und her in der Navi­ga­i­tion hat mich schon die ganze Zeit genervt, seit ich das Tablett nutze.

Mein wich­tigs­tes Tool ist die Über­set­zungs­funk­tion der Google­Tool­Bar. Man zeigt auf ein eng­li­sches Wort und bekommt sofort alle deut­schen Bedeu­tun­gen ange­zeigt. Seit­dem ich das Tool habe, stö­ber ich viel öfter auf Sei­ten in Eng­lisch und erwei­ter ganz neben­bei mei­nen Wortschatz.

19. Juli 2010 13:05

Tobias Fox

Hi,

alle Tools hab ich im Ein­satz bis auf fireFM, das mach ich mir gleich mal drauf.

Ohne Ever­note könnt ich nich leben. Habe eine Zeit lange „Sti­ckies“ diese digi­ta­len Post-ITs gehabt. Aber lange nicht so effek­tiv wie Evernote.

Nun denn, wün­sche effi­zi­en­tes Arbeiten ;)

Gruß,
Tobias

20. Juli 2010 14:03

ado­com

Schöne Auf­lis­tung.

Auf FreeDesizn.co.cc fin­det ihr 40 Tools fürs Web­de­sign. Sie rei­chen von Web­sites für mehr Inspi­ra­tion über Design Tools und Coding Tools bis hin zu Diens­ten fürs Tes­ten und Mana­gen der Seite. Gefun­den auf t3n.

ado­com

Kommentar wird gespeichert...
Falls Du "fastestfox" oder "fastestchrome" in deinem Browser installiert hast, kann es zu Problemen mit der AJAX-Funktion des Blogs geben.

Kommentieren